Talents / 25.01.2026

Zwei Sekunden fehlten am Punkt

Enttäuschung bei Lukas Schild und Kjell Hildebrand, der zuvor noch in letzter Minute ausgeglichen hatte (Foto: Heinz Hartung)

Trotz eines starken Endspurtes mussten die MT Talents die Rückreise nach ihrem Spiel bei der SG Flensburg-Handewitt mit leeren Händen antreten. Mit 37:38 (14:20) endete die Aufholjagd der zweiten Halbzeit knapp und unglücklich.

Nach zunächst ausgeglichenem Beginn mit wechselnden Führungen bis zum 5:5, das Luca Witzel nach knapp acht Minuten erzielte, setzten sich die Norddeutschen durch Karl Mads Makowka erstmals auf zwei Tore ab, was Tede Wetzel und Philipp Kulen zunächst noch egalisieren konnten. Dann riss der Faden abrupt, Flensburg legte, trotz zwischenzeitlicher Auszeit von Max Pregler, einen 6:0-Lauf hin, wobei Jendrik Kühl sogar noch einen Siebenmeter liegenließ.

Diese acht Minuten Mitte der ersten Hälfte stellten bereits früh die Weichen für den weiteren Verlauf der Partie. Denn alles Weitere kostete die Gäste viel Kraft und verlangte immer wieder Verschnaufpausen im Bestreben, den hohen Rückstand aufzuarbeiten. Zwar drehte Marlon Junge mit drei Toren am Stück kräftig auf und Kuhlen verkürzte gar auf nur noch zwei Rückstand (13:11, 23.), doch bis zur Pause war die SG erneut auf sechs auf und davon, wobei sie von einer Strafe gegen den MT Talents-Spielmacher profitierten.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Flensburg mit der Führung im Rücken freier, Melsungen mit Respektabstand hinterher. Zehn Minuten lang tat sich nicht viel, alles schien sich frühzeitig eingependelt zu haben. Bis Jeppe Gries-Haarhaus auf die Strafbank musste und die Nordhessen ihren Profit daraus zogen. Zweimal traf Luca Witzel, einmal Jannis Schmidt – das 29:26 (44.) machte sofort Hoffnung auf Zählbares. Jedenfalls bis Kjell Hildebrand raus musste und es mit Gries-Haarhaus‘ Doppelpack zum 31:26 wieder andersherum ging. Die Zeitstrafen spielten bis hierher eine große Rolle in diesem sonst eigentlich ausgeglichenen Spiel, das 35:31 (51.) durch Tade Hansen sah komfortabel aus für die SG.

Doch in den letzten zehn Minuten wollten es die MT Talents noch einmal wissen, zogen das Tempo nach zwei weiteren Auszeiten kurz hintereinander endlich an. Marlon Junge verkürzte tatsächlich auf 36:34 (57.), Linus Schröder sogar auf 37:36 mit noch 66 Sekunden Rest auf der Uhr. Die Gastgeber wurden nervös, konnten das TimeOut ihres Trainers in der Schlussminute nicht in einen Treffer umsetzen. Stattdessen traf Kjell Hildebrand nervenstark und unter harter Bedrängnis zum Ausgleich, was Jendrik Kühl zusätzlich eine weitere Strafe einbrachte. Doch die Norddeutschen spielten die verbleibenden Sekunden herunter und nahmen sich durch Gries-Haarhaus den letzten, erfolgreichen Wurf der Partie zwei Sekunden vor Ultimo. Und machten damit die starke Aufholjagd der Melsunger in der Schlussphase auf den letzten Drücker doch noch zunichte.

Statistik
SG Flensburg-Handewitt: Zschuckelt, Bahnsen – Hansen 4, Nielsen 2, Lietzau 8, Kühl 2/1, Makowka 7, Klaaßen 5, Gries-Haarhaus 6/1, Toppel 2, Ahrens 2 – Trainer Jonah Sowada.
MT Talents: Knopp, Hahn, Sanchez Martin; Peter 3, Schild, Kühlbauch, Schröder 1, Kuhlen 12, Junge 7, Rode 3, Witzel 3, Winkler, Wetzel 3, Schmidt 1, Hildebrand 4 – Trainer Max Pregler.
Schiedsrichter: Jason Alexander Nickel / Metin Yasin Yayla (Lübeck) – Zeitstrafen 6 : 10 Minuten – Strafwürfe 3/2 : 0/0 - Zuschauer: 78.

Verlauf: 1:0 (1.). 2:3 (5.), 7:5 (9.), 7:7 (12.), 13:7 (20.), 13:11 (23.), 17:13 (27.), 20:14 (Halbzeit) - 24:18 (35.), 28:23 (40.), 29:26 (44.), 33:28 (48.), 35:31 (51.), 37:35 (57.), 37:37 (60.), 38:37 (Ende).

URL kopieren

Zurück