Talents / 19.12.2025

Sviridenkos Weihnachtswunsch

Einen Sieg seiner Mannschaft wünscht sich Georgi Sviridenko als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk (Foto: Heinz Hartung)

Der letzte Einsatz für die MT Talents im Jahr 2025 ist ein besonderer. Denn es geht gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen (Samstag, 15:30 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen). Das einzige Team, gegen die das Team von Trainer Georgi Sviridenko in dieser Saison bisher verloren hat.

Deshalb ist der Wunsch des Coaches nachvollziehbar: „Ich hätte gern einen Sieg zum Jahresabschluss. Einen, bei dem vor allen die kämpferische Einstellung stimmt.“ Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk also gewissermaßen. Wobei Weihnachten in Weißrussland, der Heimat Sviridenkos, vor allem zeitlich nicht dem unseren entspricht. Das russisch-orthodoxe Fest findet dort, dem früher verwendeten julianischen Kalender zufolge, erst am 6. und 7. Januar statt.

„Weihnachten als kirchliches Fest hatte für uns früher nicht die ganz große Bedeutung. Außerdem lebe ich jetzt seit 30 Jahren in Deutschland und habe auch deutsche Schwiegersöhne. Da ist es klar, dass wir die Festtage nach hiesigen Gebräuchen begehen“, sagt Sviridenko. Die ganze Familie trifft sich bei seiner Tochter in Bremen. Eine Ausnahme im weihnachtlichen Ablauf bilden die Geschenke. Die gibt es von ‚Väterchen Frost‘ und seiner ihn begleitenden Enkelin ‚Schneeflöckchen‘, wie in Russland üblich, erst an Silvester. Oder aber vorgezogen schon am Samstag von den A-Jugendlichen der MT Talents.

Dass die Hinrundenbegegnung bei den Schwaben überraschend eine Nullnummer war, habe bei seinen Spielern schon bei der direkt nachfolgenden Analyse Kopfschütteln über die eigenen Fehler verursacht, sagt der ehemalige Olympiasieger. Sie sei deshalb schnell abgehakt gewesen und seitdem ging es auch nur noch bergauf. Vor allem mit der Entwicklung zum erfolgreichen mannschaftlichen Spiel. Der Kollektivgedanke sei dabei enorm wichtig, und den habe die Mannschaft mittlerweile verinnerlicht, lobt Sviridenko. Gerade beim Hinspiel in Schwetzingen habe dieser Zusammenhalt gefehlt.

Gut zu veranschaulichen ist die Weiterentwicklung an der veränderten Spielweise Julian Kreiles. „Die Einsätze im Oberligateam von Körle/Guxhagen haben bei ihm einen ordentlichen Schub in die richtige Richtung gegeben“, findet sein Trainer. Früher musste der Kopf schonmal durch die Wand, jetzt pflegt Kreile das mannschaftliche Miteinander und ist der kampfstarke, mannschaftsdienliche Lenker, der das Team führt – ganz unabhängig von den selbst erzielten Toren. Eine Qualität, die selbst einem vielmaligen russischen Nationalspieler Respekt abnötigt. Und die nur stellvertretend für die Entwicklung der gesamten A-Jugend steht.

Keine Frage, das Team um Kapitän Felix Hillwig möchte seinem Übungsleiter am Samstag das von ihm gewünschte Weihnachtsgeschenk machen. Ob nun vier Tage vorgezogen oder elf, wie in dessen weißrussischer Heimat, das spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, mit einem Erfolg gegen Oftersheim/Schwetzingen die Tabellenführung in der 2. Liga Süd mit über den Jahreswechsel zu nehmen. Und über die Weihnachtsfeiertage, egal ob diese deutsch oder russisch datiert sind. Nach dem Spiel gibt’s dann erst einmal eine wohlverdiente Pause, ehe es Mitte Januar mit einem Auswärtsspiel in Budenheim weitergeht.

URL kopieren

Zur Übersicht