
Die Serie hielt. Zum Saisonausklang blieb die MT Melsungen 2 das sechste Mal hintereinander ungeschlagen und siegte beim TV Homburg mit 35:31 (17:13).
Weil fast zeitgleich Friesenheim 2 und die Bergischen Panther ihre Spiele verloren, sprang das Team von Trainer Florian Weiß damit in der Abschlusstabelle der 3. Liga Süd-West sogar noch vor auf Platz 10.
Mit Leander Altena und Jonas Riecke, also neben Max Pregler gleich zwei Linkshändern im Rückraum, starteten die Nordhessen etwas unruhig in die Partie. Da passte nicht jeder Laufweg und nicht jeder Pass kam an. Ganz anders die Gastgeber, bei denen die Schlagwurf-Abteilung mit Ante Grbavac und Jan-Philipp Valda sofort auf Volldampf arbeitete. Obwohl Kim Hüter in den ersten Spielminuten gleich drei Bälle parierte, war der TVH nach acht Minuten mit 6:4 vorn.
Erst mit etwas Verspätung fand auch die MT 2 ins Spiel. Glich durch Riecke aus, übernahm durch Jakob Königs Tempogegenstoß und Riecke zum 6:8 (12.) sogar die Führung. Was zu Beginn noch seinen Weg ins Melsunger Tor fand, landete mit zunehmender Spieldauer auch ohne Hüters Zutun vermehrt neben dem Kasten. Auf der anderen Seite klingelte es regelmäßig, Bruno Eickhoff erhöhte mit seinem zweiten Treffer auf 8:11 (18.).
Geschenkt wurde sich gegenseitig nichts, auch wenn es für beide um nicht mehr viel ging. Als Jose Resende und Max Pregler im Kampf um einen Abpraller zu sehr in den Infight gingen, durften sich beide für zwei Minuten abkühlen, kurz darauf ging Andreas Schneider nach überhartem Einsteigen gegen König. Viel Platz auf dem Feld, Kevin Trogisch stellte per Siebenmeter auf 11:14 (24.) und Hüter glänzte mit einer Doppelparade gegen Resende und Robin von Lauppert. Eine mittlerweile beruhigende Führung, die Riecke zur Pause sogar noch auf vier aufstockte.
Nach Wiederbeginn ging es schnell. Zwar gehörte der erste Jubel Grbavac, doch danach war gleich dreimal die MT 2 dran. Oder besser: Lian Kopeinigg war dran. Dreimal nämlich am Stück zum 14:20 (33.). Und nach zweimal Eickhoff stand’s sogar 16:23 (37.). Das roch nicht nur nach einer frühen Vorentscheidung, sondern war schon eine. Weil Eickhoff kaum zu kontrollieren war und wenn, dann zog er Siebenmeter, die Trogisch verwandelte – 19:27 (43.).
Mit dieser Führung im Rücken schlichen sich dann doch ein paar technische Fehler ein. Kurzzeitig musste auch Eickhoff mit zerfetztem Trikot raus, doch kaum zurück auf dem Feld war er sofort wieder im Bilde und zeichnete verantwortlich für das 24:29 (48.). Sein Einsatz war auch in der Deckung gefragt, weil Jason Wilfer nach einer etwas zu harten Aktion gegen Valda glatt Rot sah (49.). Lange dauerte es jedoch nicht, dann war auch Melsungens Kreisläufer draußen. Er hatte beim Wurfversuch Homburgs Fabian Schommer im Gesicht erwischt.
Trotzdem brannte in den verbleibenden zehn Minuten nichts mehr an. Das lag an einer doppelten Zeitstrafe gegen den TVH. Jan-Ole Schimmel sollte runter, Keeper Schommer kommentierte das in einer Aert, die die Referees nicht duldeten. Es war durchaus was los im Saarland, auch wenn es um nichts mehr ging. Zwischenzeitlich waren die Hausherren sogar nach Valdas 27:30 (55.) nochmal fast in Schlagdistanz. Das bügelte Kapitän Martin Reinbold aber aus und machte mit seinem 27:32 (57.) den Sack zu. Der Rest war Schaulaufen,
Statistik
TV Homburg: Schommer (12 Paraden / 29 Gegentore), Becker (1 Tor / 2 P. / 6 G.); Birster, Grbavac 4, Altmeyer 3, Resende 5/4, von Lauppert 1, Schimmel, Schäfer 3, Almeida, Schneider 2, Valda 12 – Trainer Pedro Vieira.
MT Melsungen 2: Hüter (9 P. / 14 G.), Büde (1 P. / 7 G.), Krawczyk (1 P. / 10 G.); Riecke 6, Altena 1, Reinbold 1, Wöhler, König 3, Lüder, Pregler 2, Wilfer, Trogisch 7/6, Andrei 2, Kopeinigg 7, Eickhoff 6 – Trainer Florian Weiß.
Schiedsrichter: Christian Staszak / Stefan Walter (Schmelz / Karlsruhe) – Zeitstrafen 12 : 8 Minuten – Disqualifikation: Wilfer (MT 2, Foul 48:44) - Strafwürfe 4/4 : 6/6 - Zuschauer: 128.
Verlauf: 1:0 (2.), 3:1 (5.), 6:4 (8.), 6:8 (12.), 8:11 (18.), 11:14 (24.), 13:17 (Halbzeit) – 14:20 (33.), 17:24 (38.), 19:27 (43.), 24:28 (48.), 27:30 (55.), 31:35 (Ende).