
Gemeinsam für eine saubere Fulda: Mehr als 75 Helferinnen und Helfer beteiligten sich am diesjährigen FuldaCleanUp in Melsungen – darunter zahlreiche MT Talents.
Zu Hause räumen die jungen Handballer der MT Talents bestimmt in schöner Regelmäßigkeit auf. Am Melsunger Fulda-Ufer allerdings auch einmal im Jahr. Vergangenen Samstag war es wieder so weit: Der FuldaCleanUp 2026 stand auf dem Programm. Ein alljährlicher Aktionstag, der bundesweit Anfang September genutzt wird, um die Ufer der Flüsse von Müll zu befreien und aufzusammeln, was in der Natur eigentlich nichts zu suchen hat.
Wie schon 2025 fanden sich unter der Koordination von Melsungens Klimaschutzmanager Frank Jungheim mehrere Gruppen zusammen, um auf unterschiedlichen Wegen von Plastik über Metall bis hin zu Zigarettenkippen alles aufzuklauben, was sich entlang der Fulda im Laufe der Zeit angesammelt hat. Während die Micha-Lokalgruppe Malsfeld beispielsweise in Paddelbooten vom Wasser aus am Flussrand aktiv wurde, durchkämmten die MT Talents gut erreichbare Uferbereiche und Gebüsche zwischen dem Kreisel am Ortseingang Melsungen bis hinter die St.-Georgs-Brücke.
Gemeinsam Verantwortung vorleben
„Als MT Melsungen wollen wir nicht nur über Verantwortung sprechen, sondern sie vorleben. Mit der Teilnahme am FuldaCleanUp möchten wir gemeinsam mit unseren MT Talents ein Zeichen setzen, Bewusstsein schaffen und zeigen: Jeder kann etwas bewegen. MT Herzenssache bedeutet für uns, über die Anforderungen der Bundesliga hinauszugehen – aus Überzeugung und aus unserem eigenen Selbstverständnis heraus. Die Arbeit mit der Jugend ist hierbei einer unserer Schwerpunkte“, sagt Kerstin Lidgett, seit dreieinhalb Jahren verantwortliche Nachhaltigkeitsmanagerin der MT Melsungen.
Der FuldaCleanUp ist allein deshalb ein guter Ansatz, weil gerade das Wasser auf unserem Planeten ein lebenswichtiges, aber auch gefährdetes Gut darstellt. „Der Anteil von Plastik in den Weltmeeren nimmt immer mehr zu“, sagt Frank Jungheim. Was liegt da näher, als das heimische Gewässer und seine Ufer von eben jenem Kunststoff sowie anderem Unrat zu befreien? Verpackungen, Flaschen, Tüten, aber auch weggeworfene Zigarettenkippen und allerlei weitere, teils kuriose Artefakte menschlicher Achtlosigkeit wanderten in die Müllsäcke der MT Talents.
Mehr als 75 Teilnehmende sammelten rund 150 Kilogramm Müll
Die waren, angeführt von MT-Jugendkoordinatorin Ivonne Hildebrand, mit Spielern der A- und B-Jugend in diesem Jahr in doppelter Mannschaftsstärke angetreten. Erfreulich, dass sogar einige E-Jugendliche in Begleitung ihrer Eltern ihren Beitrag für die Umwelt leisten wollten. Vom Ordnerteam der MT Talents hatte Jürgen Albert sein Patenkind Piet mitgebracht. Und Piet demonstrierte direkt, wie weit selbst bei den Jüngsten die Sinne schon geschärft sind: „Das kann ich nicht in den Müllsack stecken, das ist doch Elektroschrott“, sagte der Steppke vollkommen richtig nach seinem Fund eines entsorgten E-Verdampfers im Gebüsch.
Unter dem Strich waren es mehr als 75 Teilnehmende bei der Aktion in und um Melsungen, davon knapp die Hälfte mit MT-Talents-Bezug, wie Jungheim erfreut feststellte. Rund 150 Kilogramm Müll wurden gesammelt! Was darüber hinaus positiv stimmte: „Diesmal fehlten die spektakulären Funde wie das 11-kg-Rohr und die Autoablage im vergangenen Jahr. Die Fuldaufer sahen in weiten Teilen schon aufgeräumter aus“, sagte Melsungens Klimaschutzmanager. Ein klarer Beleg für die Nachhaltigkeit des FuldaCleanUp, den die MT Talents sicher auch bei künftigen Aufrufen in ihrer Agenda behalten werden. (Michael Koch)



