Europapokal / 21.10.2026

MT muss gewinnen

Herzblut auf den Rängen: Junge Fans feuern die MT-Profis an. (Archivfoto: Käsler/MT)

Die fünfte Partie in der Gruppenphase der EHF Champions League ist für die MT Melsungen wie ein Endspiel. Sie muss gewinnen, um die Chance aufs Weiterkommen zu wahren.

Wenn am Donnerstag Orlen Wisla Plock in der Rothenbach-Halle gastiert, ist die MT Melsungen zum Siegen verdammt, wenn sie die Hauptrunde der Champions League erreichen möchte. Anwurf ist um 18.45 Uhr. Karten gibt es noch, und zwar online über den MT-Ticketshop, im MT MarkTplatz, in den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.

Der Blick auf die Ausgangslage der Gruppe B verrät außerdem, dass der nordhessische Handball-Bundesligist den polnischen Top-Klub mit mindestens zwei Toren Unterschied bezwingen muss, um im direkten Vergleich die Nase vorn zu haben. Wir erinnern uns: Das Hinspiel in Polen Mitte September entschied Wisla Plock denkbar knapp 25:24 für sich. Anders als in früheren Jahren spielt es keine Rolle, wer auswärts mehr Tore erzielt hat. 

Der Modus

Und apropos Modus: Aus der Vierergruppe erreichen der Erst- und Zweitplatzierte die Hauptrunde. Die Mannschaften auf den Plätzen drei und vier rutschen in die European League ab und starten dort im Sechzehntel-Finale. Für Vardar Skopje, das in der Gruppe B abgeschlagen mit null Punkten auf dem letzten Rang steht, hat sich das Thema Hauptrunde schon jetzt erledigt.

Die MT rangiert mit vier Zählern auf dem dritten Platz, davor liegen Plock und der HBC Nantes mit jeweils sechs Punkten. Infolge der hohen Niederlage der MT in Nantes haben die Franzosen das direkte Duell mit den Nordhessen für sich entschieden. Die Sache mit dem direkten Vergleich wird wichtig, wenn nach Abschluss der Gruppenphase zwei Teams die gleiche Punktzahl haben. Dann wird die Reihenfolge nach diesen Kriterien bestimmt:

  1. Anzahl der Punkte aus den Spielen der beiden betroffenen Mannschaften gegeneinander;
  2. Tordifferenz aus den Spielen der beiden betroffenen Mannschaften gegeneinander;
  3. Tordifferenz aus allen Spielen der Gruppe;
  4. höhere Anzahl an erzielten Toren in allen Spielen der Gruppe.

An dieser Stelle könnten wir mit Rechenspielchen und Was-wäre-wenn-Szenarien loslegen. Zum Beispiel, dass der MT ein Sieg gegen Plock und ein Unentschieden gegen Vardar für den Einzug in die Hauptrunde genügen würde, sofern Nantes seine letzten beiden Gruppenspiele verliert. Kniffliger wird es dann – und diese Konstellation ist nicht ausgeschlossen, wenn nach dem abschließenden Spieltag drei Mannschaften die gleiche Punktzahl haben. Dann wird die Reihenfolge wie folgt ermittelt: 

  1. Anzahl der Punkte aus den Spielen der betroffenen Mannschaften untereinander; 
  2. Tordifferenz aus den Spielen der betroffenen Mannschaften untereinander; 
  3. höhere Anzahl an erzielten Toren in den Spielen der betroffenen Mannschaften untereinander; 
  4. Tordifferenz aus allen Spielen der Gruppe; 
  5. höhere Anzahl an erzielten Toren in allen Spielen der Gruppe. 

Und da soll noch einer sagen, Handball sei ein unkomplizierter Sport. Für die MT bedeutet die Ausgangslage jedenfalls, dass sie das Weiterkommen nicht mehr in eigener Hand hat und auf passende Ergebnisse der Konkurrenz hoffen muss. Am Donnerstagabend nach dem Spiel gegen Wisla Plock wissen wir zumindest ein bisschen mehr. (RL)


Hinspiel: Wisla Plock – MT Melsungen 25:24 (13:15)

Schiedsrichter am Donnerstag: Bojan Lah / David Sok (Slowenien); EHF-Delegierter: Alin-Sergiu Cirligeanu (Rumänien)

Hallenöffnung: Die Rothenbach-Halle öffnet um 17.15 Uhr. 

Live: Dyn beginnt mit der Live-Sendung um 18.35 Uhr.

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