
Tolle Nachricht für die MT Melsungen: Der nordhessische Verein erhält von der DAIKIN Handball-Bundesliga das Jugendzertifikat 2026.
Seit 2008 vergibt die Handball-Bundesliga das Gütesiegel für nachhaltige und qualitativ herausragende Nachwuchsarbeit im deutschen Profihandball. Wie schon in den zurückliegenden Jahren gehört die MT Melsungen erneut zu den zertifizierten Vereinen.
Logisch, dass sich der nordhessische Handball-Bundesligist darüber freut: „Dieses Zertifikat ist uns sehr wichtig“, sagt Axel Renner, MT-Vorstand Strategie, Nachwuchs und regionale Kooperationen. Zumal die Auszeichnung auch eine Bestätigung der bislang geleisteten Arbeit darstelle. Zugleich sei das Zertifikat ein Ansporn, den Nachwuchs intensiv und langfristig zu fördern: „Die Jugend liegt uns extrem am Herzen, und wir wollen diesen Bereich auch in Zukunft weiter ausbauen“, sagt Renner.
Insgesamt 15 der 18 HBL-Vereine erhalten das Jugendzertifikat 2026, weil sie „die anspruchsvollen Kriterien“ erfüllen, wie es in einer Pressemitteilung der HBL heißt. Demnach unterstreichen die aktuellen Erfolge der Nachwuchsmannschaften des Deutschen Handballbunds die herausragende Arbeit der Nachwuchsleistungszentren der Bundesligaklubs, ebenso wie die hohe Bedeutung der Kriterien, die das Jugendzertifikat vorgibt. So blicke der deutsche Handball auf eines der erfolgreichsten Jahre seiner Nachwuchs-Nationalmannschaften zurück: Die U17 und die U19 wurden Weltmeister, bei der U21-Weltmeisterschaft erreichte das deutsche Team nach dem Titelgewinn 2023 einen starken 5. Platz.
Die drei nicht zertifizierten Klubs sind die aus Eisenach, Wetzlar und Minden. Diese Vereine zahlen in einen Fond ein, der Projekten zugutekommt, die die Nachwuchsarbeit im Handballsport allgemein fördern.
Zum Jugendzertifikat:
Ziel des 2008 erstmals vergebenen Jugendzertifikates ist die Sicherung der qualitativen und kontinuierlichen Fort- und Weiterentwicklung von Talenten in den Profivereinen. Junge Handballer sollen sich so zu Leistungsträgern und Spitzenspielern in den beiden Bundesligen sowie perspektivisch zu Nationalspielern entwickeln können.
Im Vergabeverfahren werden Kriterien geprüft, wie beispielsweise Anstellungsverhältnisse und Qualifikationen der verantwortlichen Nachwuchstrainer und Nachwuchstrainerinnen, Schulkooperationen zur Umsetzung von Vormittagstrainingseinheiten sowie zur individuellen Förderung der besonders förderungswürdigen Nachwuchstalente. Vergeben wird das Jugendzertifikat jährlich von der Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga. Die Grundlage für die Entscheidungen bilden die Stellungnahmen des Zertifizierungsausschusses, der sich personell aus Frank Bohmann (Geschäftsführer HBL GmbH), Jochen Beppler (Chef-Bundestrainer Nachwuchs, DHB) und Marie Küppers (Spielorganisation, Sportentwicklung, Lizenzierung HBL GmbH) zusammensetzt. (RL)