Bundesliga / 23.04.2026

MT behält Punkte aus Minden-Spiel

Hand drauf: Der Einspruch von GWD Minden ist vom Tisch. (Foto: Käsler/MT)

Gute Nachricht für die MT Melsungen: GWD Minden hat den Einspruch gegen die Wertung des Spiels vom 10. April zurückgezogen.

Damit behält der nordhessische Handball-Bundesligist die zwei Punkte aus dem 32:28 (15:16)-Heimsieg gegen die abstiegsbedrohten Mindener. Die Gäste hatten im Anschluss an die Partie des 28. Spieltages Einspruch gegen die Wertung eingelegt. Dieser Einspruch wurde nun aufgrund geringer Erfolgsaussichten zurückgenommen.

Der Protest von GWD Minden bezog sich auf eine Szene aus der siebten Spielminute. Philipp Vorlicek erzielte beim Stand von 4:1 einen Treffer, der trotz Nutzung des Videobeweises der beiden Schiedsrichter Frederic Linker und Sascha Schmidt nicht gegeben wurde. Das Gespann entschied zunächst auf Tor. Der Ball lag allerdings neben dem Tor, deshalb überprüften Linker/Schmidt die Szene per Videobeweis und nahmen schließlich den Treffer zurück.

Wie sich später herausstellte, griffen die Unparteiischen nicht auf alle zur Verfügung stehenden Perspektiven zurück. Der Deutsche Handballbund (DHB) schrieb tags darauf: „Der Deutsche Handballbund nimmt Stellung zu einem Schiedsrichterfehler in der Partie MT Melsungen gegen GWD Minden im Freitagabendspiel des 28. Spieltags der DAIKIN Handball-Bundesliga.“ Für die Überprüfung der beschriebenen Szene habe das Schiedsrichter-Gespann die Bilder einer seitlichen Torlinien-Kamera gewählt, „anstatt Bilder der Kameras, die links und rechts oben im Tor platziert sind. Der Videobeweis hat technisch funktioniert, die Wahl der Kameras war ein Fehler des Schiedsrichter-Gespanns.“

Trotz des nicht gegebenen Treffers gingen die Gäste mit einer 16:15-Führung in die Pause und legten zu Beginn des zweiten Durchgangs sogar das 17:15 nach. Dank einer fulminanten Schlussphase entschied die MT Melsungen das Spiel für sich und gewann 32:28. Daran gibt es nun nichts mehr zu rütteln. (RL)

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