3. Liga / 11.10.2026

MT 2 verpasst den Befreiungsschlag

Elias Wöhler war der Motor der Aufholjagd in der zweiten Hälfte, setzte sich in dieser Szene gegen Hagens Arne Quittmann durch (Foto: Heinz Hartung)

Die nächste Niederlage nach gutem Spiel und großem Kampf. Mit 31:33 (14:17) unterlag die MT Melsungen 2 dem VfL Eintracht Hagen 2 in der 3. Liga Nord-West. War dabei bis auf kurze Phasen praktisch ebenbürtig, stand aber nach dem Schlusspfiff erneut mit leeren Händen da.

Es ging hoch und runter in den ersten zehn Minuten. Tor hier, Tor dort, immer schön abwechselnd. Hagen legte dabei jeweils vor, so dass diese Folge erst zu ihren Gunsten unterbrochen wurde, als erst Leander Altena einen Wurf krachend an den Pfosten setzte und im Gegenzug Arne Quittmann das 5:7 (11.) erzielte. Benjamin Fitozovic bügelte das mit dem Ausgleich in Unterzahl noch einmal aus, dann folgten reihenweise Fehlwürfe. Nicht so bei den Gästen, die über Jorit Reshöft und den auch im weiteren Verlauf der Partie nie zu bändigenden Tom-Leon Bauernfeind innerhalb von nur vier Minuten aus 8:12 davonzogen.

Ein Rucksack, den die Nordhessen fortan nicht nur mitschleppten, sondern der durch Phillip Sekowskis 10:15 (24.) noch schwerer wurde. Doch das war auch der Zeitpunkt, wo der Trotz sich seinen Weg nach draußen suchte. Chancen herausgespielt in Hülle und Fülle, mit der Einwechslung von Jannik Büde für den bis dahin glücklosen Kim Hüter endlich ein Gegenpart zum ganz starken Tjorven Knackstedt im VfL-Kasten. Die inzwischen zum dritten Mal umgestellte Innenverteidigung mit nun Max Pregler neben Jason Wilfer blockte besser und vorn drehte Elias Wöhler auf. Sein 14:16 kurz vor der Pause konterte zwar Phil Kauert, aber insgesamt hatten die Melsunger spieltechnisch mehr als nur aufgeschlossen.

Einen weiteren Einbruch gab es nach Wiederbeginn. Erst musste René Andrei für zwei Minuten raus, als eigentlich Pregler der Sünder war, dann erwischte es kurze Zeit später Jakob König. Nein, die MT 2 war absolut nicht unterlegen. Trotzdem stand es alsbald erneut minus fünf, als Bauernfeind, wer sonst an diesem Nachmittag, das 16:21 (39.) machte. Das konservierte Kauert zum 18:23 (42.). Die Außen der Hagener waren in allerbester Torlaune, die der Melsunger leider ganz und gar nicht. Klar, König läutete die Aufholjagd ein und Fitozovic schloss sie mit dem 24:25 (51.) vorerst ab. Dazwischen aber wirbelte und glänzte Wöhler mit zwei eigenen Treffern und einem Traumpass auf Wilfer am Kreis.

Es war die Phase einer bärenstarken Willensleistung. Siebenmeter für Hagen, Büde raus, der anfangs fast verzweifelte Hüter wieder rein – und hielt prompt gegen Kauert. Die MT 2 im Flow, folgerichtig mit Pregler, der eigentlich nur in der Abwehr eingesetzt werden sollte, jetzt aber die erste Welle mitging. Und dabei den nächsten Anschluss herstellte, gefolgt von Altenas 27:27 (55.). Was leider der Schlusspunkt aller Melsunger Glanzlichter war. Denn einmal mehr ging die Konzentration runter, Altena ließ nur das Aluminium vibrieren, Hagen dagegen zog unbarmherzig durch. Drei Tore in Folge, zwei davon durch Bauernfeind, das war’s dann zwei Minuten vor dem Ende. (Michael Koch)

Statistik

MT Melsungen 2: Hüter (4 Paraden / 24 Gegentore), Büde (4 P. / 9 G.); Altena 7, Reinbold, Prinz 1, Botte, Wöhler 6, König 5/3, Fitozovic 4, Pregler 2, Wilfer 5, Kremser, Andrei, Duketis 1 – Trainer Florian Weiß.

VfL Eintr. Hagen 2: Knackstedt (12 P. / 30 G.), Brockmeyer (bei einem Siebenmeter, 0 P. / 1 G.); Strugies 2, Reshöft 5, Löffler, Flüs, Kauert 7/2, Trute 2, Bauernfeind 11, Düren 1, Pogorzalski, Quittmann, Schneider, Sekowski 5 – Trainer Valentin Schmidt.

Schiedsrichter: Benjamin Scheld / Zeki Kaplan (Hüttenberg / Wiesbaden) – Zeitstrafen 10 : 4 Minuten – Strafwürfe 3/3 : 3/2 - Zuschauer: 110.

Verlauf: 0:1 (2.), 2:3 (6.), 5:7 (11.), 8:12 (17.), 10:15 (24.), 14:17 (Halbzeit) – 15:19 (35.), 17:22 (39.), 23:24 (48.), 24:26 (51.), 27:27 (55.), 27:30 (58.), 29:31 (59.), 31:33 (Ende).

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