3. Liga / 29.08.2026

MT 2 punktet zum Auftakt doppelt

Bejubelten den ersten Sieg der neuen Spielzeit: Felix Hillwig, Rene Andrei, Tim Botte, Jakob König, Kim Hüter und Leander Altena (Foto: Heinz Hartung)

Mit 35:31 (17:14) holte die MT Melsungen 2 ihre ersten beiden Zähler der neuen Saison in der 3. Liga Nord-West gegen die HSG Varel. Zeigte dabei eine von Anfang bis Ende couragierte Leistung und ließ sich auch von einer Vielzahl an Unterzahlsituationen nicht aus der Spur bringen.

Das war intensiv! Abtasten? Gab es nicht. Stattdessen volle Pulle – auf beiden Seiten. Mit Vorteilen zunächst einmal bei den Gästen, die in Frederick Lüpke einen ganz starken Rückhalt zwischen den Pfosten hatten. Die ersten drei Bälle waren seine, eher Rene Andrei mit dem 1:2 (5.) der erste MT2-Treffer der Saison gelang. Auch da war Lüpke zumindest dran. Doch weil auf der anderen Seite Kim Hüter nicht weniger herausragend reagierte, war dessen vierte Parade die Ausgangsaktion zu Jason Wilfers 5:5-Ausgleich. Alles offen nach zehn Minuten.

Die erste Melsunger Führung machte Kevin Trogisch zum 7:6 (14.) klar, der zweite Linkshänder neben Spielmacher Leander Altena im Melsunger Rückraum. Eine taktische Variante, mit der die HSG so ihre Probleme hatte. Aber die Gäste blieben dran, wenngleich sich die MT 2 von der Anfangsnervosität löste und mit einigen feinen Varianten zu gefallen wusste. Der ganz lange Pass von Rene Andrei, fast an der rechten Auslinie stehend, auf Linksaußen Dino Duketis zum 9:8 (19.) war eine davon.

Packend, weil ungemein kämpferisch, blieb es. Alle Hände deshalb voll zu tun für das gute Schiri-Gespann. Acht Hinausstellungen allein im ersten Durchgang, trotzdem alles im Rahmen. Melsungen war zwar häufiger in der Unterzahl, stellte sich aber besser auf die Bedingungen ein. Und zog über Altenas 12:10 (23.) und Felix Hillwigs 15:12 (27.) leicht davon. Diese drei Tore Abstand hatten bis zur Pause Bestand.

Auch noch nach Wiederbeginn. Hüter hielt seine Quote, parierte unter anderem gegen den völlig frei vor ihm auftauchenden Till Braren. Vorn kam mit der Hereinnahme von Elias Wöhler frischer Wind, von ungewohnter linker Rückraumposition gelang ihm das zwischenzeitliche 20:16 (33.). Kurz holte sich Varel durch Noah Duris zum 20:18 den Anschluss zurück, aber Altena und Duketis reagierten umgehend – natürlich unterstützt von Hüter. Auch die Unparteiischen blieben auf der Höhe und ihrer Linie treu: Nach kurzem Scharmützel gingen Trogisch und Duris gleich gemeinsam runter, kurz darauf folgte Andrei.

Wie schon vor der Halbzeit kam die MT 2 wesentlich besser mit den Gegebenheiten klar. Mit einem weniger auf dem Feld hatte man sogar den Eindruck, dass die Abwehr umso konsequenter dicht machte. Fast logische Konsequenz, weil der Zug vorn unvermindert drinblieb: Jason Wilfer baute auf 25:18 (43.) aus. Fast acht Minuten ohne Gegentor – ganz stark. Da wollte dann auch der Erfahrenste nicht zurückstehen, Martin Reinbold traf doppelt zum 27:21 (47.). Der Vorsprung hielt, Varel gab sich noch längst nicht geschlagen.

Sogar mit dem siebten Feldspieler versuchte es die HSG in den letzten zehn Minuten. Kam auch durch Duris auf vier Tore heran, fand aber immer wieder in Kim Hüter ihren Meister und Spielverderber. Und natürlich auch in Rene Andrei, der das Leder aus gut zehn Metern mit Urgewalt zum 30:25 (54.) ins linke obere Dreieck zimmerte. Max Pregler tat es ihm zweieinhalb Minuten vor Abpfiff zum 32:27 nach rechts unten gleich, damit war die Messe dann gelesen und half Varel auch keine offene Manndeckung mehr. Die ersten beiden Punkte der MT Melsungen 2 in der neuen Saison waren im Sack.

Statistik 
MT Melsungen 2: Hüter (15 P. / 31 G.), Büde (n. e.); Altena 6, Reinbold 2, Prinz, Botte, Wöhler 3, König, Fitozovic 1, Hillwig 1, Pregler 2, Wilfer 6, Trogisch 4/2, Kremser, Andrei 6, Duketis 4 – Trainer Florian Weiß.
HSG Varel: Lüpke (11 Paraden / 35 Gegentore), Legermann (n. e.); Beck 4, Braren 7, Dominikovic, Bruhnken, Egsgaard, Fink, Bachmann 3, Duris 5, Hoppe 5, Menne 2, Heelis 1, Riksten, Sanders 4 – Trainer Christoph Deters.
Schiedsrichter: Thomas Sistermanns / Hendrik Bier (Korschenbroich) – Zeitstrafen 18 : 10 Minuten –Strafwürfe 2/2 : 1/1 - Zuschauer: 88.

Verlauf: 0:2 (4.), 1:4 (7.), 5:5 (10.), 7:6 (14.), 9:9 (20.), 12:10 (23.), 15:12 (27.), 17:14 (Halbzeit) – 19:16 (32.), 20:18 (36.), 25:18 (43.), 28:22 (48.), 29:25 (52.), 31:27 (57.), 35:31 (Ende).

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