Bundesliga / 25.09.2026

Mensing und die nächste Runde gegen die Löwen

Fulle Power im rechten Arm: Aaron Mensing präsentiert sich aktuell in prächtiger Form. (Foto: Kohlhausen/MT)

Die MT Melsungen verschlägt es am 6. Spieltag der Opel Handball-Bundesliga nach Mannheim. Dort treffen die Nordhessen am Samstag auf die Rhein-Neckar Löwen.

Die Begegnung in der SAP-Arena beginnt um 20 Uhr und ist live zu sehen beim Streamingdienst Dyn.

Rhein-Neckar Löwen – da war doch was? Richtig: Erst am Dienstag standen sich die Teams in der 2. Runde des DHB-Pokals gegenüber. Es lässt sich also mit Fug und Recht behaupten, dass die MT am Samstagabend auf keinen Unbekannten trifft. „Ja, das ist schon eine verrückte Konstellation“, sagt Aaron Mensing. Nach dem hart erkämpften Einzug ins Achtelfinale ist sich der MT-Rückraumlinke sicher, dass es jetzt in Mannheim nicht einfacher werde: „Wir haben am Dienstag in Kassel gesehen, wie gut und intensiv die Löwen spielen. Das ist eine starke Mannschaft.“

Aber natürlich fährt das Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo ins Badener Land, um dort etwas mitzunehmen. Der erfolgreiche Kraftakt am Dienstag sei auf jeden Fall gut für die Mentalität und das Selbstvertrauen, sagt Mensing, der sich derzeit in prächtiger Form präsentiert. Am 3. Spieltag in Gummersbach platzte beim 28 Jahre alten Profi der Knoten – neun Tore schenkte er Anfang September dem VfL ein. Seitdem läuft’s. Auch jetzt im Pokal gegen die Löwen übernahm der Deutsch-Däne in der Schlussphase Verantwortung und pfefferte den Ball mehrmals mit Schmackes ins Netz. 

Der Mann mit dem unglaublichen Wumms erinnert sich an die Vorsaison, als er im März nach langer Verletzungspause zurückkam. In den verbliebenen Monaten „habe ich in Bezug auf Tore und Quote meine beste Saison gespielt“. Daran wollte er in dieser Spielzeit unbedingt anknüpfen. Er sehe sich momentan auf einem ähnlichen Niveau, sagt Mensing: „Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern. Aber ich bewege mich in eine Richtung, in die ich hinmöchte.“  

Was fernab von Treffsicherheit und Wurfgewalt außerdem auffällt: Mensing findet Gefallen daran, Johannes Golla zu bedienen. Bereits mehrere Tore des Kreisläufers wurden vom Halblinken mit feinem Zuspiel vorbereitet. Sie hätten sich schon aus Flensburger Zeiten gekannt, sagt Mensing: „Aber ja, wir haben uns in den vergangenen Wochen gefunden, das Zusammenspiel funktioniert immer besser.“ Damit meint er nicht nur die Pässe. Für seine Art zu spielen sei es extrem wichtig, dass der Kreisläufer die Sperren hält – und auch das klappe in der Regel wunderbar.

Wie er und seine Teamkollegen aktuell von Spiel zu Spiel hetzen, habe er in dieser Form noch nicht erlebt, zumal die Begegnungen zuletzt allesamt Highlight-Charakter besaßen: „Champions League auswärts, Top-Spiel in der Liga und K.o.-Spiel im Pokal und das alles in sechs Tagen – das ist schon brutal“, sagt Mensing. Immerhin bleibe kaum Zeit, darüber nachzudenken. Wichtig sei nur, dass der Körper funktioniert. 

Und das soll er auch am Samstag in der SAP-Arena. Mensing jedenfalls ist bereit für die nächste Runde gegen die Löwen. (Robin Lipke)


Bilanz MT – Rhein-Neckar Löwen
42 HBL-Spiele, 10 Siege MT, 31 Siege RNL, 1 Remis
7 DHB-Spiele, 1 Sieg MT, 6 Siege RNL
Letzter Vergleich:
22.09.26, DHB, MT – RNL 35:33 n.V.

Schiedsrichterinnen in Mannheim: Sophia Janz (Köln) / Rosana Sug (Wiehl). Spielaufsicht: Frank Wenz.

Infos zum Gegner:hier

Spielort: SAP-Arena in Mannheim

Live: Die Übertragung bei Dyn beginnt um 19.45 Uhr. Kommentator ist Alexander Kunz. 

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