3. Liga / Talents / 06.03.2026

Max Pregler im Dauereinsatz

Daumen hoch: Max Pregler ist als Trainer der B-Jugend und als Spieler der MT 2 im Einsatz. (Foto: Hartung/MT)

Erst am Freitagabend mit der 2. Mannschaft in Kelkheim, direkt am Samstag mit der B-Jugend in Bremen – Max Pregler ist an diesem Wochenende im Dauereinsatz.

Freitagabend als Spieler mit der MT Melsungen 2 in der 3. Liga Süd-West zur TSG Münster (Anwurf 20.15 Uhr in der Sporthalle der Eichendorffschule in Kelkheim), Samstagmittag als Trainer mit der B-Jugend in der Jugendbundesliga zum ATSV Habenhausen (Anwurf 16.30 Uhr, Hinni-Schwenker-Halle in Bremen): Max Preglers Programm ist in diesen Tagen stramm, um es vorsichtig auszudrücken. 

Wir haben vor dem Wochenende mit dem Routinier ausführlich über seine persönliche Belastung, ebenso wie über die sportlichen Perspektiven beider Mannschaften, gesprochen.

Max, B-Jugend Bundesliga-Trainer, im Herbst reaktiviert als Spielmacher der MT 2, letzte Woche Europapokal mit den Profis, dazu auch noch im Team des Hessischen Handballverbandes als Stützpunkttrainer Nord. Du warst zuletzt ziemlich ausgelastet in Sachen Handball, oder?

Ja. Es war, vor allem im Dezember und Januar, ziemlich schwer, alles unter einen Hut zu bekommen. Wir haben in der Zeit aber gute Lösungen gefunden und besonders Finn Lemke und Flo Weiß, aber auch alle im Verein Beteiligten haben mich dabei sehr unterstützt. Seit Februar habe ich meine Stunden an der Arbeit etwas reduziert, sodass ich jetzt alles gut bewältigen kann. Dass das funktioniert, dafür bin ich meinem Arbeitgeber sehr dankbar. Vor allem habe ich mit meiner Freundin einen sehr starken Rückhalt zu Hause, sodass ich meine Prioritäten überwiegend auf den Handball legen konnte.

Du hattest eigentlich die Spielerkarriere schon beendet. Was sagt der Körper zur zurückgekehrten sportlichen Belastung?

Am Anfang musste ich erstmal wieder reinkommen. Das hat jedoch sehr gut geklappt in Absprache mit Flo Sölter, unserem Leiter für Athletik und Medizin, sowie den Athletiktrainern und Physios. Mittlerweile fühle ich mich relativ fit, trotzdem gibt es sicherlich noch ein paar Defizite, die wir etwas aufarbeiten müssen.

Beschäftigst du dich schon mit der Frage, ob du beide Schienen, Trainer und Spieler, über den Sommer hinaus fortführen willst? 

Wir sind gerade in Gesprächen und schauen, wie wir das am sinnvollsten gestalten können. Das Ganze muss gut geplant werden, damit auch wirklich kein Bereich unter der Aufteilung leidet. Es wird sich in den nächsten Wochen entscheiden, wie es nächste Saison für mich weitergeht.

Am Wochenende hast du gleich zwei Auswärtseinsätze, es kommen Fahrten am Freitag Richtung Frankfurt, am Samstag Richtung Bremen auf dich zu. Wie bewältigst du da für dich die jeweilige Vorbereitung?

Es gibt diese Wochenenden, an denen man viel unterwegs ist. Allerdings kann man die Zeit gut nutzen, um notwendige Dinge als Trainer zu erledigen: Videos schneiden, Trainingseinheiten planen, Gespräche führen. Sodass die Zeit der Fahrten auch gut genutzt werden kann. Leiden tut etwas das Privatleben. Meine Freundin kennt das aber und unterstützt mich, wie schon gesagt.

Zu den bevorstehenden Spielen: Kommt die MT 2 noch einmal unter Druck, weil die SGSH Dragons und auch Friesenheim-Hochdorf zuletzt überraschend gepunktet haben?

Uns war und ist jederzeit klar, dass wir immer noch im Kampf gegen den Abstieg sind. Wir haben aber noch das direkte Spiel gegen die Dragons und andere Partien, in denen wir unbedingt punkten müssen. Die Situation war letztes Jahr sehr ähnlich. Wir müssen jetzt einfach zeigen, was wir können und weiterhin alles geben.

Gegen Münster daheim habt ihr beim 23:23 euer vielleicht bestes Saisonspiel abgeliefert. Was nehmt ihr daraus mit nach auswärts?

Ja, wir haben im Hinspiel ein ordentliches Spiel gemacht und in vielen Phasen guten Handball gespielt. Wir müssen diesmal wieder kompakt und sicher in der Abwehr stehen, Bälle gewinnen und daraus schnelle und einfache Tore machen.

Münster war schon immer heimstark, hat aber von den letzten vier Spielen in eigener Halle nur eins gewonnen. Ist das ein zusätzlicher Ansporn für euch?

Es ist immer unangenehm, in Münster zu spielen. Wie oft sie jetzt vorher gewonnen oder verloren haben, spielt da keine Rolle. Wir müssen uns auf uns konzentrieren und unser Spiel durchziehen.

Mit der B-Jugend geht es in Habenhausen für dich sicher vorrangig schon um das Einspielen und Vorbereiten für die anstehende Bundesliga-Qualifikation, oder?

Das würde ich so nicht sagen. Letztes Jahr war die Planung da etwas anders, da die C-Jugendlichen schon früh fertig waren mit ihrer Saison. Dieses Jahr steht die C-Jugend aber sicher im Halbfinale um die Hessenmeisterschaft, was ein super Erfolg ist. Von daher spielen die Mannschaften weiterhin so zusammen wie bisher. Meine Jungs haben sich im Training sehr gut entwickelt, zeigen das aber leider noch zu selten in den Spielen. Wir wollen die Saison mit einem positiven Gefühl beenden.

Mit Ilias Rozko und Johannes Frank hast du gegen Lübeck trotzdem schon zwei C-Jugendliche ins Team geholt. Vor allem Rozko hat sich sehr schnell reingefunden, oder?

Ja, wir versuchen vereinzelt schon Jungs aus der C-Jugend bei uns spielen zu lassen. Viele trainieren auch schon bei uns mit. Ilias war jetzt zweimal schon mit dabei und macht seine Sache wirklich ordentlich. Wir haben viele gute Jungs in der C-Jugend, die nächstes Jahr zu uns aufrücken. Wir haben das Glück, dass viele von ihnen auch schon in der B-Jugend Regionalliga spielen und sich dort gut entwickeln.

Dein Spielmacher Philipp Kuhlen musste zuletzt verletzt aussetzen, ist er wieder dabei? Wie sieht es sonst personell aus?

Philipp wird vermutlich wieder mit dabei sein, genauso wie Lukas Schild, der uns länger gefehlt hat. Bei beiden müssen wir die Belastung noch etwas steuern, sodass wir Ilias auch wieder mitnehmen werden. Sonst sind soweit alle fit und können spielen.

Die Partie der MT Melsungen 2 bei der TSG Münster wird über die Plattform von Sporteurope.TV am Freitag ab 20.15 Uhr im Internet live übertragen. (Michael Koch)

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