Talents / 06.03.2026

Letztes Heimspiel für die A-Jugend

Pure Dynamik: Max Hermenau bestreitet mit seinem Team am Sonntag das letzte Heimspiel der Saison. (Foto: Hartung/MT)

Es ist für diese Saison der letzte Heimauftritt der A-Jugend in der 2. Jugendbundesliga Süd, wenn die MT Talents am Sonntag (Anwurf 15.30 Uhr) in der Stadtsporthalle die SG BBM Bietigheim empfangen.

Und es ist eine Pflichtaufgabe, diese Partie siegreich zu bestreiten, wenn das gesteckte Saisonziel erreichbar bleiben soll. „Ja, wir haben die Rückkehr in die 1. Liga noch in der eigenen Hand“, sagt Max Hermenau. Dann nämlich, wenn neben Bietigheim danach auch im abschließenden Auswärtsspiel der TVB Stuttgart geschlagen wird. Nur dann ist der Weg in die Qualifikationsrunde zum Aufstieg ohne Wenn und Aber offen. Nach zwischenzeitlich drei Niederlagen und der Gefahr, am Ende mit leeren Händen dazustehen, hat sich die Mannschaft um den kräftigen Mittelmann mit einem Sieg beim Spitzenreiter München selbst befreit.

„Das war ein super Spiel. Durch die Negativserie vorher sind wir als Außenseiter reingegangen, das hat Druck genommen. Geholfen hat uns die Anreise einen Tag vorher, dadurch konnten wir uns körperlich und mental optimal vorbereiten. In der Partie selbst haben wir eine klasse Abwehr gestellt, so dass wir nach vorn richtig frei aufspielen konnten“, schwärmt er noch immer von dieser kleinen Sternstunde. Mahnt aber auch an, dass man nun die Begegnung gegen Bietigheim nicht zu locker, sondern sehr ernst nehmen müsse. Nicht zuletzt durch die Lehren aus dem Hinspiel, als sich die Schwaben als streckenweise sehr unbequemer Gegner herausstellten.

Was insbesondere am torgefährlichen Angriffsduo Mattis Brantsch und Paul König lag, die allein 20 der insgesamt 26 SGBBM-Tore machten. Von ihnen ist auch beim Rückmatch die meiste Gefahr zu erwarten. Aber statt Sonderbehandlung setzt Hermenau, nicht zuletzt wegen der gerade erst in München gemachten Erfahrung, auf eine stabile Deckungsreihe im Kollektiv. Denn wenn die Schwaben mal in Schwung kommen, macht Hugo Jeannel das treffsichere Duo schnell mal zum Trio und kann das Zünglein an der Waage sein.

Der eigene Angriff macht da weit weniger Sorgen, auf den kann man sich bei den MT Talents in der Regel verlassen. Was zu einem guten Teil an Hermenau selbst liegt. Der ist zwar im Rückraum generell auf jeder Position einsetzbar, fühlt sich aber in der Mitte am wohlsten. „Da habe ich meine ganze Jugendkarriere schon gespielt und habe es selbst in der Hand, das Spiel zu bestimmen“, sagt er selbstbewusst. Und von da kann er auch perfekt in die Nahkampfzone vorstoßen, denn die Zweikampfstärke ist sein persönlicher Trumpf.

Was den Ahnataler mit seinem Positionskollegen Julian Kreile verbindet. Obwohl es in der Spielweise trotz aller Ähnlichkeiten kleinere Unterschiede gibt. „Julian ist eher der flinke Spieler, während ich mehr über meinen Körper komme. Generell würde ich sagen, dass unser Spiel am meisten im Tempo variiert, da ich eher der langsamere bin und Julian der schnellere“, analysiert der 18-Jährige die Unterschiede. Besonders unangenehm wird es für die Gegner, wenn beide zusammen wirbeln und zwischen zentralem und linkem Rückraum rochieren. Dann wird’s nämlich turbulent und sehr schwer auszurechnen.

Dass sie als kongeniales Gespann wegen der unterschiedlichen Geburtsjahre demnächst getrennt werden, beschäftigt Hermenau. Gefragt nach der Besonderheit des Aufeinandertreffens mit Bietigheim steht deshalb für ihn ein Aspekt ganz oben: „Mir ist wichtig zu erwähnen, dass das unser letzter gemeinsamer Heimauftritt mit dem 2007er Jahrgang sein wird“, sagt der 17-Jährige. Zu dem gehört Kreile, wie auch Jonas Lüder und Alessandro Kremser. Weshalb ein letzter Saisonerfolg in heimischer Halle nicht nur wegen des gemeinsamen Ziels eine Pflichtaufgabe ist. (Michael Koch)

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