3. Liga / 28.02.2026

Keine Chance gegen Köln

Über Jason Wilfer am Kreis ging was, aus der Nahdistanz gelangen ihm fünf Tore (Foto: Heinz Hartung)

Gegen den Longericher SC Köln bezog die MT Melsungen 2 beim 29:44 (16:19) zum zweiten Mal in dieser Saison eine Niederlage mit mehr als 40 Gegentoren. Bis kurz nach Halbzeit sah es noch recht ordentlich aus, dann brachen die Dämme.

Fehlwürfe bestimmten das Spiel beider in den Anfangsminuten, da ließen sie sich noch viel Luft nach oben. Als erster fand der LSC seine Linie, ging durch Robin Kemp und Nico Pyszora in Führung. Dann erst zog die MT 2 nach, drehte die Partie über zwei Paraden von Pawel Krawczyk und Tore von Rene Andrei zum Ausgleich und Benjamin Fitozovic zur Führung auf 4:3 (7.). Um anschließend direkt zurückzufallen in die Fehler zu Spielbeginn. Da lief minutenlang überhaupt nichts mehr zusammen, was die Gäste zu einem 6:0-Lauf und einer recht komfortablen 4:9-Führung (13.) nutzten. Trainer Florian Weiß hatte genug, bat zur Auszeit.

Danach lief es zumindest hinten erst einmal besser, zumal Krawczyk weiter starke Szenen hatte. Eine Annäherung war noch nicht möglich, aber das Spiel lief zumindest einmal ausgeglichen. Weiß stellte im Angriff um, gab dem Alessandro Kremser seine ersten Drittliga-Minuten an der Seite von Jason Wilfer beim Spiel 7-gegen-6. Sofort mit Erfolg, der A-Jugendliche war zum 10:15 (22.) erfolgreich.

Als Loic Kaysen für zwei Minuten runter musste, ging es endlich dichter ran. Lino Duketis war im Tempogegenstoß zum 14:16 (26.) erfolgreich. Das Umschalten nach Ballgewinnen klappte gut, auch bei Fitozovic,, ebenso das Spiel über Wilfer am Kreis. Und Jannik Büde, der nach 17 Minuten Krawczyk abgelöst hatte, setzte dessen gutes Spiel fort. Zur Pause waren es zwar wieder drei Rückstand, aber spielerisch war die Augenhöhe eindeutig da.

Zwei ganz starke Paraden von Büde, ein feiner Treffer von Fitozovic, das sah gut aus und nährte die Hoffnung auf weitere Annäherung. Wäre da nicht der Rückfall in die Fehler der Startphase gewesen. Eben noch in Tuchfühlung, binnen zweieinhalb Minuten durch Jonas Kämpers fünftes Tor erneut mit fünf hinten – die Melsunger brachten sich durch reichlich Fehler selbst um den durchaus möglichen Lohn ihrer Arbeit. Allein Fitozovic brachte einen Ball im Netz unter, dann enteilte Longerich über den starken Lukas Schulz und noch einmal Kämper auf 19:26 (40.).

So gut das Umschalten nach vorn funktionierte, so wenig klappte es in die andere Richtung. Mit einem Mann mehr im Feld gingen zu viele Bälle verloren, mehrfach schlug es direkt ins verlassene Tor ein. Kämper machte mit dem 23:33 (47.) das halbe Dutzend voll und setzte zum 24:34 gleich noch einen drauf. Die Partie war frühzeitig durch.

Melsungen fand auch gar nicht mehr zurück, die Kölner Vorstädter zogen völlig ungerührt durch. Obwohl auch sie nicht fehlerfrei waren. Trotzdem reichte es gegen Gastgeber, die sich bereits aufgegeben hatten. Ein paar schöne Szenen gab es noch bei Toren von Wilfer und Kremser vom Kreis sowie Jakob Königs letztem Melsunger Treffer nach langem Pass des zurückgekommenen Krawczyk, der Schlusspunkt war aber mit ablaufender Uhr Robin Kemp vorbehalten.

Statistik
MT Melsungen 2: Krawczyk (5 Paraden / 23 Gegentore), Büde (9 P. / 21 G.); Riecke 2, Altena 1, Kremser 2, Wöhler, König 3, Fitozovic 5, Pregler, Wilfer 4, Trogisch 2/1, Andrei 3, Duketis 5, Kopeinigg, Atting 2 – Trainer Florian Weiß.
Longericher SC Köln: Babic (4 P. / 16 G.), Kull (5 P. / 13 G.); Pyszora 2, Henrich 1, Richter 1, Bertenbreiter, Niehaus 1, Leitz 3, Schulz 7/2, Kaysen 4, Nolting 5, Kremp 6, Becker 5, Kämper 9 – Trainer Christian Stark.
Schiedsrichter: Nikolai Luis / Patrick Verheyen (Bonn / Castrop-Rauxel) – Zeitstrafen 8 : 2 Minuten – Strafwürfe 1/1 : 3/2 - Zuschauer: 38.

Verlauf: 0:2 (3.), 4:3 (7.), 4:9 (13.), 8:13 (19.), 12:15 (24.), 14:16 (26.), 16:19 (Halbzeit) – 18:20 (33.), 19:26 (40.), 21:30 (45.), 24:34 (48.), 25:38 (53.), 28:41 (57.), 29:44 (Ende).

URL kopieren

Zurück