
JBLH-Quali: Die MT Talents sind erfolgreich durch!
Das letzte Qualifikationsturnier für die kommende Saison in der Jugendhandball-Bundesliga (JBLH) in der Melsunger Stadtsporthalle ist beendet. Und die MT Talents haben sich das Ticket in die Erstklassigkeit in vier Spielen ohne Punktverlust gesichert!
Neben den MT Talents wollten auch der HV Vallendar, der VfL Günzburg, die TSG Schwäbisch Gmünd und die Bonner JSG in die höchste deutsche Spielklasse einziehen.
Mit zwei Siegen gegen Vallendar und Günzburg legten die Melsunger schon am ersten Tag den Grundstein, der knappe Erfolg zum Sonntags-Auftakt gegen Gmünd war bereits fast der Gruppensieg. Den machten die Günzburger dann im folgenden Match perfekt, indem sie Bonn schlugen. Bei gleicher Punktzahl blieben sie aber durch den direkten Vergleich, der an Melsungen gegangen war, auf dem Vize-Rang. Mit ihrem Erfolg sicherte sich der VfL jedoch zugleich Platz zwei der Melsunger Gruppe, war bereits fix einer der beiden besten Gruppenzweiten und wird die MT Talents in die 1. Liga begleiten. Herzlichen Glückwunsch!
Die weiteren Entscheidungen fielen in anderen Hallen: Der MTV Lübeck, der Dessau-Rosslauer HV sowie der TSV Ottobrunn haben sich die Eintrittskarten in die Jugendbundesliga als Gruppensieger ebenfalls gesichert, die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen angelte sich als zweitbester Zweiter hinter Günzburg das allerletzte Ticket. Auch da Herzlichen Glückwunsch!
Die Spiele am Sonntag:
VfL Günzburg – HV Vallendar 26:19 (16:10)
TSG Schwäbisch Gmünd – MT Talents 19:20 (10:9)
Nach verschlafenem Start lagen die Melsunger ganz schnell mit 1:3 hinten, kämpften sich aber nach und nach rein. Was sich durchaus schwierig gestaltete gegen eine kräftig zupackende Deckung von Gmünd. Das Durchkommen war eine echte Aufgabe, die aus der zweiten Reihe nur Antonio Fabianic bewältigte. Seine zwei Hämmer ins lange Dreieck zum 5:5 waren sehenswert, ansonsten erledigte Tede Wetzel seine Aufgaben von der Siebenmeterlinie zuverlässig, notfalls im Nachwurf. Mit den ersten Glanztaten von Milian Hahn übernahmen die MT Talents zwischenzeitlich sogar Spielgeschehen und Führung. Zur Pause war aber die TSG wieder vorn.
Es blieb eng, hitzig, ausgeglichen. Um nicht zu sagen: Da war ordentlich Feuer drin! Weiter als mit einem Tor kam keiner von beiden weg. Bei den Gastgebern blieb der erste Siebenmeter ungenutzt, im Gegenzug setzte Leo Weber einen an die Latte. Vorteil MT Talents, weil Clemens Rode erstmals auf zwei Tore erhöhte – 15:13. Kaum eine Schiedsrichterentscheidung blieb danach mehr unkommentiert, der Spielfluss litt beträchtlich. Blieb Melsungen zunächst cool und in Vorlage, kam Gmünd mit viel Trotz im Rücken zurück. Glich durch Weber in der letzten Minute sogar zum 19:19 aus. Mehr Dramatik ging kaum noch, bis Fabianic den alles entscheidenden Treffer setzte.
Bonner JSG – VfL Günzburg 22:32 (10:14)
HV Vallendar – TSB Schwäbisch Gmünd 22:26 (11:12)
MT Talents – Bonner JSG 25:24 (11:15)
Das letzte Spiel des Wochenendes war zwar mit Blick auf die bereits zuvor realisierte Bundesliga-Qualifikation im Grunde ein Schaulaufen für die MT Talents. Trotzdem gingen sie die Partie zwar couragiert an, gerieten aber dennoch in Rückstand. Die Spannung war abgefallen, das letzte Stückchen Konzentration fehlte einfach. Da konnte Milian Hahn zwar mit der einen oder anderen herrlichen Parade zwar glänzen, aber nichts ändern. Vor allem Fritz-Lucas Dreesen, der Top-Torjäger des Wochenendes, bereitete mit seiner Durchsetzungsstärke Kopfzerbrechen. Die Hausherren blieben zunächst noch in Schlagdistanz, mussten aber noch vor der Pause abreißen lassen.
Nach Wiederbeginn wechselte Trainer Max Pregler durch, gab allen seinen Kaderspielern des Wochenendes noch Einsatzzeiten. Ohne dass der Rückstand größer geworden wäre, ganz im Gegenteil. Oskar Schröder setzte sich fein durch, Ilias Rozko zog Siebenmeter, Kjell Hildebrand fischte in der Abwehr Bälle – nach Tede Wetzels Gegenstoß waren die MT Talents auf 17:18 wieder dran, Schröder glich zum 19:19 aus. Wetzels letztes Tor des Turniers sorgte sogar für den Sieg der Gastgeber, die damit am Qualifikations-Wochenende ohne jeden Punktverlust blieben.
Die Spiele und Ergebnisse vom Samstag:
HV Vallendar – MT Talents 20:23 (9:10)
Über drei schöne Rückraumtore von Felix Kühlbauch, einen Siebenmeter von Tede Wetzel und einen Tempogegenstoß von Clemens Rode wandelten die Gastgeber den anfänglichen Rückstand in eine 5:1-Führung. Profitierten dabei auch von einer Überzahl und einigen HVV-Fehlern, die deren Nervosität geschuldet waren. Das Team von Max Pregler blieb zunächst konzentriert, Kühlbauch fokussiert. Zwischenzeitlich war der Vorsprung, nicht zuletzt durch mittlerweile fünf Tore des Rückraum-Linken auf 8:3 angewachsen, ehe Vallendar nach einer Auszeit hinten weitgehend dicht machte und bis zur Pause wieder aufschloss.
Melsungen blieb nach Wiederbeginn in Vorlage, vermochte die Rheinländer aber nicht abzuschütteln. Lukas Schild gelangen vorn schöne Durchbrüche auf Halbrechts, doch hinten klafften immer wieder Löcher. Erst als sich Vallendar kleine Undiszipliniertheiten leistete und wiederholt in Unterzahl geriet, kehrte die MT Talents-Stärke zurück. Natürlich über die Wurfgewalt von Kühlbauch, aber auch feine Einzelleistungen wie die zum 19:15 von Nikan Jakob, der auch die klasse Vorbereitung zum nächsten Tor von Wetzel lieferte. Der HVV suchte über eine offene Deckung in den Schlussminuten zwar noch einmal seine Chance, vermochte aber nichts mehr am Sieg der Nordhessen zu ändern.
VfL Günzburg – TSB Schwäbisch Gmünd 29:22 (15:12)
Bonner JSG – HV Vallendar 32:25 (15:11)
MT Talents – VfL Günzburg 23:21 (14:11)
Zwei Sieger des jeweils ersten Spiels trafen aufeinander. Und schenkten sich dabei überhaupt nichts. Trainer Max Pregler hatte umgestellt, setzte im Rückraum jetzt auf Finn Höhle und Antonio Fabianic, der auch sofort zweimal spektakulär traf. Hinten zeigte Milian Hahn gute Reflexe, konnte aber den anfänglichen 3:5-Rückstand nicht verhindern. Dafür drehten Fabianic und Felix Kühlbauch die Partie auf Führung für die Bartenwetzer – ein faszinierender Schlagabtausch. Den Fabianic in der Folge regelrecht an sich riss. Ein Tor nach dem anderen bis zum 11:7, dann brachte eine Zeitstrafe die Melsunger leicht aus dem Tritt. Nach halber Spielzeit stand aber immer noch eine Drei-Tore-Führung auf der Tafel – weil Fabianic einen Freiwurf nach Ablauf der Zeit stramm in den Winkel hämmerte.
Nach Wiederbeginn das gleiche Bild wie ganz zu Anfang: Qualitativ hochwertiges, verbissenes Spiel auf beiden Seiten, die Erfolgserlebnisse verteilt. Der Abstand mehr oder weniger konserviert bei zwei bis vier Toren. Das hatte schon was von Endspielcharakter. Erst gegen Mitte der zweiten Hälfte wendete sich das Blatt leicht, Günzburg kam heran, weil Mateo Christl und Paul Anthony zu viel Raum bekamen. Was Clemens Rode per Doppelpack vom Kreis zunächst ausbügelte. Und Milian Hahn wurde mit klasse Paraden zum Faktor. Die Vorentscheidung war jedoch wieder Fabianic mit den Treffern zum 22:19 und 23:20 in der letzten Spielminute vorbehalten.
17:20 Uhr: TSB Schwäbisch Gmünd – Bonner JSG 26:24 (13:10)
Für die MT Talents spielen:
MT Talents B1: Maximilian Seel, Marcos Sanchez Martin, Milian Hahn; Lukas Schild, Felix Kühlbauch, Robin-Walter Maurer, Ilias Rozko, Clemens Rode, Bruno Winkler, Finn Höhle, Nikan Jakob, Tede Wetzel, Jannis Schmidt, Kjell Hildebrand, Antonio Fabijanic, Oskar Schröder; Trainer Max Pregler, Co-Trainer Finn Lemke, Betreuerin Anja Christ, Physio Tabea Jungermann.