
Die MT Melsungen hat am 30. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen. Bei den Rhein-Neckar Löwen verloren die Nordhessen 22:30 (10:16).
Die Mannschaft von Trainer Roberto Garcia Parrondo hat am Freitag in Mannheim einen gebrauchten Tag erwischt. Vor allem in der Offensive lief nicht viel zusammen, bei den Rhein-Neckar Löwen dafür umso mehr, was zu einer 22:30 (10:16)-Pleite für die MT führte. Die Löwen sind somit in der Tabelle auf einen Punkt an die Nordhessen herangerückt.
Die erste Sieben der MT in der SAP-Arena erinnerte an die Startformation zuletzt gegen Minden: Im Tor begann Kristof Palasics, den Rückraum bildeten Reynir Thor Stefansson, Amine Darmoul und Dainis Kristopans, die Außen besetzten Florian Drosten und Dimitri Ignatow, und Arnar Freyr Arnarsson startete am Kreis. Der Vollständigkeit halber: Erik Balenciaga musste am Freitag angeschlagen passen.
Für die Gäste ging es gar nicht gut los, was vor allem an der flinken und gut eingestellten Deckung der Badener lag. Zudem fanden zu viele Würfe nicht ihr Ziel. Nur Stefansson mit zwei Toren und Olle Forsell Schefvert an alter Wirkungsstätte mit einem Treffer bugsierten den Ball in den ersten 14 Minuten ins Tor von David Späth – da führten die Löwen bereits 8:3.
Aber dann: Die MT trat in der Folge mächtig aufs Gaspedal und kämpfte sich heran – der eingewechselte Isaias Guardiola markierte das 10:10, da waren knapp 24 Minuten gespielt. Legte die MT nach? Nichts da. Stattdessen erinnerten sich die Löwen an ihre Stärken der Anfangsphase. Und zack, die Hausherren zogen infolge eines 6:0-Laufs davon und gingen mit einer 16:10-Führung in die Pause.
Nach dem Wechsel änderte sich nicht viel. Den Gästen gelang es nicht mehr, einen Zwischenspurt wie im ersten Durchgang hinzulegen und die Partie spannend zu halten. Die Löwen spielten ihren Stiefel herunter, hier und da zeichnete sich Nebojsa Simic im MT-Tor aus und verhinderte einen höheren Rückstand, der nach Haukur Thrastarsons Treffer zum 28:19 (54.) zweistellig zu werden drohte. Zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung längst entschieden. (RL)
Statistik
Rhein-Neckar Löwen: Späth (1 Parade / 10 Gegentore), Jensen (8 P. / 12 G.); Larson, Timmermeister 1, Nothdurft, Plucnar, Sandell 3, Heymann, Steenaerts, Moré 1, Groetzki 3, Thrastarson 8/1, Ciudad-Benitez 1, Baijens 6, Aspenbäck 2, Kohlbacher 5 – Trainer Maik Machulla.
MT Melsungen: Palasics (2 Paraden / 8 Gegentore), Simic (6 P. / 22 G.); Marchan 3, Mandic 1, Sipos 1, Kristopans, Ignatow 1, Drosten 4/2, Stefansson 4, Kulesh, Arnarsson 2, Forsell Schefvert 4, Mensing 1, Guardiola 1, Darmoul, Kastening – Trainer Roberto Garcia Parrondo.
Schiedsrichter: Lucas Hellbusch (Trebur) / Darnel Jansen (Trebur). Spielaufsicht: Frank Wenz.
Zeitstrafen: 0 – 0 Minuten
Strafwürfe: 1/1 – 2/2
Zuschauer: 8.576 in der SAP-Arena, Mannheim
Spielstände: 0:1 (3.), 4:1 (7.), 8:3 (14.), 9:8 (20.), 10:10 (24.), 16:10 (30.) HZ – 16:11 (32.), 21:13 (40.), 24:16 (47.), 28:19 (54.), 30:21 (58.), 30:22 (60.) Endstand.