Talents / 15.01.2026

Für Kopeinigg zählt nur Platz eins

Klares Ziel vor Augen: Lian Kopeinigg will mit der A-Jugend Erster in der 2. Liga Süd werden. (Foto: Hartung/MT)

Als Spitzenreiter zum Tabellendritten: Die Partie der MT Talents bei der DJK SF Budenheim (Samstag, 18 Uhr, Waldsporthalle Budenheim) hat schon ein klein wenig Endspielcharakter.

Für die A-Jugendlichen der MT Talents geht es um einen der beiden ersten Tabellenplätze der Abschlusstabelle, und damit um eine Quali-Position fürs Oberhaus für die kommende Saison. Darum ist ein Vierkampf entbrannt. „Klar sind Budenheim, Pforzheim und München die Schlüsselspiele“, sagt Lian Kopeinigg, für den es aber nur ein Ziel gibt: Für ihn zählt nur Platz eins. 

Während die meisten seiner Mannschaftskameraden frisch aus der Winterpause kommen, gab es für Lian eigentlich keine. Mit der österreichischen U18-Nationalmannschaft nahm er am internationalen Merzig-Cup teil und belegte dort im Achterfeld Rang sechs. Außerdem war er schon mit zwei Toren am Jahres-Auftaktsieg der MT Melsungen 2 beteiligt. „Ich kann mit der Belastung ganz gut umgehen. Es hilft mir, einen Papa zu haben, der das alles so auch schon durchgemacht hat. Er gibt mir Tipps und hat viele Ratschläge, wie man Dinge besser machen kann, als er es getan hat“, sagt der Linkshänder mit einem Augenzwinkern. Sein Vater Michael war nach der Jahrtausendwende als österreichischer Nationalspieler für Melsungen aktiv.

Zu einem Duell mit seinem Kollegen Kim Hüter, der das DHB-Tor hütete, kam es in Merzig bedauerlicherweise nicht: „Sehr schade, man möchte immer gegen die Besten antreten, zu denen Deutschland zählt. Würfe im Spiel gegen Kim wären die Kirschen auf der Sahnetorte gewesen.“ Das Verhältnis der beiden zueinander ist ein besonderes. Gemeinsam in der A-Jugend der MT Talents, gemeinsam in der MT 2, regelmäßig gegeneinander auf internationalem Parkett. Fast wie einen Bruder zu haben, fühle sich das manchmal an, lacht Lian. Es sei toll, jemanden im Team zu haben, der ebenso ehrgeizig ist wie man selbst, sagt er.

Mit 76 Treffern aus zehn Spielen ist der Rechtsaußen in den Top 4 der Torjäger in der 2. Liga Süd. „Es fühlt sich gut an, mit den Toren einen guten Teil zum Mannschaftserfolg beizutragen“, sagt er bescheiden. Trotz der vielen Anspiele aus dem Positionsspiel würde er sich ein paar mehr Pässe zum Gegenstoß wünschen. Eine Sache, die Lian mit seinem Fast-Bruder Kim absprechen könnte. Pariert der die Bälle, müsste er nur den schnellen Torjäger auf die Reise schicken. Vielleicht ja schon vermehrt in Budenheim. (Michael Koch

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