
„Es ist schön, in so viele leuchtende Kinderaugen zu sehen. Ich bin überzeugt und verspreche euch, das wird ein toller Nachmittag.“ Mit diesen Worten eröffnete MT-Vorstand Axel Renner den sera Handballtag in der Kasseler Rothenbach-Halle.
Knapp 60 Mädchen und Jungen waren der Einladung von MT-Premiumpartner sera gefolgt, die sonstige Heimspielstätte der Bundesliga-Mannschaft mit viel Begeisterung für sich selbst zu erobern.
Den MT-Handballern gilt diese mittlerweile zur Tradition gewordene Veranstaltung als Herzenssache. In knapp drei Stunden geballter Handball-Action stellten sich Spieler und Offizielle der Herausforderung, dem lernbegierigen Nachwuchs Input zu geben. Dabei hatte der Großteil des MT-Teams, einschließlich Trainerteam, Förderkader und Physio, mindestens genauso viel Spaß wie die Kids.
Den hatte auch Jan Thonicke, der Head of Marketing des Immenhäuser Unternehmens sera, das seit 2011 eng mit der MT verbandelt ist: „Dieser Handballtag ist für uns die vielleicht wichtigste Veranstaltung im ganzen Jahr“, sagte er. Es gehe darum, soziale Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur durch Sponsorenleistung in Form von Geld, sondern die langjährige Verbindung zum Partner MT aktiv zu leben. Deshalb seien an einem Sonntagnachmittag auch gleich sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort, „alle freiwillig, weil es eine tolle Sache ist“.
Dass die Strahlkraft des Events weit über die nordhessische Region hinaus geht, belegen Anmeldungen bis nach Ostwestfalen und Südniedersachsen. Von dort, aus Rosdorf bei Göttingen, kam Till, zwölf Jahre alt, nach Kassel. Er bekam die Teilnahme von seiner Mutter geschenkt: „Ganz überraschend und einfach so“, freute er sich. Einen ausgemachten Lieblingsspieler in der Profimannschaft habe er zwar nicht, aber dass er einen Siebenmeter gegen Förderkader-Keeper Pawel Krawczyk verwandeln konnte, war schon ein besonderer Moment. Da passte es auch gut, dass der für den MTV Rosdorf aktive Jugendliche das Abschlussfoto zum Ende des Nachmittags nicht mit einem Spieler, sondern mit Trainer Roberto Garcia Parrondo machen durfte.
Strafwürfe waren aber nur eine Station von insgesamt acht, die nach einem spielerischen Aufwärmprogramm, angeleitet und moderiert von Finn Lemke, gruppenweise durchlaufen wurden. Zielwerfen mit Dimi Ignatow und Flo Drosten, Dribbeln mit Abschlusswurf bei Erik Balenciaga und Isaias Guardiola, Weitwurf an der Station von Bruno Eickhoff und Marti Soler – es gab für alle irgendetwas Spezielles. Elena, mit zehn Jahren eine der jüngsten Teilnehmerinnen, fand die Sprints bei Dainis Kristopans und Olle Forsell-Schefvert am besten. Nur etwas über vier Sekunden habe sie gebraucht, um das halbe Spielfeld hinunterzujagen, berichtete sie stolz. Klasse Leistung der Nachwuchs-Handballerin aus dem benachbarten Wollrode.
Mit dabei waren auch Ruben Marchan, Jonas Riecke, Leander Altena und ein vom rundum gelungenen Nachmittag sichtlich angetaner Carsten Lichtlein. „Es ist immer wieder schön, mit Kindern zu spielen und zu trainieren“, sagte der HBL-Rekordspieler. Der sich, wie alle anderen auch, auf eine Fortsetzung der MT-Herzenssache sera Handballtag im kommenden Jahr freut. Denn die wird es, wie Jan Thonicke stellvertretend für das als Gastgeber fungierende Unternehmen avisierte, sicher geben. (Michael Koch)