
Im letzten Saisonspiel der DHB-Pokalrunde waren die MT Talents chancenlos gegen die SG Flensburg-Handewitt. Mit 22:45 (7:22) unterlag das stark ersatzgeschwächte Team, bei dem auf der Bank Isaias Guardiola den krank fehlenden Max Pregler vertrat, und rutschte in der Abschlusstabelle hinter die SG zurück auf Rang fünf.
Sie lagen schnell recht deutlich hinten, die Melsunger. Die auf vier ihrer an die A-Jugend abgestellten Stammkräfte verzichten mussten und einige Probleme hatten, gegen die sehr aufmerksam und offensiv verteidigenden Gäste in Tornähe zu kommen. Eine weitere Herausforderung war das Flensburger Angriffsspiel mir vier Rückraum-Akteuren, von denen einer meist an den Kreis durchstieß und dann freie Bahn hatte. Alles zusammen gab der vertretungsweise von Isaias Guardiola betreuten Mannschaft Aufgaben, die zunächst einmal schwer zu lösen waren. Keine zehn Minuten waren gespielt, da führten die Norddeutschen schon mit 9:3.
Vor allem Jeppe Litzau gab der Hintermannschaft der MT Talents auf und war kaum zu kontrollieren. Und im Vorwärtsspiel fand die von Linus Schröder als Spielmacher geführte Mannschaft zwar mit fortschreitender Spielzeit durchaus Lösungen, offenbarte aber Schwächen im Abschluss. Oder anders ausgedrückt: Flensburgs Keeper Julius Zschuckelt nahm ihnen die Würfe reihenweise weg. Über Litzaus 4:15 (18.) setzten sich die Gäste bis zur Pause schon auf 15 Tore ab. Lange Zeit sorgte allein Bruno Winkler über Linksaußen für Torgefahr.
Einer der Lichtblicke in den Reihen der Gastgeber war sicher Ivano Sirotkovic, sonst in der B2 in der Bezirksliga aktiv. Nach seinem dritten Treffer zum 8:23 (32.) musste er mit zerrissenem Trikot zwar erstmal raus, kam aber später aber zurück und war auch für das 11:32 (42.) verantwortlich. Ebenfalls das Feld verlassen musste Marcos Sanchez Martin, der unglücklich im Tornetz hängenblieb und sich dabei am Knie verletzte.
Ungeachtet dieser Begleiterscheinungen sah das Spiel der MT Talents zumindest im Vorwärtsgang weit besser aus als noch vor der Pause. Was in erster Linie am richtig starken Sirotkovic lag. Der traf wie am Fließband. Mit nachlassender Konzentration auf beiden Seiten wurde es etwas hakelig und Flensburgs Magnus Breitkopf wurde nach Foulspiel disqualifiziert, unfair war es aber zu keinem Zeitpunkt auf dem Feld. Am Ende stand zwar eine hohe Niederlage, aber das war vor allem der ganz schwachen ersten Hälfte geschuldet, in der sich das in dieser Konstellation erstmals auf dem Spielfeld befindliche MT Talents-Team finden musste.
Statistik
MT Talents: Hahn (4 Paraden / 33 Gegentore), Sanchez Martin (2 P. / 12 G.), Knopp (n. e.); Schild, Kühlbauch 2, Schröder, Rode 2, Faust 1, Winkler 4, Wetzel 1, Schmidt 1, Sirotkovic 11/1, Hildebrand, Rudolph – Trainer Isaias Guardiola.
SG Flensburg-Handewitt: Zschuckelt (11 P. / 7 G.), Andresen (6 P. / 15 G.) – Hansen 7, Nielsen 3, Lietzau 10/2, Kühl 5, Gräßer 4, Breitkopf 1, Klaaßen 1, Gries-Haarhaus 5, Toppel 8, Ahrens 1 – Trainer Jonah Sowada.
Schiedsrichter: Klaus Henniges / Frank Klikermann (Sudershausen / Göttingen) – Zeitstrafen 2 : 6 Minuten – Disqualifikation: Breitkopf (SG 49., Foulspiel) - Strafwürfe 3/1 : 3/2 - Zuschauer: 45.
Verlauf: 1:0 (1.), 1:3 (5.), 3:9 (10.), 4:14 (16.), 4:19 (25.), 7:22 (Halbzeit) - 8:28 (36.), 11:34 (43.), 16:37 (50.), 19:40 (5.), 22:45 (Ende).