Talents / 06.11.2026

B-Jugend zurück im Wohnzimmer auf neuem Boden

So sieht der neue Boden in der Stadtsporthalle aus: Auf unserem Foto trainiert gerade die D-Jugend. Die B-Jugend empfängt am Samstag GWD Minden. (Foto: Mertsching/MT)

Wenn die B-Jugend der MT Talents am Samstag (16.30 Uhr) in der Gruppe 3 der Jugendhandball-Bundesliga GWD Minden empfängt, tut sie das auf einem nagelneu verlegten Hallenboden in der Stadtsporthalle Melsungen.

Seit Sommer war die Halle zu, für alle Heimspiele mussten die Handballer umziehen. Ausweichquartier war die Kreissporthalle in Guxhagen, wo das Team von Trainer Max Pregler auch die bislang einzige Partie der Saison in heimischer Umgebung gegen den MTV Braunschweig gewann. Jetzt steht aber endlich die Premiere auf neuem Geläuf bevor. „Guxhagen war auch schön, aber wir freuen und jetzt riesig, wieder in unsere ‚richtige‘ Heimspielhalle zurückzukommen“, sagt Co-Trainer Finn Lemke mit spürbarer Begeisterung.

Der Ex-Profi mit ganz viel Erfahrung in Sachen Handball-Spielflächen kann gut einordnen, was die Runderneuerung des Hallenbodens für die Spieler bedeutet. „Der Boden ist griffig, die Bälle können beim Aufkommen im Torraum jetzt auch wieder Drall annehmen. Dadurch sind Trickwürfe wieder möglich“, sagt er über die Beschaffenheit. Prima Voraussetzungen vor allem für die Außen Robin Maurer, Tede Wetzel und Jannis Schmidt, der seine Knieprobleme in der zweiwöchigen Spielpause auskuriert hat. Bruno Winkler sitzt ja schon länger draußen und kommt damit erst verspätet in den Genuss dieser neuen Abschluss-Optionen.

Etwas schwieriger sei nun die Einschätzung von Distanzen, denn die Anzahl der Linien auf dem Boden ist wesentlich kleiner als gewohnt und damit fehlen entsprechend gewohnte Anhaltspunkte. Was aber die Akteure und das Spiel selbst nicht nachhaltig stören werde, ist sich Lemke sicher. Eher sei die neue Farbe ein Faktor, denn im ersten Moment wirke die Halle dadurch nicht mehr so „familiär“ wie früher. Der Freude über die Rückkehr ins heimische Gefilde tue das jedoch keinerlei Abbruch. In Sachen Verletzungsprophylaxe erwarte er keine Änderung, da die alten Gegebenheiten durch unzählige Trainings hinreichend bekannt waren und sich alle Spieler entsprechend darauf eingestellt hätten.

Nun wartet GWD Minden darauf, als erste Gastmannschaft nach der Renovierung in der Stadtsporthalle aufzulaufen. „Ein schwierig zu bespielender Gegner“, ordnet Lemke ein. Der Grund seien ständig wechselnde Abwehrformationen der Grün-Weißen, die mit zwei Siegen und zwei Niederlagen, beide gegen Staffel-Primus Magdeburg, einen Rang vor den MT Talents auf Platz drei liegen. Jenem Rang drei, der am Ende den Einzug in die Meisterrunde bedeuten würde. Da darf man also mit Fug und Recht von einem ganz wichtigen Spiel reden.

Dass die Nordhessen derzeit mit negativem Punktekonto dastehen, liegt nach Ansicht Lemkes auch an der Hallengeschichte. „Klar ist das kurios, bisher erst einmal daheim und gleich viermal auswärts gespielt zu haben. Aber es bedeutet auch, dass wir nun eine ausgedehnte Serie von Heimspielen vor uns haben“, sagt er. Alle würden sich nun einfach freuen, dass es am Stammsitz wieder losgehe.

Leider ohne Spielmacher Finn Höhle, der sich beim Spiel in Magdeburg einen Kreuzbandriss zuzog und in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen kann. Demzufolge auch den neuen Hallenboden noch länger nicht kennenlernen wird und zunächst einmal vom Spielfeldrand die Daumen drücken muss. Sonst bleibt der Kader unverändert zur Premiere der MT Talents auf ihrem neuen Fußboden im Wohnzimmer. (Michael Koch)

URL kopieren

Zurück