
Das war deutlich. Mit 40:22 (19:11) zeigte die B-Jugend des SC Magdeburg den MT Talents in Vorrundengruppe 3 der B-Jugend-Bundesliga die Grenzen auf.
Da war für die MT Talents nicht viel zu holen beim Liga-Primus. Von Anfang an einem Rückstand hinterhergelaufen, als Tede Wetzel nach fast sieben Minuten den zweiten Treffer der Nordhessen erzielte, wies die Anzeigetafel für den SCM bereits deren fünf aus. Nur kurz gab Finn Höhles 6:3 (9.) Hoffnung auf mehr, aber auch dieser Schimmer verblasste schnell. Weil Wetzel, Oskar Schröder und Ilias Rozko gleich drei Siebenmeter ungenutzt ließen und Höhle zudem noch auf die8 Strafbank musste, bauten die Hausherren durch den treffsicheren Alireza Mirzaii und Ben Fiedler flugs auf 12:5 (17.) aus.
Ein weiteres Durchschnaufen ermöglichten Nikan Jakob, Lukas Schild und der nach langer Verletzungspause endlich wieder einsatzbereite Felix Kühlbauch, als sie während einer Zeitstrafe gegen Janne Kneist auf minus vier verkürzten. Dann aber brachen noch vor der Pause alle Dämme. Minuten lange komplette Flaute bei gleichzeitiger Magdeburger Torflut, die Fiedler erst mit seinem 19:8 (26.) abschloss. Das Spiel zu diesem Zeitpunkt im Grunde bereits abgehakt, trotzdem anerkennenswert das Aufbäumen der Gäste, die bis zum Pausenpfiff Ergebniskosmetik betrieben. Über die Außen Tede Wetzel und Jannis Schmidt wurden wenigstens drei Rückstand abgeknabbert.
Nach Wiederbeginn ging es dann jedoch ergebnistechnisch richtig bergab. Nach Mirzaiis Doppelschlag erhöhte Lewin Grub auf 24:12 (36.), ehe der SCM-Goalgetter erneut selbst zum 27:13 (39.) zuschlug und Anton Bergmann das 30:15 (43.) nachlegte. Da war überhaupt kein Kraut gewachsen gegen die Magdeburger Angriffsmaschinerie auf Hochtouren. Klar, dass danach eine Auszeit von Trainer Finn Lemke angesagt war.
Um es kurz zu machen: Viel bessere Momentaufnahmen bot die Anzeigetafel danach auch nicht mehr. Robin Maurer, Oskar Schröder, Felix Kühlbauch und Clemens Rode hielten mit ihren Treffern optisch zwar dagegen, vermochten aber damit auch keine positive Wendung mehr herbeizuführen. Schließlich machte Jannik Obbler 90 Sekunden vor dem Ende die 40 voll und legte kurzzeitig glatte 20 Tore zwischen beide Teams, ehe in der Schlussminute Rode und Schröder zumindest diesen Punkt noch korrigieren konnten. An der herben Pleite änderte das jedoch nichts mehr.
Statistik
SC Magdeburg: Schönberg, Dubrau; Müller 3, Monse, Görmer, Bergmann 6, Mirzaii 6, Markowski 2, Stemmer 2, Rittrich 2, Knoepfler 5, Fiedler 3, Obbler 4, Kneist 2, Grub 5/2 – Trainer Pasqual Tovornik.
MT Talents: Hahn, Deist, Seel; Schröder 3, Schild 1, Kühlbauch 2/1, Maurer 3/2, Rozko, Rode 1, Höhle 1, Jakob 1, Wetzel 5, Schmidt 1, Hildebrand 3, Fabijanic – Finn Lemke.
Schiedsrichter: Florian Paul Zettl / Maximilian Schwerdtfeger (Zittau / Görlitz) – Zeitstrafen 8 : 4 Minuten – Strafwürfe 2/2 : 6/3 - Zuschauer: 121.
Verlauf: 1:0 (2.), 5:1 (6.), 6:3 (9.), 10:4 (15.), 12:8 (20.), 19:8 (26.), 19:11 (Halbzeit) – 24:12 (36.), 31:15 (44.), 34:19 (51.), 38:19 (56.), 40:22 (Ende).