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Fix und fertig: Mit acht Toren war David Kuntscher beim dramatischen Sieg in Saarlouis bester Schütze der MT Talents. (Archiv-Foto: WMK)

JBLH: Im Thriller von Saarlouis doppelt gepunktet

Ohne Spannung und Nervenkitzel geht es bei den MT Talents in dieser Saison nicht. Beim 36:35 (20:16) bei der HG Saarlouis strapazierten die Nordhessen die Nerven ihrer Anhängereinmal einmal mehr aufs Äußerste. Sah es Mitte der ersten Hälfte bei sieben Toren Vorsprung noch nach einer lockeren Sache aus, drohte bei zwei Treffern Rückstand kurz vor Schluss sogar eine Niederlage. Ehe Ole Preglers Siegtreffer zwanzig Sekunden vor dem Ende kollektiven Jubel auslöste und doch noch beide Punkte rettete.

Es brauchte einige Minuten, bis sich die Nordhessen gefunden hatten. Insbesondere in der Abwehr, denn die erfolgreichen Abschlüsse vorn genügten nicht, um sich sofort eine  Vorteil zu erspielen. Waren es zunächst Ole Pregler und David Kuntscher aus dem Rückraum, die trafen, bekam das Spiel über den Kreis zunehmend Bedeutung. Louis Badenheuer sorgte mit seinen Toren dafür, dass sich die Gastgeber trotz mehrfacher Führung bis zum 4:3 (6.) nicht absetzen konnten.

Danach erst wurde die Defensivabteilung sicherer. Zweimal Jan Dobriczikowski, einmal David Kuntscher sowie abermals Louis Badenheuer drehten die Partie und brachten die MT Talents gleich mit 8:5 nach vorn (11.). Was Saarlouis prompt mit einem Doppelschlag von Marko Grgic und Jonas Peifer zum Anschluss beantwortete (12.). Ohne weitere Fortführung allerdings. Gleich sechsmal in Folge trafen die Melsunger von fast allen Positionen. Nach dem Treffer von Benjamin Fitozovic zum 7:14 (19.) schien die Begegnung einer frühen Vorentscheidung entgegen zu gehen.

Doch trotz einer Strafe gegen Jonas Peifer kam die HGS zurück. Angetrieben von Spielmacher Konrad Wagner, der selbst zweimal traf, wuchs der Rückstand bis Lasse Hellemanns 10:17 (22.) nicht mehr an. Und je weiter es auf die Pause zuging, umso näher kamen die Gastgeber wieder. Mit Konrad Wagners fünftem Treffer waren es beim 14:17 (27.) nur noch drei, die Lasse Hellemann unmittelbar vor dem Pausenpfiff wieder auf vier ausbaute.

Doch auch nach dem Seitenwechsel ging die Aufholjagd der Saarländer weiter. Zweimal Konrad Wagner, einmal Daniel Grgic, Saarlouis war beim 19:20 (34.) dran. Und blieb es auch, obwohl sich die Melsunger wieder fingen. Nach zwei Toren von Julian Fuchs waren es beim 20:23 (37.) immerhin wieder drei vor. Die blieben es auch bis nach Ben Beekmanns 22:25 (42.). Doch das gab längst nicht die nötige Sicherheit, um der verbleibenden Spielzeit ruhiger entgegensehen zu können.

Im Gegenteil drehte Saarlouis mächtig auf. Der starke Rückraum zeigte eindrucksvoll, warum die HG in dieser Saison trotz bisher negativem Punktekonto alles andere als enttäuschte. Konrad Wagner und zweimal Alexander Herzig glichen gar zum 25:25 wieder aus (44.). Vermochten jedoch keine Führung zu erzielen, die möglicherweise nachhaltige Wirkung hätte entfalten können. Ein Doppelschlag von Ole Pregler zum 26:28 (47.) sorgte für etwas Entspannung, doch selbst eine Strafe gegen Marko Grgic stoppte die HG nicht: der neunte Volltreffer von Konrad Wagner zum 28:29, diesmal von der Siebenmeterlinie, hielt seine Mannschaft im Spiel (49.).

Drei Minuten später war erneut alles auf Anfang gestellt. Marko Grgic hatte zum 30:30 getroffen. Diesmal reagierte Jan Dobrczikowski und rettete die Führung, Julian Fuchs baute auf 30:32 aus (53.). ehe es dann doch so weit war und Saarlouis das Spiel drehte. Wagner und Herzig glichen aus, Elyas Noh traf zum 33:32 und wieder Wagner, mittlerweile zum elften Mal erfolgreich, erhöhte auf 35:33 (57.). Was Melsungens Linkshänder Julian Fuchs und David Kuntscher mit 63 Sekunden Restzeit auf der Uhr egalisierten und Ole Pregler zur nächsten Melsunger Führung abermals, und diesmal auch final, auf den Kopf stellten.

Statistik

mJSG: Büde, Herbst – Haeske 3, Dobriczikowski 3, Badenheuer 4, Beekmann 1, Ebner 1, Pregler 5, Rietze, Fitozovic 1, Andrei, Hellemann 5, Fuchs 5/2, Kuntscher 8 – Trainer Björn Brede.

TVH: Bro, Hein –Becker 2, Dax, Poncelet 2, Tosetto 1, Grgic 9/4, Peifer 1, Wagner 11/1, Noh 2, Altpeter, Schug, Herzig 7 – Trainer Daniel Altmeyer.

Z: 120 - SR: Seidler / Seidler (Solingen) - Strafen: x : x Minuten – 7m: 2/2 : 6/5.

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