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EM 2020: Perfekter Start in die Hauptrunde – Deutschland schlägt Weißrussland deutlich

Der Start in die Hauptrunde der Europameisterschaft ist der deutschen Mannschaft vortrefflich gelungen: Beim 31:23 (18:11)-Sieg gegen Weißrussland gab sich die DHB-Auswahl keine Blöße. Beste deutsche Torschützen vor 5.267 Zuschauern in der Wiener Stadthalle waren Hannovers Rechtsaußen Timo Kastening (6) und Melsungens Halblinker Julius Kühn (4, Sascha Klahn-Foto). Kastening (ab nächster Saison bei der MT) wurde nach dem Abpfiff übrigens zum "Man of the Match" gekürt. Die beiden MT-Cracks, Kai Häfner und Tobias Reichmann, erzielten jeweils zwei Treffer. Bereits übermorgen, am Samstag, wartet auf die Prokop-Schützlinge an gleicher Stelle mit Kroatien der vermeintlich stärkste Gegner in dieser Hauptrundengruppe (20:30 Uhr, ZDF).

Die Partie begann mit einer Parade von Andreas Wolff, der diesmal den Vorzug vor Johannes Bitter erhielt. Auf Rechtsaußen startete der gegen Lettland starke Timo Kastening, im linken Rückraum begann Julius Kühn. Der Rückraumshooter tankte sich durch und netzte zum 1:0 (2.) ein.

Auch Kastening kam schnell zu seinem ersten Treffer. Nach einer schnellen Mitte brach der Rechtsaußen durch und erzielte das 3:2 (4.). Hendrik Pekeler erhöhte mit zwei Gegenstößen nach Ballgewinnen auf 5:2 (5.) nach. Spektakulär auch der sechste Treffer: Paul Drux schickte den Ball aus dem Sitzen zum gestarteten Kastening (6:3, 8.).

Nach knapp elf Minuten lag das deutsche Team nach einem Treffer des eingewechselten Jannik Kohlbacher mit 8:3 in Front - und Iouri Chevtsov drückte den Buzzer. Seine Mannschaft tat sich gegen die stabile deutsche Defensive in dieser Phase extrem schwer und vergab zudem mehrere Chancen.

Die deutsche Mannschaft agierte im Abschluss hingegen höchst effektiv und feierte immer wieder einfache Tore durch Ballgewinne in der Abwehr. Kastening bediente im Gegenstoß den mitgelaufenen Uwe Gensheimer, der mit seinem zweiten Treffer auf 11:4 (16.) erhöhte.

Prokop wechselte nun auch im Rückraum: Erst kam Philipp Weber, dann übernahm David Schmidt die rechte Seite vom glücklosen Kai Häfner. Es lief bei der deutschen Mannschaft in dieser Phase viel zusammen: Gensheimer erhöhte auf 14:7 (21.), Wolff konnte zwei starke Paraden für sich verbuchen. Weber legte in der 22. Spielminute das 15:7 nach.

Der Vorsprung hatte bis zur Pause Bestand. Weber holte per Überzieher eine Zeitstrafe heraus. Wolff parierte kurz darauf spektakulär, Wiencek fing den Abpraller und warf den Ball zum 18:10 (28.) ins verwaiste Tor der Weißrussen. Das Chevtsov-Team kam vor der Pause noch zu einem weiteren Treffer, sodass es mit 18:11 in die Kabine ging.

Nach Wiederanpfiff kam Patrick Zieker auf Linksaußen in die Partie, zudem erhielt der bereits kurz vor der Halbzeit eingewechselte Johannes Golla weitere Spielminuten - erstmals auch offensiv. Zwar kam Weißrussland auf fünf Tore heran (19:14, 35.), doch Deutschland hatte die passende Antwort: Zieker und Kastening - nach einem schönen Steal - erhöhten wieder auf 22:15 (37.).

Kurz darauf gelang auch dem Debütanten sein erstes Tor: Zieker bediente Kastening, der leitete weiter auf Golla - und der Kreisläufer versenkte zum 23:16 (40.). Das schnelle Spiel war die offensive Waffe der deutschen Auswahl. Im aufgebauten Angriff sorgte der auf der Halbseite vorgezogene Ivan Brouka für Irritation. Prokop drückte den Buzzer (43.).

Seine Mannschaft führte souverän, konnte den Vorsprung jedoch nicht weiter ausbauen. In überzahl verkürzte Weißrussland stattdessen auf 25:20 (47.). Das DHB-Team konterte jedoch sofort: Erst zog Patrick Wiencek geschickt ein Stürmerfoul, kurz darauf spritzte Kastening erneut in einen Querpass und netzte zum 27:20 (49.) ein.

Spätestens dieser Treffer war die Vorentscheidung. Die verbleibenden zehn Minuten tröpfelten von der Uhr, das DHB-Team behauptete seinen Vorsprung. Einen kurzen Schreckmoment gab es fünf Minuten vor dem Ende: Paul Drux bekam den durchschwingen Wurfarm von Uladzislau Kulesh ins Gesicht und musste ausgewechselt werden.

Weber übernahm wieder die Mitte und bediente den zum Kempa einspringen Tobias Reichmann, der kurz zuvor eingewechselt worden war. Er traf zum 30:21 (57.). Am Ende stand ein 31:23 auf der Anzeigetafel und mit dem ungefährdeten Sieg waren die ersten Pluspunkte der Hauptrunde auf der Habenseite verbucht.
Spielbericht: handball-world.news

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Kroatien weiterhin auf der Erfolgswelle

MT-Kreisläufer Marino Maric schwimmt mit Kroatien weiterhin auf der Erfolsgwelle. Im Topspiel der Hauptrundengruppe 1 geriet Österreich gegen die bislang ebenfalls noch verlustpunktfreien Kroaten gleich zu Beginn ins Hintertreffen und unterlag letztlich mit 23:27 (8:13). Erst in Halbzeit zwei kam Österreichs Offensive ein wenig in Schwung, Robert Weber (6/2) und Gerald Zeiner (4) waren die erfolgreichsten Torjäger. Bei Kroatien konnten Zlatko Horvat (6/4), Domagoj Duvnjak und Luka Cindric (je 5) die meisten Treffer erzielen; Marino Maric hatte heute nur einen knapp vierminütigen Kurzeinsatz und vergab dabei leider seine einzige Torgelegenheit freistehend.
Spielbericht:
handball-world.news

Hauptrundengruppe 1 – Tabelle nach dem heutigen Spieltag:

1. ESP: 4 Punkte, +13 Tore
2. CRO: 4 Punkte, +12 Tore
3. GER: 2 Punkte, +1 Tor
4. AUT: 2 Punkte, -1 Tor
5. CZE: 0 Punkte, -9 Tore
6. BLR: 0 Punkte, -16 Tore

Die weiteren Hauptrundenspeile mit deutscher Beteiligung

Sa., 18.01.20, 20:30 Uhr, CRO – GER (live im ZDF)
Mo., 20.01.20, 20:30 Uhr, AUT – GER (live in der ARD)
Mi., 22.01.20, 20:30 Uhr, CZE – GER (live im ZDF)
(Alle Spiele Stadthalle Wien)

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