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Christian Damm zeigte eine starke Partie am Kreis. Hier setzt er sich mit Evgenij Chalepo und Malvin Werth, der später verletzt raus musste, gleich gegen zwei Gegner durch. (Foto: WMK)

Oberliga: Erfolgreiche Rückkehr in die alte Spielklasse mit Sieg über Hüttenberg

Der Aufsteiger MT Melsungen II hat seinen Auftakt in die Oberliga-Saison siegreich gestaltet. Gegen den TV Hüttenberg II gelang der Mannschaft von Trainer Georgi Sviridenko ein 31:28 (15:11). Nur in der Anfangsphase liefen die Nordhessen Rückständen hinterher, hielten aber eisern den Anschluss. Nach einem Zwischenspurt zum Ende der ersten Hälfte hin erarbeiteten sich Pregler und Co. einen Vorteil, von dem sie in der zweiten Hälfte zehren konnten. Hüttenberg schloss zwar fast noch einmal auf, fand aber, als es nötig gewesen wäre, nicht die richtigen Mittel gegen die überzeugende MT-Defensive mit einem ganz starken Daniel Kocsis dahinter.

In der sehr intensiven und beidseitig engagiert geführten Partie war Tempo Trumpf. Das begann bei Neuzugang Daniel Kocsis im Tor, der nach zweieinhalb Minuten schon drei gehaltene Bälle auf seinem Konto hatte, darunter einen Siebenmeter von Leon Bremond. Und setzte sich fort über die Schiedsrichter, die nach der gleichen Zeit mit Vlad Avram und Torben Werner schon je einen Spieler auf die Bank geschickt hatten. Mit Toren wurde dagegen noch gegeizt. Erst nach drei Minuten gelang Merlin Fuß die erste Gästeführung, die MT-Rückkehrer Merlin Kothe umgehend beantwortete.

Danach war allerdings fast jeder Wurf ein Treffer. Immer mit Vorteil Hüttenberg, das weiter mächtig aufs Tempo drückte. Und dabei von allen Positionen Gefahr ausstrahlte. Schwerstarbeit also für die Melsunger Deckung und Daniel Kocsis, die oftmals das Nachsehen hatten. Dafür aber vorn ebenfalls nichts anbrennen ließen und wie ihre Gegner die gesamte Breite des Feldes zu nutzen wussten. Weil auch Max Pregler vom Siebenmeterstrich sicher vollstreckte blieb es bis zum 7:7 (14.) durch den starken Christian Damm beim gewohnten Muster: der TVH legte vor, die MT zog nach.

Dann aber bekamen die Gastgeber Oberwasser. Weil die Deckung ihren Part etwas offensiver interpretierte und das Umschaltspiel nach Ballgewinnen vorzüglich funktionierte. Dazu war der Rückraum auch ohne Linkshänder druckvoll genug und bekam seine Lücken durch die unermüdliche Arbeit von Christian Damm und Lukas Dexling am Kreis. Vlad Avram gelang nach 16 Minuten die erste MT-Führung zum 8:7, die nach Leon Bremonds letztmaligem Ausgleich per Strafwurf recht schnell ausgebaut wurde.

Dabei verdiente sich Max Pregler Bestnoten, der neben der Ballverteilung auch viel Torgefahr ausstrahlte. Mit Pech im Abschluss zwar, aber einen seiner Holztreffer bugsierte Nino Jedinak im zweiten Versuch ins Netz. Dazu trafen Adam Kiss und Jona Gruber aus der zweiten Reihe sowie Christian Damm vom Kreis. Bis auf 15:9 zogen die Nordhessen davon, ehe Hüttenberg in den letzten zwei Minuten vor dem Seitenwechsel noch leicht verkürzen konnte.

Zurück aus der Kabine übernahmen die Mittelhessen sofort die Initiative. Mussten zwar Gegentreffer durch Max Pregler und Merlin Kothe hinnehmen, verkürzten aber dennoch durch einen Doppelpack von Leon Friedl auf 17:14 (36.). Zwei Minuten später stand es nach Simon Belters Tor von Rechtsaußen nur noch 18:16. Zeit für ein Timeout, genommen von Georgi Sviridenko.

Die Ansprache des Olympiasiegers saß. Wie verwandelt präsentierte sich insbesondere die Abwehr und profitierte von der Gewandtheit Jona Grubers. Der A-Jugendliche war eine Bank im Innenblock auch, als Max Pregler zwischenzeitlich angeschlagen raus musste. Hüttenberg fand minutenlang kein Mittel, die rote Abwehrwand zu überwinden, auch weil Daniel Kocsic längst zur Sicherheit der Anfangsminuten zurück gefunden hatte. Nach Vlad Avrams Gegenstoßtreffer zum 22:16 (43.) war der bis dahin höchste Abstand aus der ersten Hälfte wieder hergestellt.

Aufgeben war keine Option für den TVH. Ebenfalls nach einer Auszeit kamen sie zurück bis auf 24:20 (Sasa Cosic, 50.). Mehr war aber zunächst noch nicht drin, weil Daniel Kocsis glänzende Reaktionen zeigte und mehrfach sehenswert parierte. Vorn gelangen den Melsungern ebenfalls kleine Kunststücke. Wie Merlin Kothes Anspiel auf den zum Kreis durchgebrochenen Jona Gruber, der mit einem Rückhandwurf aus dem Handgelenk zum 26:21 traf (52.).

Dann wurde es vier Minuten vor Ultimo doch noch einmal spannend. Max Pregler hatte am Kreis für Merlin Kothe freigeblockt, doch der scheiterte an Simon Böhme im Gästetor. Im Gegenzug machte Leon Bremond über Linksaußen das 27:25. Letzte Auszeit der MT, Hüttenberg setzte hinten auf eine 3:2:1-Deckung. Vlad Avram fand die Lücke, wurde von Evgenij Chalepo von den Beinen geholt. Chjalepo musste raus, Pregler traf vom Punkt – 28:25 und die Vorentscheidung (57.). Vlad Avram traf zum Abschluss doppelt, Hüttenbergs Torben Werner sah nach der dritten Zeitstrafe Rot. Am verdienten Sieg der Bartenwetzer änderte das indes nichts mehr.

Statisik

MT2: Kocsis (16 Paraden / 26 Gegentore), Lengemann (bei zwei Siebenmetern, 0 P. / 2 G.); Hagemann, Jedinak 1, Kranz, Gruber 2, Avram 6, Kothe 4, Damm 5, Pregler 8/4, Bruns, Reinbold, Kiss 5, Dexling – Trainer Georgi Sviridenko.

TVH: Böhne (9 P. / 18 G.), Lorenz (5 P. / 13 G.), Laudt (n. e.); Belter 2, Friedl 3/2, Werner 6, Bremond 4/1, Fuß 8, Lenz 1, Chalepo 2, Dahlhaus, Linck, Cosic 2, Werth - Trainer Johannes Wohlrab.

Z: 94 - SR: Lahaye / Sommerfeld (Offenbach / Altenhaßlau) - Strafen: 4 : 12 Minuten – 7m: 4/4 : 5/3.

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