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Enttäuschte Gesichter bei Max Pregler und Luca Hagemann nach der ersten Niederlage im letzten Saisonspiel. (Foto: WMK)

Landesliga: Stolperer am Ende ändert nichts an glänzender Saison

Im letzten Saisonspiel hat es die MT Melsungen II zum ersten Mal erwischt. Bei der HSG Fuldatal/Wolfsanger unterlag der bereits als Meister und Aufsteiger feststehende Landesliga-Spitzenreiter mit 23:26 (15:14). An der Tabellenkonstellation ändert das jedoch nichts mehr. Die Bartenwetzer kehren nach nur einer Spielzeit Abstinenz mit nur vier Verlustpunkten zurück in die Oberliga Hessen.

Dass die Gastgeber nicht gewillt waren, den Melsungern eine Spielzeit ohne Niederlage zu gönnen, war bereits in den Anfangsminuten zu sehen. Mit einer robusten 5:1-Deckung, die insbesondere die Kreise von Eugen Gisbrecht einschränkte, hielten sie die Partie völlig offen. Zwar setzte sich der MT-Spielmacher immer wieder an den Kreis ab, wohin auch die Mehrzahl der Anspiele entweder an ihn oder an Sebastian Bruns adressiert waren, zur erhofften Dominanz gleich von Beginn an führte das aber nicht.

Im Gegenteil legte die HSG immer ein Tor vor, führte nach Adrian Rudolphs Treffer nach elf Minuten sogar mit 5:3. Um diesen Vorsprung nicht nur zu halten, sondern durch Paul Helbing sogar auf 9:6 auszubauen (17.). Erst nach einer Auszeit von Trainer Georgi Sviridenko änderte sich das Bild. Hinten griff die Abwehr etwas fester zu, vorn wurden auch die Außen eingebunden. Zweimal Igor Schuldes, Sebastian Brus und Alexander Bärthel glichen zum 10:10 aus (21.). Vlad Avram gelang drei Minuten vor der Pause schließlich die erste Führung der Rot-Weißen, die auch bei Halbzeit noch Bestand hatte.

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel jedoch schnell wieder. Einmal noch konnte Max Pregler zum 16:15 netzen, dann profitierten Adrian Rudolph und Jan Grebe von einer Zeitstrafe gegen Luca Hagemann und drehten den Spieß wieder herum (34.). Louis Feckler und Fynn Welch erhöhten gar auf 19:17 (38.), ehe die MT sich aufraffte, zur vom Gegner gefürchteten Schlussphase anzusetzen. Luca Hagemann und Max Pregler trafen zum neuerlichen Ausgleich.

Der womöglich spielentscheidende Moment war Eugen Gisbrechts energischer Durchbruch zum vermeintlichen 20:19 (42.). Melsungens Spielmacher blieb dabei am Gegner hängen, kam unglücklich auf, verletzte sich schwer am rechten Knie und musste das Spielfeld unter Schmerzen verlassen. Ein Verlust, den die ohnehin seit Wochen verletzungsbedingt mit schmaler Bank antretende MT nicht kompensieren konnte. Zwar verbuchten Sebastian Bruns und Max Pregler noch einmal knappe Führungen, doch als Melsungens Torjäger zu allem Überfluss eine Strafe kassierte, packten die Gastgeber die sich ihnen bietende Chance beim Schopfe. Adrian Rudolph und Felix Heckmann fanden immer wieder Lücken zum erfolgreichen Abschluss und profitierten dabei von den glänzenden Reaktionen ihres Torstehers Nico Huth. Rudolphs 25:22 (58.) brachte die Entscheidung, nachdem Pregler nach seiner dritten Zeitstrafe aus dem Spiel war.

 

Statistik

MT II: Meyfarth (9 Paraden, 16 Gegentore), Frohmüller (1 P. / 10 G.); Hagemann 1, Schuldes 3, Avram 5, Bärthel 1, Pregler 6, Bruns 4, Gisbrecht 3/2, Hartung.

HSG: Hüsken (5 P. / 15 G.), Huth (9 P./ 8 G.); Hinz, Feckler 2, Welch 3, Scholz 2, Grebe 2, Barth, Gericke, Witzel 2, Rudolph 8/1, Heckmann 6, Helbing 1, Fischer.

Zuschauer: 150 – Schiedsrichter: Stich / Straßheim (Hüttenberg) – Strafen: 10 : 6 Minuten – Siebenmeter: 2/2 : 1/1.

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