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Er mühte sich mit einer kurzen Deckung fast über die gesamte Spieldauer und war kaum ein Faktor. Aber in der Schlussphase sicherte Max Pregler mit seinen Toren den knappen Sieg gegen den Tabellendritten. (Foto: WMK)

Landesliga: 29:28 gegen Grossenlüder - die Meisterschaft ist in Griffweite

Die MT Melsungen steht nach ihrem 29:28 (16:14)-Erfolg gegen die HSG Großenlüder/Hainzell kurz vor der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Oberliga. In einem engen Schlagabtausch waren die Gäste über weite Strecken der ersten Hälfte im Vorteil. Melsungen befreite sich, erspielte sich zwischenzeitlich eine Vier-Tore-Führung und brachte den Sieg trotz unverdrossen kämpfender Gäste über die Ziellinie.

In einem Spiel fast ohne Torhüterleistung in der Anfangsphase fielen die Treffer zu Beginn im Minutentakt. Mit Vorteilen bei den Gästen, die mit dem ersten Anwurf gleichzeitig den Vorteil des Vorlegens für sich verbuchten. Bis zum 4:4 (7.), dann übernahm kurzfristig die MT das Ruder durch Christopher Barths bereits dritten Erfolg zum 5:4 (9.) und lag nach Luca Hagemanns Doppelschlag zum 7:6 vorn (14.). Auch Igor Schuldes traf doppelt zum 10:9 (19.).

Es waren die einzigen drei Führungen des Tabellenführers bis zu Trainer Georgi Sviridenkos Auszeit in der 23. Minute. Die kam, nachdem Lukas Dimmerling sogar auf 13:11 für den Tabellendritten gestellt hatte, die erste Führung überhaupt mit mehr als einem Tor für eine der beiden Mannschaften. Sviridenko justierte neu, verzichtete aber auf Wechselspiele. Seine Worte fanden Gehör, die Abwehr arbeitete effektiver, Fabian Meyfarth fand ins Spiel. Igor Schuldes und Eugen Gisbrecht per Siebenmeter glichen aus, Jona Gruber holte die Führung zum 14:13 zurück (25.). Kurz darauf knickte Henrik Dimmerling um und musste das Feld mit einer Bänderverletzung verlassen. Melsungen nutzte die entstehende Unordnung beim Gegner, Vlad Avram und Eugen Gisbrecht, ein weiteres Mal von der Siebenmeterlinie, bauten auf 16:13 aus, ehe Jonathan Alt kurz vor der Pause noch einmal verkürzen konnte.

Die MT blieb nach dem Wechsel zunächst spielbestimmend. Gisbrecht und Hagemann erhöhten schnell auf vier Tore. Verpassten es aber, trotz eines von Fabian Meyfarth gehaltenen Siebenmeters gegen Dominik Malolepszy, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Im Gegenteil brachten Zeitstrafen gegen Max Pregler, Christopher Barth und Eugen Gisbrecht die Gäste wieder voll ins Geschäft. Drei Treffer von Rechtsaußen Lukas Münker und ein Siebenmeter von Benedikt Dimmerling sorgten beim 21:20 wieder für Spannung (42.).

Mehr noch: Dominik Malolepszy traf zweimal von Linksaußen und brachte Großenlüder damit wieder in Vorlage (22:23, 46.). Was Eugen Gisbrecht im zweiten Nachwurf egalisierte, nachdem der starke Malte Nelling, noch in der ersten Hälfte für Mike Decher gekommen, zuvor gegen Jona Gruber und Max Pregler gehalten hatte. Und Melsungens Spielmacher legte gleich noch zweimal nach, machte damit seinen „echten“ Hattrick“ zum 25:23 perfekt (50.).

Die letzten zehn Minuten boten viel Nervenkitzel. Zwar scheiterte Sebastian Bruns mit seinem Strafwurf am kurzzeitig zurückgekehrten Decher, sicherte sich aber den Abpraller und vollstreckte mit Verspätung zum 26:24 (55.). Dann handelte sich Jona Gruber bei Lukas Dimmerlings Anschluss zum 27:26 eine Strafe ein, Vlad Avram zog in Unterzahl aber einen weiteren Siebenmeter, den Max Pregler verwandelte. Die Gäste kämpften, drückten aufs Tempo – und trafen: durch Lukas Münker zum 28:27, was Max Pregler mit einer feinen Einzelleistung korrigierte. Dann fiel nur noch ein Treffer, der für die HSG jedoch zu wenig war, um das Remis aus dem Hinspiel zu wiederholen.

Statistik

MT II: Meyfarth (15 Paraden, 27 Gegentore), Frohmüller (bei einem Siebenmeter, 0 P. / 1 G.); Hagemann 3, Schuldes 4, Avram 4, Pregler 4/1, Bruns 1, Gruber 2, Cejka, Gisbrecht 8/3, Hartung, Barth 3.

HSG: Decher (5 P. / 12 G.), Nelling (8 P./ 17 G.); Martin 1, Räther, Münker 6, B. Dimmerling 4/1, Alt 1, Malolepszy 5/1, L. Dimmerling 7/1, Blinzler 1, H. Dimmerling 3.

Zuschauer: 100 – Schiedsrichter: Hildebrand / Loll (Fulda / Vogelsberg) – Strafen: 10:2 Minuten – Siebenmeter: 6/4:4/3.

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