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Der Jubel nach dem Schlusspfiff kannte keine Grenzen: die siegreiche Mannschaft der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen steht im Playoff-Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft! (Foto: WMK)

B-Jugend: Qualifikation geschafft! Jetzt im DM-Achtelfinale gegen die Löwen!

Die Handball-B-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen hat es geschafft! Durch einen 19:16 (12:6)-Sieg beim Meisterschafts-Zweiten der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, der HG Saarlouis, zog die Mannschaft von Trainer Georgi Sviridenko in die Playoffs zur Deutschen Meisterschaft ein und trifft dort im Achtelfinale auf die Vertretung der Rhein-Neckar Löwen. Im Hinspiel am kommenden Samstag (14.30 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) haben die Nordhessen Heimrecht.

Mit viel Schwung, Übersicht und vor allem Geduld im Angriff startete die mJSG stark in die Partie. Keine fünf Minuten waren vergangen, da führten die Nordhessen schon mit 3:0. Jan Dobriczikowski per Tempogegenstoß, Lasse Hellemann vom Kreis sowie Paul Kompenhans, abknickend  aus dem Rückraum, hatten getroffen, Jannik Büde im Tor reaktionsschnell den Gewaltwurf von Marvin Schug entschärft. Erst nach Julian Fuchs‘ nächstem Gegenstoß zum 4:0 kamen die Gastgeber nach acht Minuten zu ihrem ersten Treffer.

Beirren ließen sich die Melsunger davon nicht. Im Gegenteil  stand die Deckung um Ole Pregler und Paul Kompenhans im Zentrum ganz sicher, so dass selbst das taktische Mittel des übergegangenen zweiten Kreisläufers der Gastgeber wirkungslos verpuffte. Nach einer Viertelstunde hatten Lasse Hellemann, Jona Rietze per Siebenmeter, Jan Dobriczikowski und Julian Fuchs auf 8:1 erhöht. Auf Saarlouiser Seite hatte Torhüter Julien Bro mit einigen guten Reaktionen einen noch höheren Spielstand verhindert.

Bis zum 11:2 nach Julian Fuchs‘ Doppelschlag nach 21 Spielminuten sah alles nach einem vollkommen ungefährdeten mJSG-Erfolg aus, der im Fanbus zahlreich mitgereiste Anhang der Bartenwetzer kam auf der Tribüne aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus. Ein Hochgefühl, in dem sich die mJSG auf dem Feld dann jedoch etwas zu sicher fühlte und erste Unkonzentriertheiten offenbarte. Lennart Poncelet erkannte das zuerst und nutzte seine beiden Möglichkeiten, zog damit seine Mannschaftskollegen mit. Die verkürzten dann prompt auch bis zum Pausenpfiff auf nur noch sechs Tore Rückstand.

Der schrumpfte nach Wiederbeginn weiter. Weil Ole Pregler von Lennart Poncelet schon an der Mittellinie aus dem Spiel genommen wurde und seine Kameraden es an Kreativität im Spiel fünf gegen fünf vermissen ließen. Zudem steigerte sich Julien Bro im HG-Tor und hatte schon nach sieben Minuten mehr gehaltene Bälle auf seinem Konto als in der gesamten ersten Hälfte. Fast zwangsläufig kam Saarlouis bis auf 12:8 heran (32.), Trainer Georgi Sviridenko bat zur Auszeit.

Und der Keeper der Saarländer blieb ein Faktor. Beim Stand von 13:9 hielt er seinen zweiten Siebenmeter, konnte das anschließende 14:9 durch eine feine Einzelleistung von Jona Rietze jedoch nicht verhindern. So langsam fand die mJSG zurück in die Spur, wenngleich nicht zur alten Überlegenheit. René Andrei sorgte spürbar für Belebung im Angriff, Jannik Büde im Tor eiferte seinem Gegenüber nach und parierte einen Siebenmeter von Jonas Peifer (14:10, 37.).

Dennoch, die zweite Hälfte gehörte den Hausherren. Angetrieben vom immer stärker werdenden Marko Grgic holten sie weiter auf, Lennart Poncelet gelang der Anschluss zum 15:14 und der gleiche Spieler vergab den möglichen Ausgleich durch ein Stürmerfoul. Im Gegenzug handelte sich Jannik Reinshagen eine Strafe ein und Jan Dobriczikowski machte das 16:14 (46.). Ein Herzschlagfinale bahnte sich an, da Saarlouis jeden Melsunger Treffer direkt beantwortete und dran blieb. Erst als Paul Kompenhans eine Minute vor dem Ende das 18:16 erzielte und Jannik Büde mit seiner letzten und wichtigsten Parade gegen den frei durchgebrochenen Alexander Herzig die 50%-Quote an gehaltenen Bällen erreichte, war der Erfolg unter Dach und Fach und Kompenhans' Schlusspunkt nur noch die Draufgabe

 

Statistik

mJSG: Büde (16 Paraden / 16 Gegentreffer) Herbst (n. e.), Dreißiger (n. e.); Dobriczikowski  4, Badenheuer, Gastrock-Mey, Kompenhans 3, Pregler, Rietze 2/1, Fitozovic, Dhaliwal, Andrei 1, Hellemann 3, Fuchs 6.

HGS: Bro (13 P. / 19 G.), Hein (n. e.); Dax, Huth, Poncelet 4, Reinshagen, Tosetto 1, Grgic 7/1, Jose, Peifer 1, Schug 1, Herzig 2.

Z: 300  SR: Bertram / Deyer (Kirn) - Strafen: 2 : 6 Minuten – 7m: 3/1 : 2/1.

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