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Linksaußen Alexander Bärthel war mit sieben Toren erfolgreichster Schütze der Partie beim Melsunger Sieg über Dittershausen. (Foto: MTT)

Landesliga: Gelungene Generalprobe für das Gipfeltreffen

Die MT Melsungen II hat mit einem 24:22 (14:10) über die TSG Dittershausen die Generalprobe für das wohl entscheidende Spiel um Meisterschaft und Aufstieg beim TV Hersfeld am kommenden Wochenende siegreich überstanden. Musste dabei aber von einem zwischenzeitlich herausgespielten Sieben-Tore-Vorsprung zehren, den die tapfer kämpfenden Gäste im Verlauf der zweiten Hälfte fast komplett abbauten.

Über eine starke und konsequente Deckungsarbeit erarbeitete sich der Tabellenführer in den Anfangsminuten Vorteile. An Max Pregler und Jona Gruber im Innenblock biss sich Dittershausens Rückraum die Zähne aus. Im Spiel nach vorn wurde darüber hinaus die gesamte Breite des Feldes genutzt. Vier verschiedene Torschützen, von Linksaußen Alexander Bärthel über Tomas Piroch und Max Pregler aus der zweiten Reihe sowie Igor Schuldes von Rechtsaußen sorgten zügig für eine 4:1-Führung (6.).

Die zwar von Moritz Gerlach und Julian Braun verkürzt wurde, dann aber in einen komfortablen 8:3-Vorsprung mündete (14.), herausgeworfen wieder sehr variabel über alle Spielpositionen. Die Auszeit von Gästetrainer Sead Kurtagic, früher lange Zeit selbst im Melsunger Trikot aktiv, kam folgerichtig früh, um nicht noch weiter ins Hintertreffen zu geraten. Mit überschaubarem Erfolg zunächst, weil Max Pregler und Lukas Dexling sogar auf 10:4 ausbauten (19.).

Dann allerdings war es vorbei mit der MT-Dominanz, langsam aber sicher fand die TSG ins Spiel. Verkürzte durch Tomy Stein und Patrick Zimmermann auf 10:6 (21.), kam eineinhalb Minuten vor der Halbzeitpause auf drei heran, um dann aber doch noch den 14. Gegentreffer durch Igor Schuldes zu kassieren. Bemerkenswert war die Erfolgsquote der Melsunger Außenspieler: sowohl Alexander Bärthel als auch Igor Schuldes hatten bereits je viermal getroffen und damit zusammen mehr als die Hälfte der MT-Tore erzielt.

Nach dem Seitenwechsel schien es zunächst, als strebe der Tabellenführer die schnelle Vorentscheidung an. Nach Finn-Max Poppenhägers 14:11 wechselten sich Alexander Bärthel und Eugen Gisbrecht ab, erzielten je zwei Treffer und schraubten das Ergebnis bis zur 37. Minute auf 18:11 hoch. Âls sich Eugen Gisbrecht zum Kreis durchmogelte, von Tomas Piroch prima bedient wurde und das 20:13 machte (42.), schien die Partie endgültig gelaufen.

Doch nach einer eher harmlosen Rangelei bei Igor Schuldes‘ Versuch, hinter Moritz Gerlach, der gerade erst das 20:14 erzielt hatte, zum Kreis einzulaufen, bekamen zur Verwunderung aller beide Akteure eine Strafe aufgebrummt. Es wurde bissiger, eine Minute später musste auch Jan-Thorben Kessler raus, nachdem er Max Pregler gefällt hatte. Melsungen geriet außer Tritt, Dittershausen wachte plötzlich auf.

MT-Trainer Georgi Sviridenko nahm eine Auszeit nach Finn-Max Poppenhägers 22:18 (48), vermochte damit den Lauf der Gäste jedoch nicht einzubremsen. Eugen Gisbrecht verwandelte in Unterzahl, als Lukas Dexling eine weitere Strafe absaß, einen Siebenmeter zum 23:19 (52.), dann spielte nur noch der Gast.  Auch weil Max Pregler der nächste war, der raus musste. Matthias Siebert und Moritz Gerlach verkürzten auf 23:22 (56.), der Favorit wankte. Zumal Eugen Gisbrecht einen weiteren Siebenmeter, an ihm selbst verursacht, nicht an Pascal Glöckner vorbei brachte.

Vier Minuten waren da noch zu spielen, die mit lang ausgespielten Angriffen zum Krimi wurden. Selbst als Lukas Reinbold das Feld verlassen musste und Max Pregler genau zwei Minuten vor Ultimo das 24:22 erzielte, lag noch eine Überraschung in der Luft. Doch Mathias Sieberts vorletzter Wurf prallte vom Pfosten ins Seitenaus, sein letzter ging von Linksaußen am langen Pfosten vorbei. Und der Außenseiter schrammte, wie schon im Hinspiel, nur knapp an einem Punktgewinn vorbei.

Statistik

MT II: Meyfarth, Frohmüller; Hagemann, Schuldes 4, Bärthel 7, Pregler 4, Bruns, Gruber, Piroch, Gisbrecht 5/2, Hartung, Dexling 2, Barth, Schuhmann.

TSG: Glöckner, Herwig; Gerlach 6/1, Jentzsch, Braun 2, Stein 2, Kessler 4, F. Poppenhäger 3, M. Siebert 2, Brede, D. Siebert, Zimmermann 2, Reinbold 1.

Zuschauer: 100 – Schiedsrichter: Solf / Harms (Fulda / Alsfeld) – Strafen: 8:6 Minuten – Siebenmeter: 3/2:1/1.

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