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Ein hartes Stück Arbeit hatte der dreifache Torschütze Nikita Pliuto, hier im Kampf gegen Mats Pfänder und Kai Ferber, mit der mJSG Melsungen/K./G. zu leisten, bevor der Erfolg gegen Oespel-Kley in trockenen Tüchern war. (Foto: WMK)

JBLH: Arbeitssieg zum Heim-Abschluss

Im letzten Heimspiel der Saison in der Jugendhandball-Bundesliga tat sich die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen äußerst schwer gegen die DJK Oespel Kley. Über drei Viertel des Spieles im Rückstand, drehten die Nordhessen die Partie erst in der Schlussphase und siegten mit 27:24 (12:13).

Es wollte einfach nichts gelingen zu Beginn bei den Melsungern. Zu statisch im Aufbau, zu wenig Druck auf die aufmerksame Deckung der Gäste. Die dagegen machten das Optimum aus ihren Möglichkeiten und gingen gleich einmal mit 2:0 nach vorn, ehe Jonas Goßmann von der Siebenmeterlinie der erste mJSG-Treffer zum 1:2-Anschluss gelang (6.). Bis zum ersten Feldtor durch Tomas Piroch zum 2:3 dauerte es weitere zwei Minuten. „Wir wollten das Spiel dominieren und aufs Tempo drücken, aber es hat uns die Geduld gefehlt und wir haben zu unkonzentriert abgeschlossen“, bemängelte Trainer Björn Brede.

Nicht, dass die Oespeler überragenden Handball gespielt hätten, sie zeigten sich einfach nur dieses Stück geduldiger und darüber hinaus ballsicherer. Und hatten in Jan Speckmann einen außerordentlich durchschlagskräftigen Rückraum-Linken, dessen 3:7 Melsungens Trainer Björn Brede nach 13 Minuten zur Auszeit zwang. In deren Anschluss es in der Tat besser wurde bei den Bartenwetzern. Insbesondere das Spiel über den Kreis klappte weitaus präziser als zuvor, zudem drehte Max Bieber auf. Und Björn Wenderoth, der den glücklosen Glenn Eggert zwischen den Pfosten abgelöst hatte, parierte gleich zweimal, so dass Jona Gruber zum 9:9 ausgleichen konnte (21.).

In der Folge überboten sich beide Teams im Auslassen von Möglichkeiten. Hatte zuvor schon Oespel-Kley sieben Minuten Torflaute zu überstehen, wartete anschließend Melsungen für die gleiche Dauer auf Zählbares. Was die Gäste nutzten, um wieder auf zwei Tore davon zu ziehen und davon zumindest noch einen in die Halbzeitpause zu retten.

Bei diesem leichten Vorteil der Westdeutschen blieb es nach dem Seitenwechsel. Die legten immer wieder einen vor, auch wenn Jona Gruber zuverlässig konterte und jeweils den Ausgleich machte. Sein dritter Volltreffer hintereinander bedeutete das 15:15 (35.), nachdem zuvor der ins Tor zurückgekehrte Glenn Eggert gegen Tobias Böck im Gegenstoß einen höheren Rückstand verhindert hatte.

Den nächsten Gleichstand wie auch die 17:16-Führung (38.) für Rot-Weiß besorgte Jonas Goßmann jeweils per Siebenmeter. Melsungen bekam Oberwasser, vermochte seine Vorteile aber nicht adäquat umzusetzen. Sowohl Jona Gruber als auch Maxim Pliuto scheiterten am Gebälk. Weil aber Glenn Eggert sich zu steigern wusste und mehrfach glänzend parierte stellte Maxim Pliuto trotzdem auf 19:17. „Wir hatten unsere Nerven nicht beisammen. Außerdem brauchen wir für ein gutes Ergebnis einfach unsere Bestbesetzung, die wir gerade in der Abwehr nach dem verletzunsbedingten Ausscheiden von Kai Ferber nicht mehr hatten“, beklagte DJK-Trainer Jens Pfänder. Eine gute Viertelstunde vor Schluss schien es endlich so, als könne Melsungen seiner Favoritenrolle doch noch gerecht werden. Zumal auch nach einer von Pfänder genommenen Auszeit weiter Melsungen am Drücker blieb. Max Bieber vollstreckte nach gewonnenem Zweikampf zum 20:17 (45.).

Der nächste Rückschlag kam in Form einer Zeitstrafe gegen Lukas Dexling, der DJK kam erst wieder ran und hatte nach Jona Grubers nächsten Pfostenkracher sogar die Chance zum erneuten Ausgleich. Das verhinderte die aufmerksame Deckungsreihe der Gastgeber, Maxim Pliuto schnappte sich den Abpraller und machte im Alleingang das 21:19 (50.). „Es brauchte erst einen Anpfiff für die Abwehr. Danach waren wir endlich aggressiver und Jan Speckmann kam nicht mehr so zum Wurf wie vorher. Dadurch konnte dann auch Glenn Eggert seine Quote deutlich verbessern, was ebenfalls geholfen hat“, analysierte Brede.

Noch einmal brachte eine Strafe gegen Dexling die mJSG ins Wanken, jedoch nicht zu Fall. Obwohl Oespel-Kley durch einen Doppelschlag von Rechtsaußen Tobias Böck auf 24:23 verkürzte (58.). Jona Gruber war es vorbehalten, nach vier Holztreffern endlich wieder einmal zu netzen und damit die Weichen endgültig auf Sieg zu stellen, ehe Jonas Goßmann mit dem Schlusspfiff die deutlichste mJSG-Führung der gesamten Partie realisierte.

 

Statisik

mJSG: Eggert (10 Paraden / 20 Gegentore), Wenderoth (2 P. / 4 G.); Piroch 3, Küllmer, Goßmann 7/4, Gruber 6, Schuhmann, Koch, Bieber 5, N. Pliuto 3, M. Pliuto 3, Dexling.

DJK: Dittrich (10 P. / 26 G.), Friedrich (bei einem Siebenmeter, 0 P. / 1 G.); Fege 2, M. Pfänder 6/1, Ferber 2, J. Pfänder, L. Pfänder 3, Overberg, Brieden 1, Böck 3, Wolak, Speckmann 7.

Z: 80 - SR: Hempel / Tralles (Gera) - Strafen: 4 : 8 Minuten – 7m: 4/4 : 2/1.

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