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Baunatal fand nur selten ein Mittel gegen das breit angelegte spiel der Melsunger. Hier setzt sich Eugen Gisbrecht zum Kreis durch und kommt zum Torerfolg. (Foto: WMK)

Landesliga: Den Punktverlust der Hinrunde vergessen gemacht

Die MT Melsungen II revanchierte sich bei der HSG Baunatal für den im Hinspiel erlittenen Punktverlust eindrucksvoll. Bei ihrem 33:21 (15:8)-Erfolg im Rückspiel blieben nicht lange Fragen offen. Über eine geschlossene Mannschaftsleistung, aus der einmal mehr Max Pregler mit neun Feldtoren herausragte, legte der Meisterschaftsfavorit bereits bis zur Halbzeit den Grundstein zum klaren Sieg.

Schon der Start, den die MT vom Anwurf weg hinlegte, war vielversprechend. Ohne viel Schnörkel, mit gutem Tempo und im Abschluss konzentriert sorgten Alexander Bärthel und Eugen Gisbrecht mit jeweils zwei Treffern für eine schnelle 4:1-Führung (5.), die Fabian Meyfarth mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Lennart Kusan absicherte. Und doch diente das noch nicht dazu, die nötige Sicherheit auch dauerhaft aufrecht zu erhalten. Im Gegenteil fanden die VW-Städter in Martin Reinbold ihr Mittel gegen die sonst stabil stehende Melsunger Deckung. Zwei erfolgreiche Anspiele auf den Kreisläufer, dazu ein Volltreffer von Christian Vogt, die HSG war wieder auf 5:4 dran (10.).

Weil aber der Spitzenreiter umgehend reagierte und Jona Gruber im Innenblock neben Max Pregler einen hervorragenden Job erledigte, versiegte die Baunataler Gefahrenquelle ebenso schnell wieder, wie sie aufgebrochen war. Einmal noch, zum 5:7, traf Max-Malte Wagenführ per Siebenmeter (13.), dann war komplette Flaute im Angriff der Gastgeber. Die bissen sich meist schon am Abwehrriegel die Zähne aus, den Rest erledigte Fabian Meyfarth. Fast zehn Minuten ohne Makel hinten, dafür weitgehend konzentriert in der Verwertung eigener Chancen vorn – Eugen Gisbrechts fünfter Torerfolg zum 12:5 (21.) sorgte frühzeitig für ein beruhigendes Polster.

Spektakulär war es nicht, was beide Mannschaften den Zuschauern zeigten. Zu überlegen die Gäste, zu einfallslos die Gastgeber, als dass so etwas wie Derbykribbeln aufgekommen wäre. Hätte nicht Max Henkel im Tor der HSG noch den einen oder anderen Ball entschärft, wäre schon bei Halbzeit alles klar gewesen. So hielt Baunatal den Rückstand immerhin konstant, Melsungen konnte sich auf die Verwaltung des Abstandes beschränken.

Max Pregler sorgte nach dem Seitenwechsel schnell für klarere Verhältnisse. Drei Würfe – drei Tore - 18:9 (33.). Der Auftakt einer Viertelstunde Pregler-Power, in der Melsungens Torjäger traf wie er nur wollte. Bis einschließlich zum 23:14 (45.) traf, mit Ausnahme eines einzigen Tores durch Vlad Avram, nur er für die Rot-Weißen und schraubte sein persönliches Erfolgskonto auf neun hoch. Als er schließlich auf der Bank Platz nehmen durfte, übernahm Eugen Gisbrecht nahtlos. Baunatal fand kein Mittel gegen den Druck der MT aus dem Rückraum.

Die verbleibende Zeit nutzte Trainer Georgi Sviridenko, um Einsatzzeiten zu verteilen. Lukas Frohmüller übernahm den Platz zwischen den Pfosten, Christopher Barth, Sebastian Bruns und Luca Hagemann kamen zu ihren Einsätzen. Die Rolle des Spielmachers übernahm Kreisläufer Lukas Dexling und erledigte diese Aufgabe nicht nur zufriedenstellend, sondern verbuchte mit einem schönen Durchbruch über Halbrechts schließlich auch den Schlusspunkt unter den ebenso klaren wie auch in dieser Höhe verdienten Auswärtserfolg des Tabellenführers.

 

Statistik

MT II: Meyfarth (14 Paraden, 18 Gegentore), Frohmüller (1 P. / 2 G.); Hagemann 1, Schuldes 5, Avram 4, Bärthel 3, Pregler 9, Bruns, Gruber, Hruby 1, Gisbrecht 7/3, Hartung, Dexling 2, Barth 1.

HSG: Henkel (6 P. / 18 G.), Suter (3 P./ 15 G.); Kusan 4/1, Richter 2/2, Guthardt, Gruber, Wagenführ 5/3, Vogt 3, Mett 1, Hurn, Kusik, Ganasinski, Seifert, Reinbold 6.

Zuschauer: 190 – Schiedsrichter: Mayfarth / Heß (Dittershausen) – Strafen: 4:6 Minuten – Siebenmeter: 3/3:7/6.

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