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Er durfte trotz der Niederlage mit seinem Debüt zufrieden sein: Paul Kompenhans absolvierte seine ersten Spielminuten in der Bundesliga uns traf gleich zweimal. (Foto: WMK)

JBLH: Ordentliche zweite Hälfte beim Klassenprimus

Ohne Chance auf Zählbares blieb die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen beim Tabellenführer der Bundesliga-Staffel West, GWD Minden. Das 25:37 (12:22) spiegelte die Kräfteverhältnisse an diesem Abend korrekt wider. „Egal, was wir gespielt haben, wir waren irgendwie immer einen Schritt zu spät dran“, sagte Trainer Björn Brede.

Ohne Glenn Eggert, ohne Mikulas Cejka, mit dem angeschlagenen Julian Damm erst einmal auf der Bank – gleich auf drei bewährte Stammkräfte musste die mJSG zu Beginn verzichten, und das ausgerechnet beim Spitzenreiter, der auf Wiedergutmachung für die Hinspielpleite aus war. Eine von nur zwei Niederlagen, die der amtierende Meister der Staffel West und auch diese Saison  unangefochtene Klassenprimus bisher hinnehmen musste.

Die Anfangsminuten gehörten dennoch den Gästen, die ihre Möglichkeiten im Gegensatz zu GWD nutzten. Zwei Treffer von Tomas Piroch brachten die mJSG mit 4:2 in Vorlage (5.). Doch ein Pfostenwurf von Jonas Goßmann beim Siebenmeter, einmal Holz durch Maxim Pliuto und Pirochs erster Fehlwurf halfen Minden, das Spiel schnell zu drehen. Weil Maximilian Nowatski nicht zu halten war und Torhüter Leon Grabenstein zweimal glänzend parierte Trainer Björn Brede musste nach 13 Minuten beim Stand von 6:10 eine Auszeit nehmen. „Wir wollten über eine starke Abwehr ins Spiel kommen und auf den Halbpositionen die Zwewikämpfe gewinnen. Das iszt uns nicht gelungen“, erklärte Melsungens Coach.

Bei den Nordhessen lief trotz der frühen Ansprache nicht viel zusammen. Goßmann scheiterte ein zweites Mal von der Linie, diesmal an Grabenstein, die Abwehr blieb gegen Simon Strakeljahn zu passiv. Der schaffte das seltene Kunststück, gleich sechsmal in direkter Folge zu treffen, ehe Ole Pregler diese Serie mit seinem 7:14 unterbrach (19.). Ein kurzes Strohfeuer nur. Jerrit Jungmann schloss nahtlos an und nach dessen 17:8 bat Brede bereits ein zweites Mal zur Auszeit (22.). Die fruchtete kurzzeitig (11:17 Julian Damm, 24.), ehe GWD wieder anzog und sich bis zur Pause auf zehn Tore ansetzte. „Das war heute eine deutlich bessere Angriffsleistung als noch im Hinspiel“, freute sich Mindesns Trainer Sebastian Bagats.

Damit war die Partie natürlich vorentschieden, wenngleich die Köpfe bei den Gästen selbst nach Maximilian Nowatzkis 29:16 (43.) nicht nach unten gingen. Im Gegenteil brachten die neuen Spieler von der Bank noch einmal viel frischen Wind. Max Bieber tat sich als Torschütze und kreativer Vorbereiter hervor, Paul Kompenhans, eigentlich wie Ole Pregler noch B-Jugendlicher, kam zu seinen ersten 20 Minuten Bundesliga und wusste sofort zu überzeugen. Der Rückstand rutschte zwischenzeitlich wieder auf elf (19:30, 49.), ehe Minden mit einem Zwischenspurt, begünstigt durch eine Zeitstrafe gegen Nikita Pliuto, auf 34:19 stellte (52.).

Doch auch davon ließen sich die Nordhessen nicht beeindrucken, sondern suchten weiter ihre Chance auf Resultatsverbesserung. Die gelang dann auch, weil Paul Kompenhans und Jonas Goßmann in Unterzahl trafen, Luca Schuhmann ein schönes Kempa-Anspiel von Max Bieber zum 22:35 verwertete (55.) und der ebenfalls noch B-Jugendliche Eggert-Ersatz Jan-Lasse Herbst kurz vor dem Ende einen Strafwurf von Kjell Watermann parierte. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit ganz ordentlich dagegen gestemmt. Aber 37 Gegentore sind hier einfach zu viel gewesen. Wir haben den Mindeneer Rückraum zu oft ohne Kontakt gelassen“, machte Brede die Höhe der Niederlage an der wenig überzeugenden Defensivleistung fest. Während sich sein Kollege Bagats über den großzügigen Freiraum für seine Distanzschützen freute: „Wir konnten gut Drucksitiationen aufbauen, und kamen dann mit einer Zusatzkreuzung meist schon zum Abschluss“.

 

Statisik

mJSG: Wenderoth (9 Paraden / 35 Gegentore), Herbst (3 P. / 2 G.); Piroch 4, Schuhmann 2, Goßmann 2, Gruber 4, Kompenhans 2, Damm 2, Pregler 2, Bieber 5, N. Pliuto 1, M. Pliuto 1, Dexling.

GWD: Grabenstein (2 Tore, 13 P. / 20 G.), Jürgens (0 P. / 5 G.); Watermann 2/1, Reimler 2, Braun 3/1, Nowatski 10/1, Mattausch 1, Nolting 1, Jungmann 5, Fischedick 1, Galling 3, Strakeljahn 7/1.

Z: 60 - SR: Gimmler / Rips (Irxleben) - Strafen: 4 : 0 Minuten – 7m: 4/1 : 5/4.

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