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Spielmacher, Motivator und nicht zuletzt erfolgreicher Torschütze im Dutzendpack: Max Pregler war der überragende Mann auf dem Feld beim Thriller gegen Twistetal. (Foto: MTT)

Landesliga: MT2 entscheidet packenden Schlagabtausch mit Twistetal erst spät für sich

Mit einer Energieleistung in der zweiten Hälfte drehte die MT Melsungen II ein ganz enges Spiel gegen die stark und engagiert auftretende HSG Twistetal mit 30:28 (10:14). Mit zwölf Toren war der wegen seiner Schulterverletzung immer noch gehandicapte Max Pregler Motor, Vorkämpfer und Torschütze in Personalunion.

Dabei hatten die Melsunger erst einmal einen veritablen Fehlstart hingelegt. Erst mühten sie sich fruchtlos vor der gegnerischen Deckungsreihe, gerieten ins passive Spiel und als Christopher Barth wenigstens einen Siebenmeter herausholte, scheiterte Eugen Gisbrecht nach drei Minuten an Patrick Fingerhut. Zwar konnten Alexander Bärthel und Eugen Gisbrecht Joshua Sturms Führung drehen, dann traf der HSG-Mittelmann allerdings zwei weitere Male und Heinrich Wachs legte einen drauf – nach acht Minuten prangte ein 2:4 an der Anzeigetafel.

Weitere zehn Minuten später war der Spielstand verdoppelt: 4:8, nachdem Heinrich Wachs mit ebenfalls drei Torerfolgen für die Gäste zugeschlagen hatte. Möglich gemacht wurde diese überraschende Dominanz der Gäste von Schlussmann Patrick Fingerhut, der bereits sechsmal pariert hatte, bevor Christian Damm den fünften Melsunger Treffer erzielte. Heinrich Wachs zum Vierten zwang MT-Trainer Georgi Sviridenk schließlich zur Auszeit (5:9, 18.).

Max Pregler kam ins Spiel, nachdem er zuvor bereits zwei Siebenmeter versenkt hatte. Und mit ihm lebte das Angriffsspiel der Rot-Weißen spürbar auf. Das 10:11 nach 25 Spielminuten war bereits sein sechster Torerfolg. Zur sicherheit der MT trog das indes nicht bei. Im Gegenteil schlug Heinrich Wachs drei weitere Male zu, schraubte damit sein persönliches Trefferkonto auf acht hoch und sorgte für eine ebenso überraschende wie verdiente Pausenführung der Gäste.

Den Anschluss und damit die Rückkehr der MT2 ins Spielgeschehen gelang Christian Damm per Tempogegenstoß zum 14:15 (35.), nachdem kurz zuvor Max Pregler von der Siebenmeterlinie am Querbalken gescheitert war. Von nun an war es ein packender Schlagabtausch auf Augenhöhe, in dem Alexander Bärthel in Überzahl, als Wachs eine Strafe absaß, der Ausgleich zum 17:17 gelang (38.). Die nächsten beiden HSG-Führungen egalisierte Eugen Gisbrecht, das 20:20 ging auf Vlad Avram (42.).

Langsam, aber sicher setzte sich die bessere Physis der Melsunger durch, was sich besonders in der Defensive bemerkbar machte. Zwei Ballgewinne, zwei schnelle Gegenstöße durch Christian Damm sowie Max Pregler und bei beiden Toren jeweils eine Strafe gegen Twistetaler Spieler drehten das Blatt. Zwitweise standen nur noch drei Grün-Schwarze auf dem Feld, die aber Schlimmeres verhindern konnten. Nichts achen konnten sie indes gegen Christian Damms 23:20, in dessen Vorfeld Alexander Bärthel, diesmal folgenlos, heftig „abgeräumt“ wurde (45.).

Geschlagen gaben sich die Gäste aber noch längst nicht. Die Partie wurde immer verbissener geführt, mehrfach drohte sie den Unparteiischen zu entgleiten. Christian Damm war das erste Opfer mit seiner dritten Zeitstrafe, die Johannes Happe zum 23:21 nutzte (47.). Auf der anderen Seite blieb eine Hand in Max Preglers Gesicht ungeahndet. Was nicht heißt, dass allein die MT leidtragend war. Auch die Twistetaler hatten mehrfach Grund, sich lautstark über strittige Entscheidungen zu beschweren. Einer jedoch behielt die Übersicht: Max Pregler hielt Melsungen mit seinen Toren im Vorteil (25:23, 50.), ehe er durch Torben Bender in kurze Deckung genommen wurde.

Twistetal wurde nach Nico Isenbergs 27:26 (54.) noch offensiver. Neben Pregler wurde auch Eugen Gisbrecht schon an der Mittellinie persönlich in Empfang genommen, der Rest der Abwehr rückte weit ins Halbfeld auf. Das zeigte Wirkung. Zwei leichtfertige Ballverluste, von denen zum Glück für die Hausherren nur einer bestraft wurde. Dennoch begann die Partie fünf Minuten vor dem Ende bei Gleichstand noch einmal von Neuem. Den Höhepunkt erfuhr die Begegnung erst in der Schlussminute. Lukas Isenberg scheiterte beim Stand von 29:28 an Lukas Frohmüller, verursachte darüber hinaus noch ein Stürmerfoul und gab Max Pregler damit die Chance, 19 Sekunden vor Ultimo den alles entscheidenden Torerfolg zu erzielen.

 

Statistik

MT II: Meyfarth (3 Paraden, 13 Gegentore), Frohmüller (6 P. / 15 G.); Hagemann, Kranz, Schuldes 2, Avram 3, Bärthel 3, Damm 3, Pregler 12/5, Bruns, Gisbrecht 6/2, Hartung, Dexling 1, Barth.

HSG: Mettenheimer (1 P./ 5 G.), P. Fingerhut (12 P./ 25 G.); Fait, Köhne, Isenberg 3, Happe 4, Krouhs 3, S. Fingerhut 3, Bitter 1, Bender, Pohlmann, J. Sturm 5, L. Sturm, Wachs 9.

Zuschauer: 120 – Schiedsrichter: Wiederhold / Erben (Gensungen / Wollrode) – Strafen: 14:14 Minuten – Disqualifikation: Damm (MT, 3x2 Minuten, 45:03) -  Siebenmeter: 9/7:2/2.

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