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Lieferte in Hagen ein herausragendes Spiel und war mit neun Treffern der erfolgreichste mJSG-Schütze: Ole Pregler, hier in einer Szene aus dem vorangegangenen Heimspiel. (Archiv-Foto: MTT)

JBLH: mJSG fährt in Hagen ihren höchsten Bundesliga-Erfolg ein

Mit einem ebenso deutlichen wie überzeugenden 33:18 (16:10)-Sieg im Gepäck kehrten die A-Jugend-Handballer der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen von Gastspiel beim VfL Eintracht Hagen zurück. Bei noch zwei ausstehenden Nachholspielen beträgt der Rückstand auf Lemgo, das den begehrten sechsten Platz der Bundesliga Staffel West innehat, noch drei Minuspunkte.

Zu Beginn schien sich die wenig berauschende Leistung aus dem Hinspiel, als das Tabellenschlusslicht in Melsungen seinen bisher einzigen Zähler ergatterte, zu wiederholen. An Chancen mangelte es nicht, einzig deren Veredelung wollte nicht gelingen. So kam es nicht überraschend, dass die Gastgeber nach fünf Minuten noch ohne Gegentor waren und durch Josip Jukic zweimal getroffen hatten. „Wir haben den Torhüter einfach angeworfen, die Konzentration hat total gefehlt“, bemängelte Trainer Björn Brede.

Das änderte sich dann jedoch recht schnell und vor allem der Rückraum mit Jona Gruber und Tomas Piroch sorgte für die Wende zur 7:4-Führung (12.). Nicht nachhaltig, weil der Abschluss weiter ein Manko blieb und auch schon in der Vorwärtsbewegung einige Bälle verloren gingen. So dass Brede nach Hagens Anschluss zum 9:8 eine Auszeit nehmen musste. In der er am Spiel zwar nichts veränderte, aber dafür sehr bestimmt forderte, geduldig zu spielen und keine Halbchancen zu nehmen. „Es lag nicht am Gegner, denn den haben wir durch unsere Fehler erst wieder eigeladen am Spiel teilzunehmen“, ärgerte sich elsungens Übungsleiter. Mit leichter Verspätung, der VfL kam sogar noch zum 10:10-Ausgleich, fruchtete seine  Ansprache aber immerhin. Bis zur Pause ließ die starke Deckung nämlich nichts mehr zu und vorn landete das Leder zuverlässig im Netz. „Der Schlüssel war, dass wir unsere eigene Fehlerquote verringert haben und gleichzeitig Hagens Kreisläufer im Griff hatten“, machte Brede eine deutliche taktische Steigerung zum Hinspiel aus, als die Nahwurfzone die Achillesferse darstellte.

Nach dem Seitenwechsel waren die Fronten schnell geklärt. Mit einem umsichtigen Jona Gruber als Spielgestalter und Ole Pregler als starkem Vollstrecker mit einer herausragenden Trefferquote von über 70 Prozent war die Vorentscheidung schnell herbeigeführt (23:13, 43.). Die verbleibende Spielzeit nutzte Brede, um allen Akteuren ausgedehnte Spielzeiten zu geben. Ohne große Leistungseinbußen, weil Maxim Pliuto die Spielführung gekonnt übernahm, feine Kreisanspiele lieferte und selbst über Schlagwürfe erfolgreich war. „Die Mannschaft hat an die starken Leistungen der letzten Spiele angeknüpft. Vor allem was wir uns für die Abwehr vorgenommen hatten, hat geklappt. Der Kreis wurde abgeschirmt, Tim Küppers bekam schon auf neun Metern Kontakt und war dadurch kaum ein Faktor. Der einzige Wermutstropfen war unsere mangelnde Chancenverwertung in der ersten Halbzeit“, lautete das letztlich positive Urteil Bredes nach dem höchsten Sieg, den die mJSG in zweieinhalb Jahren Bundesliga feiern durfte.

 

Statisik

mJSG: Eggert (4 Paraden / 8 Gegentore), Wenderoth (10 P. / 10 G.); Piroch 3, Goßmann 5/2, Gruber 4, Schuhmann 1, Damm 1, Pregler 9, Bieber 2, N. Pliuto 2, Cejka 2, M. Pliuto 4.

VfL: Mossuto, Vogt; Georg, Gröne 1, Witte, Ruppel 1, Liess 1, Rüggeberg 3/2, Jukic 5, Bergner 1, Gutschlag, Grewel, Küppers 5, Schneider 1.

Z: 35 - SR: Günay / Krebs (Herne / Waltrop) - Strafen: 4 : 8 Minuten – 7m: 3/2 : 2/2.

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