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Er traf über die rechte Außenbahn genauso zuverlässig wie im Gegenstoß: Igor Schuldes war mit neun Toren am deutlichen Melsunger Sieg in Wehlheiden beteiligt. (Foto: WMK)

Landesliga: Kantersieg beim Kellerkind

Mit dem höchsten Sieg der Saison hat die MT Melsungen II ihr Meisterschafts- und Aufstiegsbestreben eindrucksvoll demonstriert. Beim 37:18 (16:12) bei der TG Wehlheiden vermochten die Gastgeber die Partie nur eine Halbzeit annähernd offen zu halten, ehe es nach der Halbzeitpause für den rot-weißen Angriffsexpress kein Halten mehr gab.

Über eine starke Abwehrleistung spielte sich die MT nach anfänglichem 0:1-Rückstand in die Partie hinein. Nur kurz dauerte die Eingewöhnungsphase, dann fielen die Tore erst einmal im Minutentakt. Zweimal Eugen Gisbrecht, zweimal Igor Schuldes und einmal Vlad Avram stellten, unterstützt vom gut aufgelegten Fabian Meyfarth im Tor, auf 5:1 (7.). Mit der Folge, dass die Rot-Weißen danach schon zaubern wollten, was jedoch nicht gelang und den Gastgebern die Möglichkeit eröffnete, auf 3:6 zu verkürzen (10.).

Eine Auszeit von Trainer Georgi Sviridenko sollte wieder mehr System in die Aktionen bringen. Was durch den nächsten leichtfertigen Ballverlust und Jonas Kutzners Tempogegenstoß zum 4:6 zunächst misslang, dann aber durch zwei weitere Treffer von Schuldes leicht verspätet Wirkung zeigte. Eugen Gisbrecht und Christian Damm erhöhten auf 10:5 (17.). Abschütteln ließen sich die Gastgeber jedoch nicht, packten nun in der Deckung etwas kräftiger zu und nutzten die sich daraus ergebenden Kontermöglichkeiten konsequent (8:10 Niklas Konze, 21.). Bis zur Halbzeitpause war das jedoch schon wieder korrigiert, weil Fabian Meyfarth weiter stark hielt und Eugen Gisbrecht zuverlässig traf.

Nach dem Seitenwechsel wuchs der Vorsprung recht schnell an. Im Rückraum agierten mit Eugen Gisbrecht, Max Pregler und Christian Damm zweitweise gleich drei Spielmacher nebeneinander, was die Abwehr der TGW vor ernsthafte Probleme stellte. In der Deckung machte Luca Hagemann eine gute Partie, stellte mit seinen Nebenleuten die Räume zu und sorgte für Ballgewinne, die über die erste und zweite Welle oder im Gegenstoß (Schuldes, 38.) in eine komfortable 23:14-Führung mündeten.

Es war die frühe Entscheidung, denn von diesem Nackenschlag erholten sich die Kasseler nicht mehr. Im Gegenteil hatte der Tabellenführer jetzt ganz leichtes Spiel. Insbesondere Gisbrecht und Schuldes taten etwas für ihr persönliches Erfolgskonto, aber auch der ins Spiel gekommene Maximilian Kranz trug sich umgehend zweimal in die Torschützenliste ein (32:15, 50.). Trsainer Georgi Sviridenko wechselte viel, gab seinem gesamten Kader reichlich Einsatzzeit und bekam es nicht nur von Kranz gedankt. Tor um Tor wurde das Ergebnis nach oben geschraubt.

Sebastian Bruns übernahm die Rolle des Spielmachers und wusste seine Nebenleute gut in Szene zu setzen, Lukas Dexling holte Siebenmeter, die Eugen Gisbrecht sicher verwandelte, Lukas Frohmüller knüpfte nahtlos an die starke Leistung seines Vorgängers Meyfarth an und Phillip Hartung traf fulminant von außen unter die Latte (37:18, 58.). Das war gleichzeitig der höchste Vorsprung der Partie, ehe Benjamin Gunkel und Jonas Kutzner das Ergebnis immerhin wieder zurück unter die -20er-Marke drücken konnten.

 

Statistik

MT II: Meyfarth (13 Paraden, 15 Gegentore), Frohmüller (4 P. / 3 G.); Hagemann 2, Kranz 5, Schuldes 9, Avram 2, Bärthel, Damm 5, Pregler, Bruns, Gisbrecht 12/5, Hartung 1, Dexling, Barth 1.

TGW: Diederich (4 P. / 17 G.), Schengel (6 P./ 20 G.); Rudolph, C. Reinbold 1, Muth 1/1, Kutzner 3, Lausch, Konze 4, Geßner, J. Reinbold 3/3, Gunkel 1, Bachmann 3, Kühn 2, Ringleb.

Zuschauer: 260 – Schiedsrichter: Kimpel / Weiner (Wetzlar / Mainz) – Strafen: 8 : 6 Minuten – Disqualifikation: Konze (TGW, 54.) - Siebenmeter: 5/5 : 5/4.

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