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Sie erzielten gemeinsam allein zwei Drittel alle mJSG-Treffer gegen Wiesbaden: Julian Fuchs (10 Tore) und Jona Rietze (12 Tore). (Foto: WMK)

B-Jugend: Erst mühsam, dann souverän

Schwerer als erwartet tat sich die B-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen beim 33:24 (16:14) gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden. Das Tabellen-Schlusslicht vermochte die Begegnung bis weit in die zweite Hälfte offen zu gestalten, ehe sich die bessere Physis der Gastgeber in der Schlussphase als entscheidender Unterschied zwischen beiden erwies.

Denn es lief schon in der anfangsphase nicht viel rund beim Gastgeber. Insbesondere in der Abwehr klafften Lücken, die von den Landeshauptstädtern konsequent genutzt wurden. Nichts war es also mit einem leichten Jahresauftakt gegen das Tabellenschlusslicht, stattdessen legte der Außenseiter erst einmal Tor um Tor vor und führte nach knapp zehn Minuten keinesfalls unverdient mit 7:5.

In einer Auszeit ordnete Trainer Georgi Sviridenko die eigenen Reihen neu. Plötzlich stand die Deckung dichter, der Ball lief flüssiger durch die eigenen Reihen und vor allem das Spiel in die Breits kam zum Tragen. Zweimal traf Jan Dobriczikowski von links, einmal Julian Fuchs von rechts. Einen Tempogegenstoß, den ersten des Spieles, steuerte Jona Rietze zum 9:7 bei (12.).

Die nötige Ruhe gab das dennoch nicht. Weil die Südhessen, beflügelt durch ihre starke Anfangsphase, munter dagegen hielten. Einen rabenschwarzen Tag erwischen die Melsunger Torhüter, die zu keinem Zeitpunkt ein echter Faktor im Spiel waren. So fiel die Pausenführung des Favoriten mit 16:14 auch ausgesprochen moderat aus.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst einmal nicht viel. Zwar wurde das Offensivspiel der Bartenwetzer zwingender, die Abwehrschwächen jedoch blieben. So war auch Julian Fuchs‘ 20:17 (30.) durch zwei Treffer der Wiesbadener schnell wieder aufgezehrt, den 21. Torerfolg durch Jona Rietzes Siebenmeter beantwortete Marvin Weber postwendend zum 21:20 (35.)

Erst die Schlussviertelstunde brachte die Entscheidung. Die Kraft der Landeshauptstädte ließen deutlich erkennbar nach, ihr Widerstand erlahmte. Das war der Startschuss für eine doch noch furiose Schlussviertelstunde der Nordhessen. Bei denen nicht nur Julian Fuchs sein personliches Torkonto munter ausbaute, sondern auch das Spiel über Lasse Hellemann am Kreis endlich funktionierte. Der Lohn war ein letztlich auch in der Deutlichkeit doch noch standesgemäßer Erfolg der mJSG, die sich nach diesem Sieg weiter aussichtsreich im Kampf um die Vizemeisterschaft hinter der enteilten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen befindet.

Statistik

mJSG: Dreißiger (4 Paraden, 10 Gegentore), Büde (2 P. / 14 G.); Dobriczikowski 2, Gemmecker, Badenheuer 1, Kompenhans 2, Weiß , Pregler, Rietze 12/3, Fitozovic 1, Dhaliwal, Andrei 2, Hellemann 3, Fuchs 10.

HSG: Kipper (6 P. / 33 G.), Gronemeier (n. e.); Matejka 2, Wiest 3, Mickel, Weber 7, Schumakow, Eyssen 4, Kiedrowicz 3, Schäfer 5/2.

Z: 40 - SR: Träder / Nechanitzky (Wehlheiden) - Strafen: 6 : 10 Minuten – 7m: 4/3 : 4/2.

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