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Er feierte sein Pflichtspieldbüt im Melsunger Trikot: Gabor Langhans kehrte nach langer Verletzungspause aufs Spielfeld zurück. (Foto: WMK)

Landesliga: An der 40er-Marke gekratzt

Mit einem Kantersieg hat die MT Melsungen das Jahr beendet und geht als weiter ungeschlagener Tabellenführer der Landesliga Nord in die Weihnachtspause. Mit dem 39:25 (19:10) bei der HSG Hofgeismar/Grebenstein wurden die Bartenwetzer ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht. Sein erste Pflichtspielpartie für die MT bestritt Gabor Langhans nach langer Verletzungspause.

Fast gewohnt bedächtig startete der Tabellenführer auch in Grebenstein in die Partie. Zwei Akteure waren jedoch von Beginn an auf Betriebstemperatur: Max Pregler und Christian Damm spielten die Abwehr der Gastgeber allein schwindelig. Melsungens Regisseur zog die Fäden und meist gleich zwei Gegner auf sich, der wieder am Kreis beginnende Damm nutzte den dadurch entstehenden Raum und war regelmäßiger Passempfänger mit Vollstreckerqualitäten. Zweimal Damm, zweimal Pregler sowie einmal Eugen Gisbrecht mit Siebenmeter nach Foulspiel an Damm – Melsungen führte nach acht Minuten mit 5:4.

Vermochten die Gastgeber diesem Tempo anfangs noch zu folgen, setzte sich im Anschluss die wesentlich bessere Physis der Fuldastädter durch. Zweimal Damm, zweimal Gisbrecht, und nach zwölf Minuten war mit 9:4 die erste etwas deutlichere Führung erspielt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Gabor Langhans sein Comeback nach endlos langer Verletzungspause bereits gegeben, stand sicher in der Abwehr und hielt sich in der Offensive noch merklich zurück.

Die Akzente setzten dafür weiter Max Pregler im Angriff sowie Fabian Meyfarth im Tor. Nach 17 Minuten hatte der schon seinen dritten Siebenmeter gehalten, war machtlos beim kurzen Zwischenhoch der Gastgeber, die durch Hannes Lüdicke sogar auf 9:12 verkürzten (21.) und musste danach bis zur Pause nur noch einmal hinter sich greifen. Sein Gegenüber Till Erdmann zeichnete sich bei Würfen von Max Pregler und Gabor Langhans ebenfalls aus, vermochte die schon zur Halbzeit deutliche Führung des Tabellenführers aber nicht verhindern.

Nach Christopher Barths 22:11 (37.) war längst alles entschieden, so dass Trainer Georgi Sviridenko anfing durchzuwechseln. Max Pregler, im ersten Durchgang wieder leicht an der Schulter angeschlagen, durfte seinen Arbeitstag ebenso frühzeitig beenden wie Gabor Langhans sein Comeback. Für Meyfarth stellte sich Lukas Frohmüller zwischen die Pfosten und knüpfte fast nahtlos an die Leistung seines Vorgängers an. Nach kurzer Phase des Zusammenfindens, die Hofgeismar/Grebenstein zum Verkürzen auf 23:15 nutzte (40.), lief das MT-Spiel wieder auf Touren. Nach einem Doppelschlag von Phillip Hartung zum 27:17 (46.) durfte schließlich auch Eugen Gisbrecht verschnaufen.

Mit dem zurück aufs Spielfeld gekehrten Christian Damm als Spielgestalter geriet die Schlussviertelstunde zum reinsten Schaulaufen. Zwei klasse Einzelleistungen des einmal mehr besten Melsungers in Unterzahl hielten den Vorsprung konstant im zweistelligen Bereich (31:20, 53.). Auch als Vorbereiter glänzte Damm, wie beim No-Look-Pass über die Schulter auf den freien Lukas Dexling zum 35:24 (57.). Womit der Torhunger der Rot-Weißen immer noch nicht gestillt war. Zum Schluss brillierten noch einmal die Youngster. Insbesondere Luca Hagemann stibitzte den Gastgebern immer wieder Bälle, trug die entweder selbst nach vorn oder bediente mit langem Pass den bereits nach vorn gestarteten Lukas Dexling (38:24, 59.). Die 40er-Marke wollte dann jedoch nicht mehr fallen. Doch auch so gab es nichts zu deuteln am starken Eindruck, den die MT Melsungen zum Jahresausklang machte.

Statistik

MT II: Meyfarth (13 Paraden, 10 Gegentore), Frohmüller (11 P. / 15 G.); Hagemann 4, Dietrich 2, Langhans, Schuldes, Avram 5/1, Damm 10, Pregler 5, Bruns 2/1, Gisbrecht 6/4, Hartung 2, Dexling 2, Barth 1.

HSG: Erdmann (8 P. / 23 G.), Schröer (4 P./ 16 G.); Lüdicke 3, Helling 1, Georges 1, Fehling, Sahl, Kramski 5/3, Kurban 4, Kleinschmidt 2, Svank 2, Gerhold 2/1, Adam 2, Mock 3.

Zuschauer: 150 – Schiedsrichter: Hildebrand / Loll (Fulda / Vogelsberg) – Strafen: 8 : 2 Minuten – Siebenmeter: 7/6 : 8/4.

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