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Zeigte in Abwesenheit von Stamm-Linksaußen Alexander Bärthel eine gute Leistung: Luca Hagemann, der auch in der Defensive gewohnt zuverlässig ablieferte. (Archiv-Foto: WMK)

Landesliga: Unspektakulär, aber sicher die Tabellenführung verteidigt

Mit Anlaufschwierigkeiten, aber letztlich sicher hat die MT Melsungen II ihre Tabellenführung in der Landesliga Nord mit einem 29:22 (15:9) beim Eschweger TSV verteidigt. Nach unkonzentriertem Start ließ die Konzentration auch zum Ende der Partie hin nach. Dazwischen aber lagen 35 starke Minuten, in denen die wahren Kräfteverhältnisse klar zum Ausdruck kamen.

Eine ganze Viertelstunde tat sich der Favorit schwer beim forsch auftretenden Tabellenletzten, der aus seinen beschränkten Mitteln das Beste herausholte. Der Auftakt ging daneben, schon nach vier Minuten führte Eschwege überraschend mit 3:1, ehe eine Zeit lang überhaupt nichts mehr passierte. Mehr als fünf Zeigerumdrehungen verstrichen, dann stand sogar ein 4:1 auf der Anzeigetafel. Welt verkehrt in Eschwege, weil auf Melsunger Seite einige klare Einwurfmöglichkeiten ausgelassen wurden.

Erst Vlad Avrams 4:2 (10.) brach den Bann und machte die Köpfe frei für eine Korrektur des Spielstandes, zwei weitere Volltreffer des Linkshänders sorgten für den Ausgleich und die 6:5-Führung des Favoriten (16.). Zu diesem Zeitpunkt war Max Pregler schon nicht mehr auf dem Feld, hatte Christian Damm seine Position übernommen. Der MT-Torjäger beklagte zuvor viel Wurfpech und zog sich zu allem Überfluss dann eine blutende Wunde am Knie zu. Damm indes machte seine Sache gut und leitete mit seinem 7:6 (18.) die stärkste Phase der Melsunger vor dem Seitenwechsel ein.

Auch mit den weiteren Auswechslungen hatte Trainer Georgi Sviridenko ein glückliches Händchen. Luca Hagemann, sonst mehr der Defensivspezialist und dort auch diesmal wieder stark, übernahm den linken Flügel, Christopher Barth rückte für Lukas Dexling an den Kreis. In dieser Besetzung bauten die Gäste ihren Vorsprung schon zur Halbzeit vorentscheidend aus.

Diese Dominanz setzte sich nach der Pause fort. Eugen Gisbrecht, der es bei Ballbesitz meist gleich mit zwei Gegenspielern zu tun hatte, machte aus eben diesem Umstand das Beste: er verzichtete auf kraftraubende Zweikämpf, zog seine Gegner aus dem Zentrum und bediente dann den geschickt unterstützenden Chrisopher Barth am geöffneten Kreis, der seine körperlichen Vorteile zu nutzen wusste. Bis auf 26:17 (Avram, 50.) schraubten die Bartenwetzer das Ergebnis nach oben, weil Fabian Meyfarth im Tor einmal mehr ganz stark hielt und zwei Siebenmeter entschärfte.

Im Wissen um den mittlerweile sicheren Auswärtserfolg brach auf der Zielgeraden jedoch eine aus den letzten Spielen wohl bekannte Schwäche wieder auf. Von einem Moment auf den anderen passte nichts mehr zusammen. Vorn wollte das letzte, entscheidende Abspiel einfach nicht mehr gelingen. Ballverluste waren die Folge und ein Konter der Hausherren nach dem anderen. Eine Positionsabwehr fand praktisch gar nicht mehr statt. Bis auf 22:26 (Philipp Haaß, 57.) rückte der ETSV dem Tabellenführer noch einmal auf die Pelle, ehe Luca Hagemann und Igor Schuldes mit ihren Toren alles klar machten. Der Schlusspunkt war jedoch Christopher Barth vorbehalten, der mit dem letzten Treffer des Tages seine prima Leistung krönte.

Statistik

MT II: Meyfarth, Frohmüller; Hagemann 3, Dietrich 1, Schuldes 3, Avram 6, Damm 4, Pregler 5/3, Bruns, Gisbrecht 1, Hartung, Dexling, Barth 6, Kranz.

TSV: Brici, Medrea; Spannknebel 2, Smeu 2, Wagner 2, Otto 1, Brill, Meyer 1, Gebhardt, Beyer 2, Guthardt, Haaß 3, Manojlovic 2, Zidar 7.

Zuschauer: 100 Schiedsrichter: Morres / Höhl (Rosbach) – Strafen: 2:6 Minuten – Siebenmeter: 4/3:2/0.

 

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