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Aus dem Spiel genommen: Mikulas Cejka, selbst vierfacher Torschütze für die mJSG, nahm in der zweiten Hälfte Burgdorfs Veit Mävers in kurze Deckung. Genutzt hat es leider wenig. (Foto: WMK)

JBLH: Ungeduldig und überhastet gegen Burgdorf

Auf verlorenem Posten stand die Bundesliga-A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen gegen den TSV Burgdorf. Mit 23:34 (8:15) fiel die Niederlage schmerzhaft hoch aus. „Das Spiel heute war ein Rückschritt für uns. Mit 20 Fehlwürfen und 14 technischen Fehlern kann man nicht gewinnen“, schimpfte Trainer Björn Brede.

Die ersten Akzente auf dem Feld setzten die Torhüter. Glenn Louis Eggert gegen Petar Juric und Veit Mävers, Felix Wernlein gegen Tomas Piroch. Der es in seinem zweiten Versuch jedoch besser machte und in den Winkel traf (3.). Ein Lichtblick im ansonsten farblosen Spiel der Gastgeber. Vom TSV war in der Anfangsphase ebenso wenig Konstruktives zu sehen. Spielmacher Veit Mävers vermochte sich gegen die starke Deckung zunächst nicht wie gewohnt durchzusetzen und was durchkam, das parierte Glenn Eggert. Gegen zwei Mävers-Siebenmeter war er jedoch machtlos, so dass die defensiv ebenfalls starken Burgdorfer nach acht Minuten mit 2:1 vorn lagen. Als sich die technischen Fehler auf Melsunger Seite häuften, setzte sich Burgdorf über Tempogegenstöße sogar auf 5:1 ab (11.).

Während die Niedersachsen sich stabilisierten und Veit Mävers zurück in die Spur fand, lief bei der mJSG nicht viel zusammen. Zwar konnten Jona Gruber und Tomas Piroch noch einmal auf 4:6 verkürzen, doch dann übernahm Burgdorf endgültig die Initiative und das Spiel. „Wir haben gegen Gruber und Proch sehr gut gearbeitet und sie gut in den Griff bekommen“, freute sich TSV-Co-Trainer Robin Kothe. Das Verteidigen von Kreisläufer Thorben Bocholte gelang den Melsungern zwar auch ganz ordentlich, aber meist nur auf Kosten eines Siebenmeters. Die waren eine sichere Sache für Mävers, der fünfmal vom Punkt traf. Nach Max Biebers Einzelleistung zum 6:10 (23.) war noch Hoffnung auf eine Besserung, doch spätestens nach Jonas Goßmanns verworfenem Siebenmeter drei Minuten vor der Halbzeit schwand diese. Mit satten sieben Toren Rückstand ging es in die Kabine.

Die Lücke vergrößerte sich nach Wiederbeginn schnell. Zwar traf Jona Gruber als erster, dann aber war Burgdorf wieder dran. Jetzt nicht mehr mit Mävers, den Mikulas Cejka in Sonderbewachung nahm, dafür mit Petar Juric und Lukas Range. Die schraubten das Resultat bis zur 38. Minute auf 22:13 hoch und sorgten damit frühzeitig für die Vorentscheidung. „Wie schon in der ersten Hälfte haben wir überhastet die Bälle an den Kreis bringen wollen, wo der Raum dafür nicht da war“, befand Brede.

Trotz der nahezu aussichtslosen Lage rafften sich die Melsunger noch einmal auf. Paul Kompenhans kam, nahm mit Petar Juric den zweiten Burgdorfer in kurze Deckung und legte damit deren Kreativzentrum weitgehend lahm. Max Bieber, Tomas Piroch und Julian Damm verkürzten auf 19:24 (47.). Noch wäre genug Zeit gewesen, aber überhastete und unkonzentrierte Abschlüsse von Luca Schuhmann sowie Tomas Piroch verhinderten ein noch stärkeres Aufkommen. „Da hätten wir druckvoll bis zur echten Chance weiterspielen müssen. Das war genauso schlecht wie schon in der ersten Halbzeit“, ereiferte sich Melsungens Übungsleiter.

Derlei Versäumnisse im Abschluss hinterließen Spuren. Die Niedersachsen gewannen ihre Sicherheit zurück und hatten dabei in Felix Wernlein einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten. Den Minuten zuvor noch selbstbewusst aufholenden Melsungern wollte gar nichts mehr gelingen. So hatten denn die Gäste keine Probleme, das Resultat wieder in die Höhe zu schrauben. Woran auch Julian Damms artistischer Treffer zum 23:33 nichts mehr änderte. Während sich die mJSG nun vorerst mit einem Platz im unteren Mittelfeld anfreunden muss, bewegen sich die Niedersachsen zielstrebig nach oben. „Sicher liegt unsere Priorität nach wie vor auf Platz sechs. Aber wer weiß, was in dieser engen Liga noch passiert. Vielleicht können wir am Ende doch noch auf Rang zwei schielen“, freute sich Robin Kothe über zwei Punkte, die er so einfach nicht erwartet hatte.

 

Statisik

mJSG: Eggert (9 Paraden / 21 Gegentore), Wenderoth (1 P. / 6 G.), Herbst (1 P. / 7 G.); Piroch 4, Goßmann 3/2, Gruber 4, Schuhmann, Kompenhans, Damm 5, Pregler, Bieber 3, N. Pliuto, Cejka 4, M. Pliuto.

TSV: Wernlein (21 P. / 23 G.), Buschhorn (n. e.); Mävers 9/5, Juric 6, Weiß 2, Hanne 4, Range 3, Borcholte, Ayar 1, Holletzek 2, Ahrens, Wolf 2, Wunsch 4, Leitner 1.

Z: 100 - SR: Scheller / Walther (Schöppenstedt) - Strafen: 8 : 6 Minuten – 7m: 3/2 : 5/5.

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