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Max Preglers Doppelschlag kurz vor Schluss holte zwei Punkte zurück, die erst scheinbar sicher und dann vermeintlich schon verloren waren. (Foto: WMK)

Landesliga: Die MT 2 macht es spannend beim 23:22 in Dittershausen

Zwei Gesichter zeigte die MT Melsungen III beim 23:22 (13:7)-Erfolg bei der TSG Dittershausen. Nachdem es bis zum 16:10 nach 40 Minuten nach einem klaren Sieg aussah, drohten die Punkte sechs Minuten vor dem Ende beim Stand von 18:21 durch die Lappen zu gehen. Erst ein konzentrierter Schlussspurt brachte den am Ende hart erkämpften Erfolg und damit verbunden die Tabellenspitze in der Handball-Landesliga Nord zurück.

In der sehr kampfbetonten und stark abwehrlastigen Anfangsphase hatten beide Mannschaften ihre Probleme, sich auf die Variante des jeweiligen Gegners einzustellen. Melsungen fehlte gegen Dittershausens 5:1-Deckung der Raum zur Entfaltung. Was bedeutete, dass weder die Rückraumschützen zum Zuge kamen, noch das Kreisspiel über Christian Damm funktionierte. Auf der anderen Seite vermochten die Hausherren den 6:0-Riegel der MT selbst mit dem einlaufenden Mathias Siebert als zweitem Kreisläufer nicht zu knacken.

Die Folge: wenig Tore aus dem laufenden Spiel heraus. Vier der ersten sieben Treffer entsprangen verwandelten Siebenmetern, zwei weitere schnellen Gegenstößen. Mit leichten Vorteilen dennoch bei den Bartenwetzern, die nach 14 Minuten durch Max Preglers 5:3 erst zu ihrem zweiten Feldtor kamen. Diesen Vorteil gaben sie zwar leichtsinnig in Überzahl zunächst wieder ab, um dann jedoch einen Zwischenspurt einzulegen. Pregler überraschte den starken Pascal Glöckner im Tor weitere zwei Mal aus dem Rückraum, Igor Schuldes traf über Außen und Eugen Gisbrecht verwandelte zwei Strafwürfe zum 10:5 (22.).

Allein Glöckner hatten es die Gastgeber zu verdanken, dass der Rückstand nicht noch weiter anwuchs. Vorn kamen dessen körperlich klar unterlegenen Mannschaftskollegen kaum noch strukturiert zum Zuge. Bemerkbar machten sich auch die taktischen Möglichkeiten der Melsunger. Christian Damm wechselte in den Rückraum und machte am Kreis Platz für Christopher Barth. Dazu rückte Vlad Avram auf Rechtsaußen, Sebastian Bruns übernahm dafür die rechte Halbposition und setzte sich dort gleich zweimal kraftvoll zu Torerfolgen durch. Schon zur Pause schien der Weg zur Rückeroberung der Tabellenführung damit geebnet.

Mit Lukas Frohmüller im Tor, Lukas Dexling und Marcel Dietrich kamen zur zweiten Hälfte frische Kräfte ins Spiel. Was zunächst einmal den Spielfluss kostete. Weil die Defensive dadurch jedoch nicht litt, entwickelte sich ein ähnlich zähes Ringen um Tore wie schon im ersten Durchgang. Fünf Minuten dauerte es bis zum 8:13 durch Michael Griesel, dem Patrick Zimmermann das 9:13 folgen ließ. Als Sebastian Bruns und Eugen Gisbrecht den alten Abstand herstellten, waren weitere drei Minuten vergangen (15:9, 38.).

Bis zu Max Preglers 17:12 sah immer noch alles nach einer glatten Sache für den Favoriten aus. Doch plötzlich war der Wurm drin. Die Pässe kamen nicht mehr an, die Würfe landeten entweder bei Pascal Glöckner oder gleich ganz neben dem Kasten. Dittershausen witterte die Chance auf eine Sensation. Tor um Tor ging verloren vom einstmals sicheren Vorsprung. Erst nachdem Michael Griesel auf 17:16 verkürzt hatte, gelang der MT wieder ein Erfolgserlebnis - per Siebenmeter von Eugen Gisbrecht (48.). Dann war erneut die TSG dran, und das gleich fünfmal am Stück (18:21, 53.).

MT-Trainer Georgi Sviridenko nutzte seine letzte Auszeit, Alexander Bärthel nahm Moritz Gerlach, der als Antreiber massgeblich beteiligt war am Comback seiner Mannschaft, an die kurze Leine. Mit dem Erfolg, dass der TSG damit die Kreativität genommen war. Was indes fehlte, das war die Nutzung der eigenen Chancen. Zwei wurden vergeben, ehe Eugen Gisbrecht doch der Anschluss gelang. Der damit noch einmal die letzten Reserven der Rot-Weißen mobilisierte. Michael Griesel traf zwar zum 22:20, scheiterte aber in der Folge zweimal am ins Tor zurückgekehrten Fabian Meyfarth. Es waren die Schlüsselszenen der Schlussphase, denn im Vorwärtsgang nutzten Christian Damm und Max Pregler ihre Möglichkeiten zum letztlich glücklichen Sieg.

Statistik

MT II: Meyfarth (9 Paraden, 12 Gegentore), Frohmüller (5 P. / 10 G.); Hagemann, Dietrich, Schuldes 1, Avram 4, Bärthel, Damm 2, Pregler 6, Bruns 2, Gisbrecht 8/6, Hartung, Dexling, Barth.

TSG: Glöckner (18 P. / 22 G.), Alaca (bei einem Siebenmeter, 0 P./ 1 G.); Gerlach 6, Jentzsch, Braun 1, Stein, T. Poppenhäger 4/3, Kessler 2, F. Poppenhäger 3, Siebert 1, Zimmermann 1, Reinbold, Griesel 4.

Zuschauer: 200 – Schiedsrichter: Friedrich / Ringleb (Vollnkirchen) – Strafen: 6:10 Minuten – Siebenmeter: 6/6:4/3.

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