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Acht Tore des stark aufspielenden Vlad Avram genügten am Ende nicht zum sechsten Melsunger Sieg. Baunatals Maik Mett (li.) und Marc Adam (re.) durften sich über einen verdienten, aber am Ende glücklichen Punkt freuen. (Foto: WMK)

Landesliga: Punkteteilung im Derby-Krimi

Im sechsten Spiel hat es die MT Melsungen II in der Landesliga Nord erstmals „erwischt“. Gegen die HSG Baunatal reichte es vor eigenem Publikum nur zu einem 27:27 (16:11)-Unentschieden. Nach überlegen geführter erster Hälfte ließ das Spiel der Gastgeber nach dem Wechsel die Überraschungsmomente vermissen. Baunatal schnupperte sogar am Sieg, musste aber dennoch glücklich sein, dass Torhüter Max Henkel den Teilerfolg festhielt.

Die MT legte einen sehr nervösen Beginn hin. Zwar gelangen Vlad Avram sofort zwei Tore und auch bis zu Max Preglers 4:2 (5.) hielt sich die Führung, dann kamen die Gäste stärker auf. Profitierten von Ballverlusten der Rot-Weißen und glichen durch Lennart Kusan zum 4:4 aus (8.). Minutenlang blieben anschließend weitere Fehler beider Teams ungenutzt, Fabian Meyfarth parierte auch einen Siebenmeter gegen Kusan. Ehe Tobias Oschmann den nächsten Strafwurf zur ersten Gästeführung verwandelte, Eugen Gisbrecht jedoch auf dem gleichen Wege sofort wieder egalisierte (13.).

Erneut war es Vlad Avram, der mit einem Doppelpack den nächsten MT-Vorteil herauswarf. Und damit auch den Grundstein legte zu einem wesentlich gefälligeren, aber auch zielstrebigeren Spiel. In das sich immer mehr Eugen Gisbrecht einklinkte, die Bälle verteilte und auch selbst viel Torgefahr ausstrahlte. Das einzige Manko, wenn man von einem solchen sprechen konnte: über die Flügel ging kaum etwas. Alexander Bärthels 11:7 (22.) war das einzige Tor eines Außen im ersten Durchgang.

Baunatal blieb zunächst noch in Reichweite, musste aber dem druckvollen Spiel der Hausherren mehr und mehr Tribut zollen. Die MT erwies sich als kombinationsstärker und auch wacher, wie Gisbrechts 15:10 im Nachwurf zu seinem gerade gegen Maximilian Suter vergebenem Siebenmeter zeigte. Noch bevor einer der umstehenden HSG-Akteure zupacken konnte, hatte er das Leder zu sich herangezogen und verwertet.

Nach dem Seitenwechsel blieb zunächst alles beim Alten. Baunatal kam auf vier ran, Melsungen legte wieder einen nach. Mit zu diesem Zeitpunkt noch deutlichen Vorteilen durch Fabian Meyfarth auf der Torhüterposition, dafür jedoch mit einigen Unkonzentriertheiten im Abschluss, die ein weiteres Absetzen verhinderten. Auch noch nach 42 Minuten, als Gabor Langhans nach Lennart Kusans 19:15 zur zweiten Auszeit bat. Kusan war es auch, der sofort den 16. Treffer nachschob. Und nach Max Henkels Doppelparade gegen Max Pregler und Igo Schuldes gelang Maik Mett gar der 19:17-Anschluss (44.).

In der Folge war es immer wieder Kusan, der die Melsunger Abwehr düpierte, zweimal selbst traf und einmal auf Tobias Oschmann ablegte, dem daraufhin gar der Treffer zum 21:20 gelang (49.). Die HSG hatte sich auf das rückraumlastige Spiel der Bartenwetzer eingestellt und eroberte so immer mehr Bälle. Einen davon schnappte sich Christian Vogt und lief den Gegenstoß zum 23:23-Ausgleich (53.).

Der nächste Rückschlag für die MT kam in Form einer Strafe gegen Max Pregler. Eugen Gisbrecht musste bei angezeigtem passivem Spiel abschließen und fand in Max Henkel seinen Meister. Das gleiche Bild im folgenden Angriff, nur dass der Schütze Vlad Avram hieß. Ein Krimi war es längst, der seine Steigerung durch Tobias Oschmanns erste Gästeführung zum 25:26 erfuhr. Jetzt lief der Favorit dem Rückstand hinterher. Bis Fabian Mexfarth beim Stand von 27:27 die vermeintlich entscheidende Parade in der Schlussminute gelang und Max Pregler zwölf Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter herausholte. Der landete, abgelenkt von Henkel, jedoch am Pfosten. Auch der Nachwurf wurde Beute des HSG-Schlussmannes, der damit seiner Mannschaft schlussendlich überraschend einen Punktgewinn sicherte.

Statistik

MT II: Meyfarth (14 Paraden, 26 Gegentore), Frohmüller (bei einem Siebenmeter, 0 P. / 1 G.); Hagemann, Schuldes 1, Avram 8, Bärthel 1, Damm 1, Pregler 5, Bruns, Gisbrecht 11/5, Hartung, Dietrich, Dexling, Barth.

HSG: Henkel (15 P. / 24 G.), Suter (1 P./ 3 G.); Bachmann 1, Kusan 10/1, Oschmann 6/3, Adam 1/1, Gruber, Wagenführ, Vogt 2, Mett 3, Seibert 2, Ganasinski, Reinbold 2, Krasniqi.

Zuschauer: 150 – Schiedsrichter: Hildebrand / Loll (Fulda / Vogelsberg) – Strafen: 6:10 Minuten – Siebenmeter: 7/5:7/5.

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