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Gegen Max Pregler war kein Kraut gewachsen. Elfmal traf er ins Netz; da konnten Jochen Stradal (li.) und Antonio Cuncic nur noch hinterherschauen. (Foto: WMK)

Landesliga: Elfmal Pregler beim 30:24 in Wanfried

Die MT Melsungen II bleibt in der Handball-Landesliga Nord das Maß der Dinge. Mit 30:24 (16:13) holte sich die Mannschaft von Trainer Georgi Sviridenko den fünften Sieg der Saison und bleibt damit verlustpunktfrei an der Spitze. Mit elf Toren war Max Pregler erfolgreichster Melsunger Torschütze, für Wanfried traf Vladimir Cuncic acht Mal ins Netz.

Trotz zweimaliger Führung, jeweils erzielt von Alexander Bärthel, tat sich Melsungen zunächst schwer mit der kompromisslos zupackenden Deckung der Hausherren. Deren anfängliche Gangart bekam zuerst Maximilian Pregler zu spüren, der nach nicht einmal zwei Minuten unsanft auf dem Boden landete. Kurz darauf traf es Eugen Gisbrecht auf dem Weg zur möglichen Führung, das Foulspiel an ihm blieb ungeahndet, so dass Wanfried mit 4:2 in Führung gehen konnte (6.).

Die MT blieb jedoch dran und übernahm die Führung durch drei Tore von Max Pregler in Folge zum 8:7 wieder (17.), nachdem Fabian Meyfarth gleich zwei Siebenmeter von Vladimir Djuric hintereinander pariert hatte. Zur Spielberuhigung trug das alles nicht bei, die Partie blieb zerfahren und auf beiden Seiten Stückwerk. Bezeichnend, dass beide Trainer ihre erste Auszeit innerhalb von zwei Minuten beim Stand von 10:9 für die Gäste nahmen (23.).

Minutenlang war kein Tor mehr gefallen. Erst Eugen Gisbrecht brach den Bann, Christopher Barth legte im Tempogegenstoß sofort zum 12:9 nach (25.). Ein erster klarer Vorteil, der bis zur Pause verbissen verteidigt wurde und fast noch hätte ausgebaut werden können. Doch auch der dritte parierte Siebenmeter von Meyfarth landete wieder in den Armen des Schützen, so dass Florian Bley mit dem Halbzeitpfiff noch das 13:16 gelang.

Dafür hatten die Gastgeber den besseren Start in den zweiten Durchgang. Weil Torhüter Dennis Werner dreimal glänzend reagierte, Eugen Gisbrecht einen Strafwurf wegnahm und vorn Jochen Stradal fast unbedrängt über den Mittelblock der Bartenwetzer zum 16:16 traf (35.). Wieder war es Max Pregler, der seine Mannschaft zurückholte. Erst per Siebenmeter, dann mit einem langen Pass auf Igor Schulders, der gleich darauf noch einen zweiten Tempogegenstoß zum 19:16 verwandelte (39.). Der Pausenabstand war wiederhergestellt, die Begegnung spielerisch jedoch immer noch keine Offenbarung.

Dafür stimmte die Einstellung umso mehr. Die Deckung zeigte den nötigen Biss, im Vorwärtsgang unterliefen wesentlich weniger Fehler als noch kurze Zeit zuvor. Der Lohn waren weitere vier Treffer am Stück zur beruhigenden 23:16-Führung nach einer dreiviertel Stunde. Die dennoch auf wackeligen Füßen stand, weil Wanfried noch einmal alles versuchte. Max Pregler war zuvor bereits von Johannes Ebel in kurze Deckung genommen worden, nun versuchte sich Maximilian Lippold an dieser Aufgabe und hatte mehr Erfolg als sein Vorgänger, zudem „kümmerte“ sich Milos Miloslavljevic um Eugen Gisbrecht. Was den Schlagabtausch beim 19:23 und Ballbesitz für die Hausherren noch einmal spannend machte (49.).

Nur kurz allerdings, denn Max Pregler war auf Dauer an diesem Abend nicht zu stoppen. Zwei weitere fulminante Volltreffer des Torjägers nach kraftvollen Einzelleistungen stellten bis vier Minuten vor Abpfiff auf 27:21 und bedeuteten die Vorentscheidung, Sebastian Bruns machte in der Schlussminute die 30 noch voll in einem Spiel, das sicher nicht zu den Handball-Leckerbissen zählte, aber mit den engagierter und entschlossener auftretenden Gästen aus dem Fuldatal den verdienten Sieger sah.

 

Statistik

MT II: Meyfarth (14 Paraden, 24 Gegentore), Frohmüller (n. e.); Hagemann, Schuldes 3, Avram 5, Bärthel 4, Damm, Pregler 11/1, Bruns 1, Gisbrecht 2, Hartung, Dietrich, Dexling, Barth 4.

VfL: Werner (8 P. / 20 G.), Krause (3 P./ 10 G.); Miloslavljevic 3, Lippold 3, Ebel 1, Schröder 1/1, Djuric 8/1, Cuncic 2, Weiß, Schneider, Bley 2, Nemenco 1, Wehr, Stradal 3.

Zuschauer: 200 – Schiedsrichter: Kreile / Janzon (Dittershausen) – Strafen: 2:8 Minuten – Siebenmeter: 2/1:5/2.

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