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Max Bieber und Julian Damm blocken erfolgreich gegen Essens Spielmacher Luca Witzke, Jona Gruber sichert gegen Marcel Daamen ab. (Foto: WMK)

JBLH: Verschlafener Start in Essen nicht mehr gut zu machen

Nur eine Woche nach dem Überraschungserfolg gegen Lemgo kam die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen in der Jugendhandball-Bundesliga bei TuSEM Essen unter die Räder. Mit 26:34 (10:17) fiel die Niederlage empfindlich hoch aus. „Wir haben es einfach nicht geschafft, unser Spiel durchzubringen“, sagte Trainer Björn Brede.

Wie stoppen wir Luca Witzke? Das war eine der Fragen, mit denen sich die Melsunger vor der Partie beschäftigten. Und auf die sie mit einer 5:1-Deckung sowie dem vorgezogenen Kevin Gockell auch eine Antwort fanden, Dass die Nordhessen dennoch einen klassischen Fehlstart hinlegten und nach zehn Minuten mit 1:7 hinten lagen war eine Folge unzureichender Abwehrarbeit und der Paraden von Essens Torhüter Julian Borchert. „Wir haben die anderen Essener ohne Witzke im Kollektiv nicht verteidigen können und im Gegenzug vorn keine klaren Chancen erarbeitet beziehungsweise aus schlechten Situationen geworfen“, analysierte Brede.

Dann endlich stabilisierte sich das Spiel der Gäste etwas. Mikulas Cejka und zweimal Jona Gruber verkürzten den Rückstand zwar, mehr als nur Ergebniskorrektur verhinderten indes mehrfach das Torgebälk und immer wieder Borchert. Dass Witzke, obwohl im gebundenen Spiel weitgehend neutralisiert, dennoch ein Faktor blieb, war seinen kraftvollen und erfolgreichen Einzelaktionen nach Freiwürfen geschuldet, mit denen er immer wieder traf. „Wir waren auf den Melsunger Schachzug vorbereitet und sind gezielt auf diese Situationen gegangen“, gab Essens Trainer Daniel Haase zu.

Ein Zwischenspurt der mJSG schien die Partie zu öffnen. Jona Grubers Siebenmeter zum 8:11 gab zwar Hoffnung, mehrere sich anschließende Fehler im Vorwärtsspiel machten die Chance zum Aufschließen trotz eines vom eingewechselten Björn Wenderoth gehaltenen Strafwurfes allerdings schnell wieder zunichte und führten zum klaren Halbzeitrückstand. „Insgesamt hat unsere Kombi aus Torwart und Abwehr heute nicht funktioniert“, erkannte Melsungens Trainer.

Das gleiche Bild nach dem Seitenwechsel: engagierte Melsunger, die trotz gut herausgespielter Möglichkeiten an Julian Borchert regelrecht zerschellten. Das betraf sowohl Maxim Pliuto von außen als auch Jona Gruber aus dem Rückraum und sogar Julian Damm vom Siebenmeterstrich. Weil auch Pfosten und Latte weiter etwas gegen die Gäste hatten, zog Essen auf 20:11 (35.) und sogar 28:18 (49.) davon. „Voll zufrieden mit dem Spiel nach vorn, vielleicht mit leichten Abstrichen bei den Außen“ zeigte sich Haase.

Es zeichnete die Nordhessen aus, dass sie nicht aufsteckten und weiter ihre Möglichkeiten herausspielten. Sogar noch einmal durch zwei Treffer von Jonas Goßmann auf 22:29 verkürzten und in Tomas Piroch, der alle seine Tore im zweiten Durchgang erzielte, den auffälligsten Spieler auf dem Feld hatten. Neben Borchert natürlich, der Parade auf Parade lieferte und letztlich fast allein für die Deutlichkeit des Ergebnisses verantwortlich zeichnete. „Im Vergleich zur Vorwoche waren wir vor allem zu Beginn im Kopf nicht schnell genug. Außerdem müssen wir unsere Quote an ausgelassenen Chancen dringend verbessern“, bilanzierte Brede.

 

Statisik

mJSG: Eggert (5 Paraden / 17 Gegentore), Wenderoth (5 P. / 17 G.); Piroch 6, Küllmer, Goßmann 5/1, Gockell, Gruber 10/4, Schuhmann, Damm 1, Koch 1, Bieber 1, N. Pliuto, Cejka 1, M. Pliuto 1.

TuSEM: Borchert (20 P. / 25 G.), Bornkamm (bei einem Siebenmeter, 0 P. / 1 G.); Arens, H. Ingenpass 1, Rutzki, Witzke 9/1, Allzeit, Daamen 4, Ahrens 3, Grande, David 2, Horn 7, Freitag 2, N. Ingenpass 6/2.

Z: 80 - SR: Ruhl / Klages (Wettbergen) - Strafen: 10 : 8 Minuten – 7m: 8/5 : 5/3.

 

 

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