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Er machte in der Vorbereitung einen großen Schritt nach vorn: Max Bieber, hier im Vorbereitungsspiel gegen die Nationalmannschaft Israels. (Foto: MTT)

JBLH: Zum Saisonauftakt gleich ein ganz dicker Brocken

Mit der HSG Handball Lemgo, der Jugendabteilung des TBV, bekommt es die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen gleich im ersten Heimspiel der Saison am Samstag um 16 Uhr in der Melsunger Stadtsporthalle  mit der Überraschungsmannschaft der vergangenen Saison zu tun.  Acht Spiele in Folge blieben die Ostwestfalen vom Start weg damals ohne Punktverlust und beendeten die Spielzeit als Dritter der Westgruppe. „Ich erwarte sie auch bin diesem Jahr wieder in der Spitzengruppe“, ordnet Melsungens Trainer Björn Brede den Gegner ein.

Einen Wechsel gab es bei Lemgo auf der Trainerbank. Für den ehemaligen Bundesliga-Profi Leif Anton, der künftig seiner Familie und dem Beruf mehr Zeit einräumen will, übernimmt Jugendkoordinator Christian Plesser das Team. Das machte in der Vorbereitung mit einigen bemerkenswerten Ergebnissen auf sich aufmerksam. So setzten sich die Lemgoer in einem Viererturnier ohne Verlustpunkt gegen Klassenkamerad TuSEM Essen, den SC Magdeburg sowie den THW Kiel durch.

„Lemgo hatte letztes Jahr schon eine gute B-Jugend. Mit Fynn Hangstein, der im Kader der Nationalmannschaft steht, und Neuzugang Finnian Lutze haben sie starke Akteure“, weiß Melsungens Übungsleiter. Auch auf weitgehend ungewohntem Terrain waren die Lipperländer erfolgreich. Sie kehrten von den Deutschen Beachhandball-Meisterschaften mit der Silbermedaille heim. Mit Fynn Hangstein und Hark Hansen hat Lemgo nämlich zwei Beachhandball-Nationalspieler in seinen Reihen.

Auf ähnlichen Wegen bestritt die mJSG ihr Vorbereitungsprogramm. Fast jedes Wochenende ein Turnier, bis auf den Sparkassen-Junior-Cup alle mehr oder weniger weit weg von zu Hause. Da wächst ein Team fast automatisch zusammen, gerade wenn es ins benachbarte Ausland nach Tschechien geht oder in die Bundeshauptstadt nach Berlin. Zumal wenn sich dabei zeigt, „dass wir absolut wettbewerbsfähig sind“, freut sich Brede.

Natürlich mit der Einschränkung, dass noch viel Erfahrung fehlt. Aber: „Wir haben sehr viel Potential, vor allem im Rückraum, und können durch unterschiedliche Besetzungen fast durchgängig hohes Tempo gehen“, sagt Melsungens Trainer. Deshalb ist das schnelle Spiel die Wahl bei eigenem Ballbesitz, den Gegner sofort nach Ballgewinnen oder über die schnelle Mitte unter Druck zu setzen das Ziel.

Offensiv lebt das Spiel der Nordhessen natürlich von den individuellen Qualitäten des Tomas Piroch oder dem einzigen externen Neuzugang Jona Gruber. Davon profitiert auch Julian Damm am Kreis, weil die Gegner zwangsläufig hinten öffnen müssen um gegen die Wurfkraft des Rückraums zu bestehen. „So viele Bälle wie im Moment hat Julian vorher noch nie an den Kreis bekommen“, freut sich Brede über das im Gegensatz zur Vorsaison variabler angelegte und schwerer ausrechenbare Spiel.

Eine weitere Leistungssteigerung erfuhr die Abwehr. Die bleibt im Normalfall auf der favorisierten 5:1-Variante mit Julian Damm als Organisator. Doch es hat sich mit Nikita Pliuto eine nahezu gleich starke Alternative entwickelt. Ihm wie auch Max Bieber bescheinigt Brede bereits jetzt einen großen Leistungssprung.  Was zusammen mit den bereits genannten Faktoren umso mehr die Hoffnungen nährt, selbst mit dieser extrem jungen Mannschaft ein Wort um die Vergabe eines Direktqualifikationsplatzes für die darauffolgende Saison mitzureden.

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