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Starke Leistung in der Deckung und dazu noch elf Tore: Paul Kompenhans überragte beim Auswärtssieg der MT Talents. (Archiv-Foto: WMK)

JBLH: Wichtige Auswärtspunkte und die Spitze verteidigt

Mit dem sechsten Sieg aus neun Partien der Meisterrunde in der Jugendhandball-Bundesliga nehmen die MT Talents nach ihren 35:30 (17:17)-Sieg bei der SG Pforzheim/Eutingen weiter Kurs auf das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Nach ausgeglichener erster Halbzeit, in der sich die SG wie schon im Hinspiel erneut als unangenehmer Gegner erwies, drehten die Nordhessen nach dem Seitenwechsel auf und siegten verdient.

Zu Anfang allerdings lagen sie erst einmal hinten. Eutingen übernahm nach Ole Preglers erstem Tor des Tages schnell die Führung und legte konstant vor. Pregler war auch zuständig für die nächsten beiden MT-Treffer jeweils zum Ausgleich, konnte aber am Zwischenspurt der Gastgeber zum 6:3 durch Dominik Grosshans nichts ändern. Die lebten von ihrer sehr gut funktionierenden 3-2-1-Deckung und hielten Melsungens Angreifer, denen der Wille zu Zweikämpfen zunächst fehlte, damit auf Abstand.

Erst nach einer Auszeit durch Trainer Björn Brede wurde das besser. Insbesondere Paul Kompenhans nahm das Heft in die Hand, zeigte Biss und verlagerte das eigene Spiel in die Tiefe der offensiven SG-Deckung hinein. Zwar hielten die Gastgeber ihren Vorsprung trotz eines Treffers von Jan-Lasse Herbst über das gesamte Feld bis zum 8:5 noch konstant, um dann jedoch dem größer werdenden Druck ihrer Gäste nachgeben zu müssen. Vier Tore am Stück, davon die letzten beiden von Kompenhans erzielt, drehten die Partie auf 8:9 (18.).

Jetzt war es an den MT Talents, immer wieder in Vorlage zu gehen und den Württembergern die Last des Hinterherlaufens aufzuzwingen. Das gelang mit einer besser werdenden Abwehrleistung leidlich gut, wurde aber erschwert von Ballverlusten im Angriff, aus denen drei Gegentreffer aus Tempogegenstößen resultierten. Einige Male fehlte nach gelungener Abwehr auch das Glück, die Abpraller unter Kontrolle zu bringen. So blieb es bis zur Pause eng und ergebnistechnisch ausgeglichen.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an diesem Bild zunächst nichts. Melsungen legte vor, Eutingen zog nach (20:20, 36.). Erst die schon punktuell vor der Pause eingesetzte Umstellung auf eine 5:1-Deckungsformation brachte die nachhaltige Wende im Spiel. Eutingens starker Rückraum Bratschke/Faeser/Mügendt, im Hinspiel noch mit gemeinsam 20 Treffern zu Buche stehend, war der Zahn gezogen. Profiteure der neuen Situation bei den Bartenwetzern waren die schnellen Außen Ben Beekmann und Julian Fuchs, aber auch Paul Kompenhans behielt die Übersicht. Das 22:26 des Spielmachers (43.) war die erste echte Befreiung für die Gäste. Zwei Minuten später erhöhte Fuchs auf 23:28 und zwang die Hausherren zur Auszeit.

Die jedoch nicht fruchtete. Denn während hinten Benjamin Fitozovic und Jona Rietze mit starker Leistung die Abwehr stabil hielten, brachte sich vorn Ole Pregler wieder verstärkt ein und traf. Spätestens als Beekmann (2) und Pregler mit drei Toren innerhalb von  zwei Minuten auf 24:33 erhöhten (52.), war die Partie durch. Dass in den Schlussminuten von diesem Vorsprung noch einige Tore hergeschenkt wurden lag auch daran, dass Pregler, Kompenhans und Rietze frühzeitig längere Verschnaufpausen auf der Bank bekamen.

Statistik

mJSG: Herbst (1 Tor, 2 Paraden, 14 Gegentore), Büde (2 P. /5 G.), Goldmann (5 P. / 11 G.)  – Haeske, Dobriczikowski 1, Beekmann 5, Kompenhans 11, Pregler 8, Rietze 3, Fitozovic 1, Andrei 1, Hellemann 1, Fuchs 2, Kuntscher 1 – Trainer Björn Brede.

SGP: Dettbarn, Jankovsky – Hebel, Dienel 2/2, Elger 2, Beyer 4, Bratschke2, Faeser 3, Mügendt 1, Grosshans 7/1, Winterfeld 1, Schöttle 3, Keller 1, Süsser 4 – Trainer Markus Rauch.

Z: 120 - SR: Ekk / Walter (Remscheid) - Strafen: 6 : 8 Minuten – 7m: 0/0 : 4/3.

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