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Acht Tore von Max Pregler reichten nicht, um in Kleenheim zu punkten. (Foto: WMK)

Oberliga: Glücklose MT 2 verpasst möglichen Auswärtscoup

Die MT Melsungen hat es in der Oberliga Hessen verpasst, zwei durchaus mögliche Auswärtspunkte zu holen. Bei der HSG Kleenheim/Lang-Göns unterlagen die Nordhessen mit 33:35 (14:16) und rutschten dadurch in der Tabelle auf Platz neun zurück. Fast über die gesamte Spielzeit blieb die MT auf Tuchfühlung, war zweimal auf dem Weg zum zwischenzeitlichen Ausgleich, fiel dann aber doch wieder zurück.

Die spätere Bürde luden sich die Bartenwetzer schon in der Anfangsphase auf. Als nämlich nach der ersten Führung durch Adam Kiss offensiv minutenlang fast gar nichts mehr gelang. Dazu präsentierte sich Manuel Eckard im HSG-Tor in guter Form, so dass die Gastgeber nach sieben Minuten mit 5:2 führten. Und damit genau den Abstand legten, der mit geringen Abweichungen für die noch folgenden 53 Minuten Bestand haben sollte.

Was bedeutete, dass es spielerisch nur wenig Unterschied zwischen beiden Teams gab. Vorteile hatte Kleenheim allerdings auf der Torhüterposition. Da brauchte Glenn-Louis Eggert einige Minuten länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Das nutzte vor allem die rechte HSG-Seite mit Björn Spieß und Marc Weller, um auf 11:7 davonzuziehen (20.). Als dann jedoch auch Eggert zupackte, war nach drei feinen Paraden und Merlin Kothes Doppelschlag zum 11:12 alles wieder offen. Auch wenn die Hausherren zwischenzeitlich nochmal auf 15:12 stellten, war zur Pause noch alles drin.

Und auch nach dem Seitenwechsel blieb es eng,  die Tore fielen in schöner Regelmäßigkeit abwechselnd. Dann legte Kleenheim zum 20:16 durch Fabian Höpfner einen kleinen Zwischenspurt ein, den die MT prompt konterte, indem Vlad Avram fein nachsetzte und Merlin Kothe das Leder im erweiterten Gegenstoß mit Macht in den Winkel hämmerte. Melsungen war beim 22:20 auf altem Abstand (42.) angekommen.

Was nun allerdings wieder fehlte, war die Defensivleistung und auch die Hilfe vom Schlussmann. Wie schon im ersten Durchgang war Manuel Eckard schneller warm als sein Gegenüber. Was nach Cedrick Kollmanns 25:22 (45.) zum Wechsel zwischen den MT-Pfosten führte. Ohne den erhofften Effekt leider, weil Daniel Kocsis ebenso chancenlos bei den HSG-Würfen war wie in dieser Phase Eckard auf der Gegenseite. Die Partie geriet zum offenen Schlagabtausch, praktisch jeder Wurf war ein Treffer und der Torhüter-Tausch verpuffte.

Dennoch erspielten sich die Nordhessen leichte Vorteile. Hinten agierten sie zwar weiter viel zu brav, vorn aber entwickelten sie guten Zug zum Tor. Es war sehenswert, was Max Pregler und Merlin Kothe aus dem Rückraum abfeuerten. Folgerichtig war Melsungen nach Preglers 31:30 einmal mehr zurück auf Tuchfühlung und sogar mit der Chance zum Ausgleich. Der sollte aber nicht gelingen und es war wieder der Rechtshänder auf Rechtsaußen, Marc Weller, der in der Schlussphase für die Gastgeber stach. Dreimal traf er zum 35:31 und stellte die Weichen damit auf Sieg für die Mittelhessen. Merlin Kothe und Jan Dobriczikowski konnten in der Schlussminute nur noch verkürzen.

Statistik

MT2: Eggert (8 Paraden, 24 Gegentore), Kocsis (3 P. / 11 G.), Herbst (n. e.)  – M. Pregler 8, Jedinak 4, Avram 4, Kothe 8, Dobriczikowski 1, Damm 1, Bruns, Reinbold 1, Gisbrecht, Fuchs, Kiss 6/5 – Trainer Georgi Sviridenko.

HSG: Eckhard (15 P. / 29 G.), Kaiser (0 P. / 4 G.) – Höpfner 9/5, Wolf, Weller 9, Planer, Spieß 7, Wiener 1, Kollmann 3, Leger, Patt, Friedrich 4, Lang, Scheibel 2 – Trainer Matthias Wendlandt.

Z: 170 - SR: Fuchs / Hass (Haibach / Sulzbach) - Strafen: 2 : 8 Minuten – Disqualifikation: Wiener (HSG, 3x2 Min. 58.) - 7m: 6/5 : 5/5.

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