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Er trug mit seinen Treffern zum guten Start bei: Nino Jedinak erzielt hier einen seiner fünf Ttreffer. (Foto: WMK)

Oberliga: MT2 verliert nach gutem Start den Faden und das Spiel

Zum zweiten Mal hintereinander kam die MT Melsungen 2 in der Oberliga Hessen unter die Räder. Diesmal mit 26:36 (11:18) gegen die HSG Pohlheim. Nur 25 Minuten lang war es ein Spiel weitgehend auf Augenhöhe, anfangs sogar mit leichten Vorteilen der Hausherren. Dann riss der Faden völlig und die Mittelhessen zogen mit einem 7:0-Lauf über die Halbzeitpause hinweg entscheidend davon.

In der Anfangsphase sah das, was die Bartenwetzer gegen den Favoriten zeigten, noch richtig gut aus. Nicht fehlerfrei zwar, aber wesentlich ansprechender und konstruktiver als das, was die HSG bot. Die Deckung stand, allein Torjäger Chris Grundmann vermochte zweimal die Lücke zu finden. Im Vorwärtsgang setzte vor allem Nino Jedinak Akzente, traf drei Mal und brachte seine Mannschaft mit 4:2 nach vorn (7.).

Pohlheim reagierte, zog das Tempo an. Das bekam Ole Pregler zu spüren, der Lukas Happel im Gegenstoß zu Fall brachte und dafür zwei Minuten auf die Bank musste. Mit dem zusätzlichen Platz wusste die HSG hervorragend umzugehen. Wieder war es Grundmann, der die Gäste zum 4:5 erstmals in Führung warf (10.). Und der, nachdem Malvin Haeske und Nino Jedinak Reaktion gezeigt hatten, auch wieder zum 7:7 ausglich (15.).

Das sollte bereits der letzte Hausherren-Vorteil der Begegnung sein. Zwar hielten die Rot-Weißen auch nach Dennis Weisels 8:9 (19.) weiter dagegen, vermochten der Partie aber keine entscheidende Wende mehr zu geben. Im Gegenteil war Jona Grubers 11:13 (26.) das letzte Lebenszeichen der MT vor der Pause. Es folgte eine Serie von Fehlern im Spielaufbau, die allesamt mit Toren bestraft wurden. Viermal allein im Tempogegenstoß von vier verschiedenen Pohlheimern, dazu traf Florian Niclas aus dem Positionsspiel.

Das Bild änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht. Zweimal vollstreckte Chris Grundmann zum 11:20 (33.), dazwischen scheiterte OIe Pregler zum wiederholten Mal am überragenden Jan Wüst. Die Vorentscheidung, auch wenn Adam Kiss und Jona Gruber direkt antworteten. Als Trainer Georgi Sviridenko seine zweite Auszeit nahm, lagen bereits zehn Tore zwischen beiden Teams (13:23, 37.).

Was die Melsunger in der Folgezeit auch versuchten, es war nicht von Erfolg gekrönt. Wenn der eingewechselte Daniel Kocsis im Tor mal glänzend reagierte, tat es ihm Jan Wüst auf der Gegenseite prompt nach und legte zusätzlich einen drauf. Nach einer Dreiviertelstunde musste zu allem Überfluss Eugen Gisbrecht mit einem ausgekugelten Finger raus, kam allerdings später noch einmal zurück – und traf zweimal. Lichtblicke waren auch die zwei schönen Tore von Youngster Jan Dobriczikowski. Viel mehr als wechselseitige Torerfolge tat sich bis zum Ende jedoch nicht mehr.

Statistik

MT2: Eggert (2 Paraden, 18 Gegentore), Kocsis (5 P. / 18 G.) – Haeske 1, Jedinak 5, Avram 2, Kothe 3, Dobriczikowski 2, Damm 1, Pregler 2, Reinbold 2, Gisbrecht 2, Fuchs, Kiss 2, Gruber 4 – Trainer Georgi Sviridenko.

HSG: Wüst (1 Tor, 23 P. / 26 G.), Schlegel (n. e.) – Happel 2, Weisel 5, Niclas 3, Linck 4, Happel 2, Weinandt, Lex 2, Hirtz 5, Träger, Wagner 2, Gundmann 10/3 – Trainer Jens Dapper.

Z: 120 - SR: Kaiser / Paul (Mühlheim / Heusenstamm) - Strafen: 10 : 6 Minuten – 7m: 0/0 : 3/3.

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