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Drei Tage, zwei Mannschaften, ein Team: Navtej Dhaliwal (B-Jugend) und Moritz Beltzer (C-Jugend) über ein Gemeinschaftserlebnis ganz besonderer Art.

MT Talents: Paris ist immer eine Reise wert

Wenn jugendliche Sportler-Augen leuchten, dann muss etwas Schönes passiert sein. Etwas, das sich von den gewohnten, alltäglichen Strukturen positiv abhebt. So wie bei Moritz Beltzer, Spieler in der C-Jugend der MT Talents und erst seit dieser Saison im Trikot der Bartenwetzer aktiv. Er hat gerade ein langes Wochenende in Paris hinter sich, wo er mit seiner Mannschaft beim großen „Tournoi International Tremblay Handball“ teilnahm. „Das war cool. Mit der B-Jugend zusammen im Hotel. Das hat Spaß gemacht!“, sprudelt es aus dem 14-Jährigen, angesprochen auf das Erlebte, heraus. Aber nicht nur für ihn waren diese drei Tage besonders. Dass Navtej Dhaliwal, im Juni mit der B-Jugend Deutscher Meister geworden, ein klein wenig abgeklärter auf die gleiche Frage nach Paris reagiert, liegt daran, dass er schon zum dritten Mal dabei war. Und dennoch: „Ich freue mich immer wieder darauf. Allein schon auf die Stadt Paris. Außerdem ist das Wochenende immer klasse organisiert“.

Unterschiedliche Herangehensweisen, aber dennoch auch gleiche Eindrücke. Beispielsweise in Bezug auf den Zusammenhalt in diesen drei Tagen. „Es ist klasse, wenn wir Jüngeren zusammen mit der ‚großen‘ B-Jugend unterwegs sein können. Das war richtig gut für die Gemeinschaft untereinander“, sagt Moritz Beltzer. Obwohl gerade er einer derjenigen ist, die mehrmals pro Woche schon mit den Älteren trainieren dürfen, daraus aber keinerlei Sonderstatus ableitet. Deshalb meint Navtej Dhaliwal ganz sicher auch nicht ihn, wenn er sagt: „So etwas schweißt zusammen. Es ist schön, wenn wir auf diese Weise besser in Kontakt kommen mit denen, die ja unsere Nachfolge antreten werden“.

Eine Form von jahrgangsübergreifendem Teambuilding also, was neben allen sportlichen Ambitionen den Reiz wie auch Sinn einer solchen Unternehmung ausmacht. „Es entspricht unserem Anliegen, die Grenzen fließend zu halten. Wir haben in allen Altersstufen viele Spieler, die schon in den jeweils älteren Jahrgängen eingesetzt werden. Und auf diese sehr natürliche Weise entstehen durch das ungezwungene Miteinander erst gar keine Barrieren zwischen den Teams“, erläutert Jugendkoordinator Axel Renner. „Man lernt sich untereinander eben ganz anders kennen als sonst nur im Trainingsalltag“, ergänzt Navtej Dhaliwal.

Dass die Kultur des Gastgeberlandes und die Verständigung mit Jugendlichen anderer Nationalitäten nicht zu kurz kommen, ist ebenso selbstverständlich. „Das fängt schon beim Frühstück an, wenn da Baguette liegt statt Brötchen“, lacht Moritz Beltzer. Findet aber auch, dass die Zeit für Kontakte außerhalb der eigenen Teams schon eng bemessen ist. Klar, wenn Eindrücke wie der beleuchtete Eiffelturm bei Dunkelheit oder die Fahrt über die berühmte Champs-Elysées zeitnah verarbeitet werden wollen. Das kennt Navtej Dhaliwal alles schon aus den vergangenen Jahren. Und nutzt daher die Möglichkeiten, seine Fremdsprachenkenntnisse aufzupolieren: „Natürlich versucht man auf französisch zu antworten, wenn man so angesprochen wird. Dafür habe ich das Schulfach ja auch“, sagt er.

Gefragt nach dem Fazit der Fahrt zum Handball-Turnier in Frankreich sind sich beide uneingeschränkt einig: „Klasse war’s“. Der eine, Moritz Beltzer, hängt auch drei Tage nach Rückkehr noch den Gedanken an Paris nach: „Ich erinnere mich gern, wie schön der Eiffelturm beleuchtet war und wie toll es war, das mit der ganzen Gruppe zu sehen und zu erleben. Ich wäre sehr gern noch länger da geblieben“. Der andere, Navtej Dhaliwal, fand: „Das beisammen sein, auch mit den Jüngeren, war überragend“.

Für Axel Renner sind solche Rückmeldungen nicht nur eine Bestätigung, sondern vielmehr Ansporn. „Wir werden auch weiterhin versuchen, unseren jungen Sportlern außergewöhnliche Erlebnisse wie die Teilnahme am hervorragend organisierten Turnier in Tremblay zu ermöglichen. Die A-Jugend hat ja auch schon ein Turnier in Tschechien gespielt. Möglich ist das aber nur durch die enge und vertrauensvolle Kooperation mit den Schulen, die super mitziehen. Natürlich werden die eineinhalb Tage Unterrichtsausfall nachgearbeitet. Mindestens ebenso wichtig ist aber, mit solchen Events das Gemeinschaftsgefühl zu fördern und nicht zuletzt auch den internationalen Gedanken zu berücksichtigen. Auch diese drei Tage haben wieder dazu beigetragen, Grenzen abzubauen. Intern bei uns wie auch allgemein gesellschaftlich“. Es scheint also, als könne Moritz Beltzer, mit zwei Jahren B-Jugend noch vor sich, in Sachen Paris-Reisen zu Navtej Dhaliwals drei Teilnahmen aufschließen, der im nächsten Oktober dann schon A-Jugendlicher sein wird.

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