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Beim Kantersieg über Groß-Umstadt/Habitzheim machte die Abwehr um Jona Gruber und Merlin Kothe die Schotten hinten dicht. Auch der am Ende beste MSG-Schütze Daniel Bauch (links) hatte im gebundenen Spiel mächtig Durchsetzungsprobleme. (Foto: WMK)

Oberliga: Hinten dicht, vorn treffsicher - die MT 2 schiebt sich in der Tabelle vor

Die MT Melsungen 2 hat in der Oberliga Hessen gegen die MSG Groß-Umstadt/Habitzheim einen 34:18 (17:9)-Erfolg eingefahren. Ebenso souverän wie auch in dieser Höhe verdient,, weil die Gäste nur selten Mittel gegen die stabil stehende rot-weiße Deckung fanden. Einsatzfreude, Engagement und Konzentration stimmten über die gesamte Spielzeit, so dass der Erfolg nie auch nur ansatzweise in Gefahr geriet. Bis auf Jona Gruber, der dafür im Abwehr-Innenblock eine klasse Leistung zeigte, trugen sich alle Feldspieler in die Torschützenliste ein, die starke Form der Torhüter rundete eine geschlossene Mannschaftsleistung ab.

Vier Minuten brauchte die MT2, um sich auf Spiel und Gegner einzustellen. Das nutzten die Gäste zur 2:1-Führung, um dann jedoch schnell ins Hintertreffen zu geraten. Max Pregler riss am Kreis die nötigen Löcher in Groß-Umstadts Abwehr, traf selbst zum Ausgleich und sperrte anschließend prima frei für Merlin Kothe. Der  bewies dann auch im Zweikampf gegen Lorenz Schewardo seine Klasse und setzte, ebenso wie Martin Reinbold, noch einen Gegenstoß drauf. Fünf starke Minuten reichten, um mit 6:2 die erste komfortable Führung herauszuwerfen (9.).

Ein kurzes Aufbegehren der Gäste mit zwei Toren beantworteten die Nordhessen prompt. Diesmal mit Vlad Avram als treibender Kraft. Eine Viertelstunde war gespielt, da war nach Eugen Gisbrechts Siebenmeter zum 10:4 die erste Auszeit der Gäste fällig. Rechtzeitig, um den Lauf der Gastgeber zu stoppen und die Partie für zehn Minuten weitgehend ausgeglichen zu gestalten. Im Anschluss an Justin Kraus‘ Siebenmeter zum 13:8 (23.) bat Georgi Sviridenko zur Auszeit – und stellte die alten Verhältnisse wieder her. Er wechselte durch, ohne dass es den Spielfluss gebrochen hätte. Bis zur Pause war bereits eine kleine Vorentscheidung herbeigeführt.

Auch nach dem Seitenwechsel brauchte es wieder eine Anlaufzeit bei den Rot-Weißen. Sieben Minuten ging es hin und her, der Abstand hielt sich bis zum 21:14 durch Marko Sokicic konstant. Dann aber legten die Bartenwetzer kräftig zu. Von allen Positionen Gefahr ausstrahlend bauten sie den Vorsprung zügig aus, Groß-Umstadts zweite Auszeit verpuffte wirkungslos. Einzig Lorenz Schevardo vermochte einmal Glenn-Louis Eggert zu überwinden, sonst hielt die MT2-Deckung bis zu Jan Dobriczikowskis erster Zehn-Tore-Führung dicht (25:15, 42.).

Georgi Sviridenkos Idee, beim Siebenmeter von Justin Kraus im Tor auf Daniel Kocsis statt auf den zuvor starken Eggert zu setzen, entpuppte sich als kleiner Geniestreich. Nicht nur dass der Ungar diesen Strafwurf parierte, er blieb auch danach noch knappe zehn Minuten unbezwungen. Zeigte dabei spektakuläre Paraden, unter anderem zweimal gegen David Lubar,  und war Garant dafür, dass der die Differenz größer und größer wurde.

Erst der dritte Versuch von Lubar führte zum Erfolg und bedeutete nach 52 gespielten Minuten das 30:16. Bis dahin gab es reichlich feine Aktionen der Nordhessen zu bestaunen. Max Preglers sauberes Ablaufen eines Gegenstoßes von Lorenz Schevardo, eine sehenswerte Ballstaffette über fünf Stationen mit Abschluss von Eugen Gisbrecht oder eine weitere spektakuläre Glanztat von Daniel Kocsis gegen Stefan Hollnack sorgten für viel Applaus auf der Tribüne. Ebenso der finale 3:0-Lauf zum Abschluss, den Julian Fuchs in der Schlussminute vollendete.

Statistik

MT2: Eggert (10 Paraden, 15 Gegentore), Kocsis (5 P. / 3 G.), Herbst (n. e.)  – M. Pregler 4, Avram 3, Piroch 2, Kothe 5, Dobriczikowski 3, O. Pregler 4, Reinbold 5, Gisbrecht 5/2, Fuchs 1, Kuntscher  2, Gruber – Trainer Georgi Sviridenko.

MSG: Bolling (6 P. / 17 G.), Lang (7 P. / 17 G.) – Bauch 4, Kraus 3/2, Acic, Lubar 3, Göttmann 1, Funck 2/2, Rodriguez da Silva, Hollnack, Schevardo 2, Seifert 2, Sokicic 1 – Trainer Marko Sokicic.

Z: 60 - SR: Kaplan /Scheld (Wiesbaden / Hüttenberg) - Strafen: 6 : 4 Minuten – 7m: 2/2 : 6/4.

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