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Mit seinen Paraden hielt Carl Beck in der Schlussphase die Angreifer der HSG Hanau, hier Julius Schröck, auf Distanz. (Foto: WMK)

B-Jugend: Starker Beck verhindert die späte Wende im Spiel

Da sah die B-Jugend der MT Talents im Spiel gegen die HSG Hanau zur Pause schon wie der klare Sieger aus, musste sich aber am Ende noch einmal strecken, um den 32:28 (20:9)-Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Bis auf zwei Treffer schmolz der klare Vorsprung drei Minuten vor dem Schlusspfiff zusammen, dann ebneten drei Paraden des starken Carl Beck, darunter ein parierter Siebenmeter, den Weg zu den ersten beiden Punkten der Saison.

Begonnen hatte die Partie mit einem klassischen Fehlstart der Gastgeber. Vorn ging nicht viel zusammen, hinten war die Abwehr immer einen Schritt zu spät dran. Die Folge: zwei Siebenmeter von Julius Schröck zur schnellen 2:0-Führung der Südhessen. Erst danach zündete der rot-weiße Turbo. Und wie! Hinten stand plötzlich eine undurchdringliche Wand, vorn trafen fünf verschiedene Spieler aus fünf unterschiedlichen Positionen zum 5:2 (7.).

Das war nur der Auftakt zu einem furiosen Sturmlauf in der verbleibenden Spielzeit der ersten Hälfte. Lediglich bis zu Schröcks 8:4 (11.) vermochten die Gäste noch halbwegs mitzuhalten, waren dann aber hoffnungslos überfordert. Navtej Dhaliwal schaltete und waltete im Rückraum, Jonas Ebner und Marcell Markos banden die HSG-Abwehr als doppelte Kreisbesetzung auf sechs Metern und bescherten ihrem Rückraum viel freien Raum. Sechs Talents-Tore in Folge, viermal davon Dhaliwal, bedeuteten beim 14:4 die erste zweistellige Führung (15.).

Damit gaben sich die Melsunger immer noch nicht zufrieden. Die Deckung stand bombensicher, dahinter parierte Call Beck teils spektakulär, was dennoch durchkam. So stellte Luca Pickenhahn gar auf 18:6 (19.), es roch nach einem Debakel für Hanau. Das mit etwas Verspätung immerhin von der Einwechslung von Julian Hohenberger profitierte und den Abstand gegen etwas nachlassende Hausherren bis zur Pause konstant halten konnte.

Um nach der Rückkehr auf Spielfeld ein komplett anderes Gesicht zu zeigen: bissig in der Abwehr, geradlinig und kompromisslos im Angriff. Einmal war Marcell Markos dran, danach viermal Hanau zum 21:13 (29.). Ein Muster, das sich wiederholte: einmal Melsungen, danach viermal die HSG zum 22:17 (35.). Navtej Dhaliwal war weitgehend abgemeldet, damit die Kreativzentrale der MT Talents komplett lahmgelegt. Allein Julian Engler brachte sich mit einigen Ideen ein und hielt auch dank zweier eigener Tore den Abstand konstant. Der Jüngste, Luca Pickenhahn, zeigte mit klasse Vorbereitung zu Florian Drostens 28:22, dass er nicht nur im Abschluss stark ist – wie er mit dem 29:23 unmittelbar darauf bewies (43.).

Doch auch darauf hatten die Hanauer eine Antwort. Rückten Tor um Tor näher heran, weil bei Melsungen mittlerweile die Hektik regierte und Abschlüsse viel zu schnell und vor allem ungenau erfolgten. Im Gegensatz dazu nutzten Phillip Busse und seine Nebenleute meist spätestens die zweite Welle zum Erfolg. Als Busse das 29:27 gelang und nur noch dreieinhalb Minuten auf der Uhr waren, drohte die Partie komplett zu kippen. Gerade rechtzeitig fand der Innenblock mit Navtej Dhaliwal und Jonas Ebner zur alten Stärke zurück und knüpfte Carl Beck an seine Leistung der ersten Hälfte an. Zwei feine Paraden bei Würfen aus dem Feld und ein gehaltener Siebenmeter gegen den zuvor von der Linie untadeligen Miguel Vasquez halfen, die ersten Punkte der Saison ins Ziel zu bringen.

Es spielten

mJSG: Beck (17 Paraden, 28 Gegentore) – Pickenhahn 6, Backhaus 2, Engler 4/1, Markos 5, Ebner 3, Dürrbeck, Dhaliwal 9/2, Drosten 3, Potzkai, Goujard..

TVH: Scholz (3 P. / 10 G.), Hohenberger (10 P. / 22 G.) – Busse 8, Scholl 2, Schierling 2, Schröck 2/2, Durmic 2, Schreiber 1, Hildebrandt, Moock 5, Vasquez 6/4, Milosev, Reeg.

Z: 70 - SR: Krapf / Naumann (Bebra) - Strafen: 8 : 4 Minuten – 7m: 4/3 : 6/5.

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