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Er sorgte für viel Wirbel in der Gummersbacher Deckung: Lasse Hellemann, hier seinem Gegenspieler abermals entwischt und auf dem Weg zu einem seiner vier Treffer. (Foto: HHF)

DM B-Jugend: Halbfinale - Der Traum geht weiter!

Die B-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen steht in Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft! Mit 26:23 (13:12) bezwangen die Nordhessen nach ihrem Hinspielerfolg beim VfL Gummersbach die Westdeutschen auch im Rückspiel vor der Rekordkulisse von fast 800 Zuschauern in der Melsunger Stadtsporthalle. Damit wird die Erfolgsgeschichte der Bartenwetzer fortgeschrieben und die Mannschaft von Trainer Georgi Sviridenko bleibt in dieser Saison ungeschlagen. Im Semifinale geht es nun gegen den SC Magdeburg um den Einzug ins Endspiel. Dabei müssen die MT Talents am kommenden Wochenende zuerst auswärts antreten.

Das sah so einfach aus zu Beginn. Mit dem Vorteil des gewonnenen Hinspiels im Rücken wirkten die Hausherren ganz sicher. Hatten zwar beim 1:0 durch Paul Kompenhans das Glück, dass sich Kilian Werz den schon parierten Ball selbst ins Tor boxte, kombinierten danach aber in einer Weise, die selbst dem Gummersbacher Anhang bange werden ließ. Kompenhans riss das Spiel wie schon in Gummersbach an sich, führte prima Regie und überzeugte auch als Torschütze sowohl von der Siebenmeterlinie als auch aus dem Feld zum 4:2 (5.).

Mit diesem Bonus im Rücken lief es wie geschmiert bei der mJSG. Ole Pregler erhöhte nach zehn Minuten schon auf 7:2, Lasse Hellemann nach einer Auszeit der Gäste sogar auf 8:2. Die Partie schien früh einer Entscheidung entgegen zu steuern. Wäre da nicht eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Ole Pregler gewesen. Denn die wirbelte die Melsunger Hintermannschaft gehörig durcheinander, riss in den Abwehrinnenblock eine Lücke, die der VfL nicht nur umgehend entdeckte, sondern eiskalt nutzte. Zweimal in Überzahl, einmal per Tempogegenstoß durch Torben Rückriem: es stand nur noch 8:5 (14.).

Einzig Ole Pregler traf, dann war der nächste Dreierpack fällig. Einige Fehler im Aufbau, ein vergebener Siebenmeter von Paul Kompenhans und Gummersbach war auf 9:8 dran (19.). Und wieder voll im Spiel. Zwar zog die mJSG zunächst noch einmal auf 12:9 davon, hatte bis auf einen von David Kuntscher schnörkellos verwandelten Siebenmeter bis zur Pause aber nichts mehr zuzusetzen. Anders der VfL. Vor allem David Schmidt wusste sich durchzusetzen und machte mit dem 12:11 bereits seinen fünften Treffer. Ein weiterer Pluspunkt der Gäste war der eingewechselte Schlussmann Dennis Stöcker, der den knappen Spielstand für die Blau-Weißen in die Halbzeitpause rettete.

Nach dem Seitenwechsel wurde es noch enger. Zwar konterte David Kuntscher den Ausgleich mit einem weiteren Siebenmeter und einem schönen Treffer über die erste Welle, was jedoch Mathis Häseler exakt genauso beantwortete und erneut auf 15:15 egalisierte (30.). Kurz darauf hatten die Westdeutschen nach einer Doppelparade des immer stärker werdenden Dennis Stöcker gegen Jona Rietze und Lasse Hellemann sogar die Chance zur eigenen Führung.

Das bügelten jedoch Paul Kompenhans und Lasse Hellemann wieder gerade. Letzterer nicht mit Toren, aber mit viel Betrieb am Kreis. Das nutzte Kompenhans geschickt. Suchte entweder selbst den Abschluss oder lieferte Traumanspiele wie das hinter dem Rücken auf Linksaußen Ben Beekmann zu dessen 18:16 (35.). Es folgten dennoch bange Minuten für Melsungen. In denen Jannik Büde bärenstark gegen Bruno Eickhoff rettete und auch im Nachgang kaum zu überwinden war. Das half, die vergebenen eigenen Möglichkeiten im Angriff zu kompensieren.

Gummersbach ließ sich nicht abschütteln. Immer wieder verkürzten Florian Schmidt und seine Nebenleute. Erst als Jannik Büde ein weiteres Mal glänzend gegen Linksaußen Maximilian Keil reagierte, Kompenhans unter Bedrängnis zum 22:19 veredelte und Büde ein weiteres Mal gegen Finn Schroven rettete, war so etwas wie eine kleine Vorentscheidung gefallen (42.). Der endgültige Knockout für die wacker kämpfenden Gäste war schließlich Häselers Lattentreffer und Lasse Hellemanns 25:21 zweieinhalb Minuten vor dem Schlusspfiff.

Statisik

mJSG: Büde (10 Paraden / 21 Gegentore), Kröger (0 P. / 2 G.); Beekmann 4, Kompenhans 6/1, Ebner, Pregler 3, Rietze 1, Fitozovic 2, Dhaliwal, Andrei, Hellemann 4, Potzkai, Goujard, Kuntscher 6/3 – Trainer Georgi Sviridenko.

VfL: Werz (1 P. / 7 G.), Stöcker (11 P. / 19 G.); Becker, Da Rocha Viana 1, Rückriem 3, Keil 4, Häseler 5/1, Maier, Eickhoff 1, Klassen, Schroven, Herbrandt 2, Viebahn, Schmidt 7 – Philipp-Jonas Wilhelm.

Z: 772 - SR: Jan Krüger / Björn Schmidt (Schafflund / Flensburg) - Strafen: 4 : 0 Minuten – 7m: 5/4 : 1/1.

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