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Mit neun Toren erfolgreichster Melsunger Torschütze: Max Pregler. (Archiv-Foto: WMK)

Oberliga: MT2 überrascht mit Auswärtssieg und hat den Klassenerhalt wieder in eigener Hand!

Totgesagte leben länger! Ein alter, abgedroschener Spruch, der mit dem 30:23 (16-14)-Sieg der MT Melsungen II beim TuS Dotzheim einmal mehr topaktuell wurde. Denn der Klassenerhalt in der Oberliga Hessen ist damit unversehens wieder in greifbare Nähe gerückt und durch die gleichzeitigen Niederlagen von Wiesbaden (in Umstadt) und Münster (gegen Büttelborn) sogar wieder aus eigener Kraft realisierbar. Dann nämlich, wenn im letzten Spiel am kommenden Samstag um 18.15 Uhr vor heimischem Publikum zwei Punkte eben gegen Münster geholt werden.

Dabei lief es anfangs im als Schicksalsspiel deklarierten Gastspiel in Dotzheim alles andere als gut für die Nordhessen. Zwar waren eben wegen der großen Bedeutung der Partie drei A-Jugendliche mit dabei, obwohl die keine 20 Stunden später ihr Viertelfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft zu bestreiten hatten. Doch auch mit dieser Verstärkung reichte es zunächst einmal zu nicht einer einzigen Führung. Im Gegenteil sicherten sich die Gastgeber zum 3:1 durch Max Schubert (4.) gleich einen Zwei-Tore-Vorsprung und hielten den auch.

Die Partie war dennoch eng, blieb immer spannend. Weil sich die Gäste gegen die drohende Abstiegs-Vorentscheidung stemmten und hartnäckig nachzogen, wenn Dotzheim traf. Allein nach dem 7:5, erzielt wieder von Schubert (13.) gelang das nicht. Marc-Oliver Theuner traf zum 8:5 (15.) und war vier Minuten später auch für das 10:7 von der Siebenmeterlinie verantwortlich.

Als Tomas Piroch und Christian Damm verkürzt hatten, versuchte TuS-Trainer Josef Embs noch, das drohende Unheil mit einer Auszeit zu vermeiden. Anschließend musste er aber von seinem Platz an der Seitenlinie tatenlos zusehen, wie Max Pregler die Partie im Alleingang drehte. Drei Tore in direkter Folge nach Marc-Oliver Theuners zwischenzeitlichem 11:9 bedeuteten erstmals Vorteil für Melsungen (23.). Von nun an waren es die Gastgeber, die einem Rückstand hinterher laufen mussten. Von zwischenzeitlich herausgeworfenen drei Treffern Vorsprung blieben bei Halbzeit immerhin noch zwei.

Nach dem Seitenwechsel sorgte die MT schnell für klare Verhältnisse. Eugen Gisbrecht traf per Strafwurf, Vlad Avram in Unterzahl bei Zeitstrafe gegen Christian Damm und Max Preglers Torhunger war auch längst noch nicht gestillt. Nach nur acht gespielten Minuten war der Vorsprung schon auf 20:15 ausgebaut, Vlad Avram erhöhte gar auf 22:16 (40.). Dotzheim wurde aggressiver, kassierte prompt zwei Zeitstrafen, traf aber dennoch. Thomas Sterker drehte auf, traf dreimal ins Netz und der TuS witterte bei Sterkers 19:23 (48.) doch noch einmal eine Chance. Das wiederum gefiel Max Pregler überhaupt nicht. Zwei Volltreffer des Torjägers stellten den alten Abstand wieder her (50.), dann musste er ebenfalls für zwei Minuten auf die Bank.

Ohne größeres Ungemach jedoch, weil ihm kurz darauf Dennis Assmann folgte und die Kräfteverhältnisse auf dem Feld somit wieder ausgeglichen waren. Ebenso ausgeglichen gestaltete sich auch die Torausbeute im der Schlussphase. Die Gastgeber verkürzten mehrfach wieder auf fünf, Melsungen legte zuverlässig einen nach. Auch weil Eugen Gisbrecht von der Siebenmeterlinie keine Nerven zeigte und zweimal sicher verwandelte. Dass es in der Schlussminute sogar noch sieben Vorsprung wurden war eher nebensächlich, der Torschütze mit Max Pregler aber folgerichtig. Was indes zählte war, dass es nach den Ergebnissen in den anderen Halle nun an der Sviridenko-Sieben selbst liegt, den für viele praktisch schon sicheren Abstieg doch noch aus eigener Kraft zu vermeiden. Der Sieg gegen Münster am kommenden Samstag wird also zur Pflicht.

Statisik

MT2: Eggert, Herbst; Hagemann, Jedinak 2, Pliuto 1, Seibert 2, Gruber, Avram 3, Kothe 3, Damm 2, Pregler 9, Reinbold, Gisbrecht 6/5, Piroch 2 – Trainer Georgi Sviridenko.

TuS: Toru, Welkenbach, Robinson; Battermann 1, Schubert 4, Heil, Schuhmacher 1, Klasmann 2, Assmann, Fuhrig, Sterker 7, Schmidtmann 1, Teuner 7/3, During - Trainer Josef Embs.

Z: 200 - SR: Müller / Schmidt (Lumdatal) - Strafen: 4 : 8 Minuten – 7m: 5/5 : 3/3.

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